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  Abenteuer Archäologie

Wir bieten in Zusammenarbeit mit der ARGE Archäologie interessierten Amateuren die exklusive Gelegenheit der aktiven Mitarbeit bei hochklassigen archäologischen Grabungen – auch ohne praktische Vorkenntnisse. Die ARGE Archäologie ist verantwortlich für die Planung und Durchführung der wissenschaftlichen Programme und Begleitveranstaltungen. Die Rolle des “Akademischen Reisedienstes/Orion Reisen” in der Zusammenarbeit ist die Abwicklung der Reiselogistik (Wir beraten Sie und helfen Ihnen gerne auch bei Ihren individuellen An- und Rückreisen).

Der jeweils einwöchige Aufenthalt beinhaltet eine Einführung in die Geschichte des Grabungsprojekts und der untersuchten Kultur, die theoretische und praktische Vermittlung der Methoden der Archäologie – eine konkrete Mitarbeit an der lokalen Grabung – und natürlich Austausch, Gespräch und Diskussionen mit den beteiligten Forschern.

Das keltische Königreich Noricum, zu dem das Gebiet von Salzburg gehörte, besiegelte seit der Mitte des 2. Jh. v. Chr. Freundschaftsverträge mit der aufstrebenden Weltmacht Rom. Als Drusus und Tiberius, die Stiefsöhne des Kaisers Augustus, 15 v. Chr. ihren großen Alpenfeldzug unternahmen, leisteten von den norischen Stämmen nur die im Pinzgau ansässigen Ambisonten energischen Widerstand. Das Königreich Noricum wurde größtenteils friedlich besetzt und unter Kaiser Claudius um 45 n. Chr. als römische Provinz eingerichtet. Die keltischen Höhensiedlungen wurden aufgelöst und am Ufer der Salzach eine Stadt gegründet, die den keltischen Namen luvavum übernahm. Sie erlebte eine rasche wirtschaftliche Blüte. In der umliegenden Region wurde bald eine Vielzahl prächtiger Landhäuser (Villa rustica) errichtet, von denen aus der Herr mit dem Gesinde seinen Besitz bewirtschaftete.

Bei der Ausgrabung einer provinzialrömischen Villa rustica in Neumarkt (Österreich, Bundesland Salzburg) konnte bereits ein imposanter römischer Speicherbau mit den Ausmaßen 18 x 26 m freigelegt werden. Dabei wurde zur großen Freude aller Beteiligten sogar die prächtig erhaltene Bronzestatuette einer Venus entdeckt. Die zwölf Zentimeter große Statuette kann durchaus als Sensationsfund bezeichnet werden.

Seit 2015 erforscht der langjährige Projektleiter Dr. Raimund Kastler mit seinem Team diese prototypische Villa rustica – zahlreiche Gebäude harren hier noch der Ausgräber. Die Vorträge der Projektwoche umfassen die untersuchte Kultur und die Geschichte des Grabungsortes, dazu Keramik-Kunde (“Scherbenseminar”), Vermessungskunde sowie Grabungsmethodik. Zum tieferen Verständnis der handwerklichen Grundlagen der Antike werden wir im Laufe der Woche auch ein gemeinsames experimentalarchäologisches Projekt durchführen. Die thematisch begleitenden Exkursionen führen uns u.a. ins archäologische Depot des Salzburg Museums, in die Sonderschau des nahegelegenen Museums Fronfeste Neumarkt mit Exponaten der Grabung und nach Möglichkeit noch zu weiteren Orten.

Hinweis: Diese Grabung ist eine offizielle Lehrgrabung und bietet daher einen ganz besonderen Standard hinsichtlich der gebotenen wissenschaftlichen Inhalte.

Programmablauf:

1. Tag: Individuelle Anreise. Falls Sie vom nächstgelegenen Bahnhof oder Flughafen abgeholt werden möchten, ersuchen wir Sie bis spätestens 10 Tage vor Reisebeginn um Mitteilung per E-mail mit genauer Ankunftszeit und Flug- bzw. Zugnummer an info@arge-archaeologie.at. Beginn der Leistungen nach vollzähligem Eintreffen der Gruppe, spätestens um 20 Uhr mit dem gemeinsamen Abendessen mit dem Gruppenbetreuer zum gegenseitigen Kennenlernen und zur Besprechung der Woche.

2. Tag: Exkursionstag zu einigen der antiken bis frühmittelalterliche Stätten in der näheren Region (Fundstellen am Nikolausberg, Georgenberg und Paß Lueg). Rückkehr ins Quartier am späten Nachmittag, evtl. gemeinsamer Badeausflug zum nahegelegenen Waller- oder Mattsee. Schlechtwetterprogramm wären die Museen von Hallein und, wenn die Zeit reicht, Hallstatt. Nach dem gemeinsamen Abendessen Vortrag zur Einführung in die Grabungsmethodik.

 3. Tag: Nach dem Frühstück Transfer zur Grabung und gemeinsame Begehung des gesamten Areals mit dem Projektleiter Dr. Bernhard Schrettle. Kennenlernen des Grabungsteams. Anschließend Einteilung in verschiedenene Bereiche der Grabung und praktische Einweisungen und Anleitungen in die Grabungstätigkeit durch den Gruppenbetreuer. Mittagspause/-jause auf der Grabung. Nachmittags weitere Grabungstätigkeit. Gegen 16:30 Transfer ins Quartier; Zeit zum Ausruhen, eventuell gemeinsamer Besuch des örtlichen Schwimmbades. Vor dem Abendessen Vortrag des Projektleiters Dr. Kastler: „Die Geschichte der römischen Besiedlung Salzburgs“.

4. Tag: Nach dem Frühstück Transfer auf die Grabung und Weiterführung der vortags begonnenen Freilegungstätigkeit. Mittagsjause auf der Grabung. Nachmittags weitere Grabungstätigkeit und praktische Übungen „Vermessungstechnik“.

5. Tag: Weiterführung der bisherigen Freilegungstätigkeit.

6. Tag: Ganztägig Fortführung der Freilegungstätigkeit. Nach dem Abendessen Vortrag des Reiseleiters zum Thema “Prospektionsmethoden in der Archäologie”.

7. Tag: Am Vormittag Fortführung der Freilegungstätigkeit. Am Nachmittag Abschluss und Dokumentation der durchgeführten Freilegungstätigkeit. Zum Abschied von Mannschaft und Grabung gibt es ein kleines Grabungsfest direkt auf dem Museumsgelände. Dabei Überreichung der Grabungsurkunden (Teilnahmebestätigungen) an die Teilnehmer durch den Gruppenbetreuer. Die Grabungsurkunden sind nicht bloß „schöner Wandschmuck“, sondern die offizielle Bestätigung durch die Grabungsleitung über die gewonnenen Kenntnisse und Erfahrungen der Teilnehmer und dienen ggf. auch zur Vorlage und als Tätigkeitsnachweis bei Bewerbung für andere Grabungen.

8. Tag: Individuelle Abreise der Teilnehmer oder Transfer zum Bahnhof oder Flughafen. Ende der Leistungen.

Wichtige Hinweise!
Bitte beachten Sie, dass es erforderlich werden kann, das geplante Programm aus wissenschaftlichen, organisatorischen oder auch meteorologischen Gründen zu ändern. Ihr Gruppenbetreuer wird sich bemühen, solche Änderungen umgehend mitzuteilen und für adäquaten Ausgleich zu sorgen.
Ein noch ausführlicheres Detailprogramm, Bilder und eine Landkarte sowie wichtige technische Hinweise und eine Ausrüstungsliste, die Sie unbedingt lesen sollten, bekommen Sie auf Anfrage von der ARGE Archäologie unter
https://www.arge-archaeologie.at/programm-2017/grabung-neumarkt/

Neumarkt am Wallersee, wie die kleine ruhige Stadt mit vollem Namen heißt, liegt auf flachem Gelände inmitten der Hügel der Salzburger Voralpen. Die Lage ist günstig für den Durchzugsverkehr und die örtliche Landwirtschaft, jedoch trotz der Lage am Wallersee nicht anziehend für die große Masse der Touristen, die sich in Stadt und Bundesland Salzburg auf viel pittoreskere und spektakulärere Ziele stürzen können. Allerdings liegen diese Ziele direkt vor der Tür. Ins Zentrum der Stadt Salzburg sind es 25 km und das Salzkammergut liegt in Sichtweite. Wer ein bisschern mobil ist und hier in der Gegend noch Urlaub machen will, kommt auf seine Rechnung, egal ob es Wandern, Bergsteigen, Segeln, Reiten oder doch Mozartstadt und hohe Kunst sein soll. Ideal vielleicht anschließend an die Mühen des Ausgrabens ein paar erholsame Tage und dann hinein in den Trubeld der Salzburger Festspiele, die 6 Tage nach Grabungsende eröffnet werden. Wenn Sie ein bisschen Expertise bei der Planung eines Anschlussprogramms suchen, fragen sie einfach im Büro des Akademischen Reisedienstes; wir werden Ihnen mit Rat und Tat weiterhelfen. Selbstverständlich unterstützen wir Sie auch bei der Planung und Organisation Ihrer An- und Abreise.

Wissenschaftliche Reiseleitung und –führung: Dr. Raimund Kastler MAS (Landesarchäologie Salzburg u. Landesmuseum Salzburg)
Reiseleitung: Klaus Schindl BA, Archäologe

Termin: 

Termine sind in Vorbereitung!

Pauschalpreis: € 1.480,–  (ab/bis Salzburg)
Kleingruppenzuschlag von 15% bei unter fünf Teilnehmern

Inbegriffen:
Die Transfers und Rundfahrten gemäß Programm
 Die Besichtigungen (einschließlich der Eintrittsgebühren)
Die Nächtigungen in Zweibettzimmern in einem nahe gelegenen Hotel (Du/WC oder Bad/WC)
Die Halbpension (Frühstück und Mittagsimbiss auf der Grabung)
Die wissenschaftlichen Vorträge
Die deutsch sprechende Reiseleitung

Einbettzimmerzuschlag pro Nacht: € 25,–

Teilnehmerzahl: mindestens 5 höchstens 8 Personen

Es gelten die Allgemeinen Reisebedingungen in der letztgültigen Fassung unter Zusatz der auf der Rückseite unseres Anmeldebogens angeführten Punkte. Veranstalter-Nr. 2003/0011.