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Vorausgeschickt sei, dass Laos eines der 48 am wenigsten entwickelten Länder der Welt ist und noch heute die Wunden, die während des Krieges der USA gegen Vietnam dem Land geschlagen wurden, nicht geschlossen sind. Die politisch, kulturell und ökonomisch besten Zeiten des Gebietes – 14. bis 18. Jh. – liegen lange zurück, haben aber einige erstklassige Baulichkeiten hinterlassen. Damals war Laos Teil eines größeren Königreichs, genannt Lan Xang, das „Reich der Millionen Elefanten“. Die deutlichsten Kräfte und Vergangenheitsbezüge, die aktuell den Alltag der Menschen und das Bild des Landes formen, sind die französische Kolonialzeit, die Verfasstheit des Staates als Volksrepublik unter Führung einer kommunistisch geprägten Einheitspartei, der Buddhismus (in den Berggebieten gepaart mit Ahnenkult und Animismus) und eine Vielzahl von internationalen Entwicklungshilfeprojekten. Dies gilt vor allem für die Ballungsräume und dicht besiedelten Gebiete im ebenen Süden des Landes. Außerhalb der Städte, insbesondere in der gebirgigen Nordhälfte des Landes, hat man häufig den Eindruck, sich auf einer Zeitreise zu befinden. So könnte es bei uns (natürlich unter anderen religiösen Vorzeichen) vor 500, 900 oder auch 2.000 Jahren gewesen sein. Stellenweise bietet Laos große Natur- und Landschaftsschönheit; 14% der Fläche des Landes sind Schutzgebiete. Noch hat der Massentourismus – selbst an den UNESCO-Weltkulturerbe-Stätten – nicht Einzug gehalten. Damit ist Laos vorerst ein Tip für die "early birds" und touristischen Feinschmecker!

1. Tag: Abflug von Wien.

2. Tag: Ankunft in Bangkok, Weiterflug nach Chiang Rai.
Ankunft in Chiang Rai. Transfer zum Hotel. Übernachtung in Chiang Rai.

3. Tag: Chiang Rai – Houeixay – Pakbeng (Laos)
Am frühen Morgen Transfer von Chiang Rai nach Chiang Khong, das am thailändischen Ufer des Mekong liegt (ca. 1,5 Std.). Erledigung der Grenzformalitäten und Einreise nach Laos. Auf der 2013 eröffneten „Freundschaftsbrücke" überqueren Sie den Mekong, der hier und später noch einmal (für rund 1000 km) Grenzfluss ist. Im laotischen Grenzstädtchen Houeixay erfolgt die Einreise nach Laos und Erledigung der Grenzformalitäten. Anschließend Einschiffung auf ein traditionelles Teakholz-Flussschiff, das mit modernen Annehmlichkeiten renoviert wurde. In Houeixay beginnt die Flussfahrt stromabwärts auf dem Mekong, die „Mutter der Wasser“. Die gemächliche Flussfahrt führt durch meist unzugängliches Gebiet, kaum eine Straße säumt das steile Ufer, das nur hier und da von Siedlungen und Dörfern aufgelockert ist. Der Bootsverkehr ist oft die einzige Art von Transport und Kommunikation für diese Siedlungen. Am Nachmittag Besuch eines traditionellen Dorfes. Vor Sonnenuntergang erreichen Sie Ihr Tagesziel Pakbeng.

4. Tag: Pakbeng – Luang Prabang
Für Frühaufsteher bietet sich Gelegenheit zu einem Morgenbummel über den Markt. Nach dem Frühstück Fortsetzung der Bootsfahrt durch die faszinierende Berg- und Flusslandschaft. Zum größten Teil fährt das Boot durch wenig besiedeltes Gebiet, durch das sich der milchkaffeebraune Mekong windet. Einen Einblick in das ländliche laotische Alltagsleben haben Sie während des Besuches in einem der wenigen am Fluss liegenden Dörfer. Am Nachmittag Besuch bei den Höhlen von Pak Ou; zwei verehrte Grotten in denen sich unzählige Buddhastatuen befinden. Im Laufe des Nachmittags wird die alte Königsstadt Luang Prabang erreicht. Sie liegt eingebettet in eine malerische Hügellandschaft am Zusammenfluss des Mekong und des Nam Khan Flusses. Transfer zum Hotel.

5. Tag: Luang Prabang
Luang Prabang, die bezaubernde Königsstadt am Oberlauf des Mekong, ist heute noch das kulturelle und religiöse Zentrum von Laos und gewährt einen einzigartigen Eindruck in laotische Geschichte, Religion und Kultur. Die Besichtigung der wunderschönen Tempel und Klöster gleichen einer Reise in die Vergangenheit. Seit 1995 ist Luang Prabang UNESCO-Kulturdenkmal. Die Stadtbesichtigung führt uns zunächst zum Nationalmuseum, der ehemalige Königspalast. Anschließend geht es durch die Altstadt zum Tempel Wat Visoun mit der im singhalesischen Stil erbauten „Melonen–Stupa“. An der Spitze der Halbinsel am Mekong Fluss liegt der Tempel von Luang Prabang. Ein beliebtes Fotomotiv sind die wunderschönen Mosaike, welche anlässlich des 2.500sten Geburtstags Buddhas geschaffen wurden, und die im typisch nordlaotischen Baustil tief gezogenen Dächer. Zum Abschluss steigen Sie auf den 150 m über dem Städtchen liegenden Phousi Hügel zu einem abschließenden Panoramablick über Luang Prabang.

6. Tag: Khuangsi
Für Frühaufsteher Gelegenheit zur Teilnahme an der Essensgabe während des frühmorgendlichen Bettelgangs der Mönche. Speziell in Luang Prabang, wo der Alltag noch stark durch den Buddhismus geprägt ist, ist dies ein beeindruckendes Erlebnis. Am Vormittag unternehmen Sie einen Ausflug zum schönen Wasserfall von Khuangsi. Über mehrere Stufen sprudelt das Wasser über die Kalksteinfelsen und bildet eine Reihe von Bassins. Die Wasserfälle sind vor allem am Wochenende ein beliebtes Ausflugsziel der Einwohner von Luang Prabang und für besonders Fitte lockt der Aufstieg zur obersten Terrasse. Unterwegs Besuch traditioneller Dörfer der Hmong- und Khmu-Bergvölker. Der Nachmittag steht zur freien Verfügung. Übernachtung in Luang Prabang.

7. Tag: Luang Prabang – Phonsavan
Am frühen Morgen kurvenreiche Fahrt durch das zentrale Hochland von Laos. Dauer ca. 6-7 Std. Im Laufe des Nachmittags wird die Provinzstadt Phonsavan erreicht. Etwa 12 Kilometer südöstlich von Phonsavan liegt in einer hügeligen Savannenlandschaft die rätselhafte Ebene der Tonkrüge (Plain of Jars). Seit der Entdeckung dieser frühzeitlichen Stätten finden sich immer wieder Archäologen und Touristen in Phonsavan ein, um von hier aus die Ebene zu besuchen.

8. Tag: Ebene der Tonkrüge – Phonsavan – Vientiane
Am Vormittag Besuch der „Ebene der Tonkrüge“. Hier findet man auf einer Fläche von etwa 25 Hektar über 300 ungewöhnliche, teils riesenhafte Gefäße aus Granit oder Sandstein vor, deren Ausmaße und Gewichte verblüffen. Die meisten sind zwischen 1 Meter und 2,5 Meter hoch und wiegen mehre hundert Kilo. Das Alter der mysteriösen Gefäße wird von den Archäologen auf ca. 2.000 Jahre geschätzt. Über die Erbauer der Anlage und den Sinn und Zweck der Riesengefäße weiß man nichts Genaues: Urnen auf einem steinzeitlichen Friedhof? Vorratsbehälter an einem alten Karawanenweg? Gärgefäße für Reiswein?. Rätsel gibt auch das Ausgangsmaterial für diese Krüge auf, da es im Umkreis von 100 km keine entsprechenden Gesteinsvorkommen gibt. Währen des Vietnam-Krieges wurde diese Ebene von den Amerikanern bombardiert, so dass unzählige Bombenkrater zu sehen sind und der Großteil des Geländes, auf dem sich weitere dieser Krüge befinden, wegen der bis in die Gegenwart nicht geräumten Blindgänger Sperrgebiet ist. Viele der uralten Steinkrüge wurden damals stark beschädigt oder zerstört. Am Nachmittag kurzer Flug von Phonsavan nach Vientiane.

9. Tag: Vientiane
Am Vormittag Stadtrundfahrt durch Vientiane, „die kleinste Hauptstadt“ Südostasiens mit ca. 350 TEW. Die Stadt ist Regierungssitz, politisches, wirtschaftliches und kulturelles Zentrum des Landes. Französische Kolonialbauten, unzählige Tempel und Pagoden mit bedeutenden Heiligtümern der Thai und der Khmer spiegeln die wechselvolle Geschichte des Landes wider. Sie besuchen das Kloster Sisaket, eines der wenigen authentischen Zeugnisse laotischer Baukunst. Interessant ist auch der Besuch im Tempel Wat Phra Keo welcher für 214 Jahre den berühmten Smaragd-Buddha beherbergte, der sich heute in Bangkok befindet. Der That Luang, heute Wahrzeichen der Hauptstadt, sowie der Triumphbogen Patou Say sind weitere Stationen der Orientierungsfahrt. Ein Besuch auf dem Talat Sao Markt schließt die Stadtrundfahrt ab. Hier decken sich die Laoten mit Haushaltsgegenständen, Kleidern, Schuhen, Schmuck und allem ein, was man für den täglichen Gebrauch benötigt. Der Nachmittag steht zur freien Verfügung. Übernachtung in Vientiane.

10. Tag: Vientiane – Pakse – Tad Lo
Am frühen Morgen Flug von Vientiane nach Pakse im Süden von Laos. Nach der Ankunft in Pakse geht die Fahrt zum Bolaven Plateau, das auf einer Höhe von rund 1.000 m über der Mekong-Ebene liegt. Auf dem Plateau leben verschiedene ethnisch verschiedene Stämme, die größte Gruppe ist die der Laven, nach denen die Gegend benannt ist. Der Ausflug in eine der fruchtbarsten Region des Landes bietet eine erfrischende klimatische Abwechslung. Viel Grün, Plantagen und Wasserfälle machen das Plateau höchst reizvoll. Nebst dem Anbau von Obst, Gemüse und Gewürzen ist die Region als wichtigster Kaffee-Erzeuger des Landes bekannt. Während des Vietnamkrieges wurde die Region bei Luftangriffen der US-Armee stark bombardiert, weil sich dort Teile des Ho Chi Mihn-Pfades befanden. Besuch einer Kaffee- und Teeplantage. Die landschaftliche Schönheit der Gegend erkunden Sie auf kurzen Spaziergängen zu den Wasserfällen von Tad Fan und Tad Yuang. Gegen Ende des Nachmittags erreichen wir den Tad Lo-Wasserfall, wo Sie in einer einfachen Lodge übernachten.

11. Tag: Tad Lo – Wat Phou – Don Khong
Am Vormittag geht es zurück in die Mekong-Ebene und weiter nach Champasak. Kaum zu glauben, dass das verschlafene Provinznest einmal Residenzstadt des Königs war. Heute wird es nur noch als Ausgangspunkt für die nahe gelegenen Ruinen des Wat Phou Tempel besucht. Der Tempelkomplex von Wat Phou (UNESCO Weltkulturerbe) gehört zu den bedeutendsten historischen Baudenkmäler von Laos und gilt als eine der frühesten Khmer Bauten außerhalb von Kambodscha. Mit Angkor war die Anlage durch eine direkte Straße verbunden. Die Anlage wurde symbolträchtig am Fuß der drei Ebenen errichtet, die sich über eine 1,2 km lange Ost- West Achse erstrecken und mit einem Heiligtum, das durch eine steile Treppe erreichbar ist, auf einer Terrasse auf 100 m Höhe abschließt. Die Anlage wird auch in der Gegenwart noch als Heiligtum betrachtet und von Gläubigen frequentiert. Nach dem Besuch des Wat Phou Weiterfahrt südwärts. Das heutige Etappenziel ist Don Khong, die größte Insel des Landes, die aber je nach Wasserstand des Mekong ihre Ausdehnung um einige km² ändert. Don Khong hat den Ruf eines ruhigen und entspannenden Ortes, der auch zunehmend Touristen aus aller Welt anzieht.

12. Tag: Si Phan Don
Heute besuchen Sie, teilweise per Boot, die Wasser- und Inselwelt des Mekong. Die Gegend nennt sich „Si Phan Don“ was so viel wie „Viertausend Inseln“ bedeutet. Die bis heute gut erhaltene traditionelle Lebensweise der lokalen Bevölkerung und die tropisch-exotische Landschaft machen Si Phan Don zu einem besonderen Reiseziel. Der Mekong erreicht hier seine größte Ausdehnung. Auf eine Länge von ca. 50 km und bis zu 14 km Breite gliedert sich der Strom in etliche Kanäle und hat so hunderte von kleinen und großen Inseln geschaffen. Nahe der Grenze zu Kambodscha befindet sich die Flussinsel Don Khon. Unter Kokospalmen und vor einer tropischen Kulisse finden sich ein paar kuriose Überbleibsel der französischen Kolonialzeit; z. B. ein Stück Eisenbahngeleise ohne Anschluss und eine Dampflokomotive, die ihren Zweck schon lange verloren hat. Sie wandern zu den nahe gelegenen Stromschnellen von Li Phi. Etwas weiter befinden sich die Khone Phabheng-Fälle, wo sich der Mekong zwar „nur“ 15 m in die Tiefe stürzt, aber auf Grund der Wassermenge ein eindrucksvolles Naturschauspiel bietet. An dieser Geländestufe platzte vor 150 Jahren für die französischen Kolonisatoren der Traum eines von Vietnam bis nach China schiffbaren Mekong. Anschließend Rückfahrt nach Don Khong.

13. Tag: Don Khong – Pakse – Ubon Ratchathani – Abflug
Transfer via Pakse über die Grenze nach Thailand und weiter nach Ratchathani (ca. 3 Std.). Abflug nach Bangkok und Anschlussflug nach Europa.

14. Tag: Ankunft in Wien.


Termin
:

Termine sind in Vorbereitung!

Reiseleitung: Prof. Dr. Anton Mauer u. a.

Pauschalpreis: € 3.330,–

Inbegriffen:
die Linienflüge laut Programm (Qatar Air und lokale Gesellschaften)
die Flughafen- und Sicherheitsgebühren
die zweitägige Flussfahrt auf dem Mekong
die Nächtigungen in Zweibettzimmern
teilweise die Halbpension (Abendessen / Frühstück)
die Besichtigungen, Ausflüge, Stadtrundfahrten laut Programm mit den Führungen und Erklärungen
die Eintrittsgebühren
wo erforderlich die Betreuung durch lokale BegleiterInnen
die qualifizierte Studienreiseleitung durch einen Akademiker oder anderen Fachmann

Einbettzimmerzuschlag pro Nacht: € 38,–

Impfungen: Gelbfieberimpfung (Pflicht); Malariaprophylaxe empfohlen

Visum (bei Einreise zu bezahlen): USD 60,–

Teilnehmerzahl: mindestens 10, höchstens 20 Personen

Es gelten die Allgemeinen Reisebedingungen in der letztgültigen Fassung unter Zusatz der auf der Rückseite unseres Anmeldebogens angeführten Punkte. Veranstalter-Nr. 2003/0011.