preloder
DRUCKEN

  Abenteuer Archäologie

Wir bieten die unter dem Titel "Abenteuer Archäologie" zusammengefassten Studienreisen in Zusammenarbeit mit der ARGE Archäologie an. Dabei fokussieren wir uns geografisch und geschichtlich entsprechend dem jeweils gewählten Thema und befassen uns ausführlich und in die Tiefe gehend mit dem aktuellen Forschungsstand aus Sicht der Geschichtswissenschaften und der Archäologie. Letztere hat sich auf Grund einer rasanten Entwicklung der naturwissenschaftlichen Möglichkeiten in den letzten Dezennien enorm entwickelt. Aus der Grabräuberei unter professoraler Anleitung von einst, mit dem Homer oder der Bibel in der einen Hand und dem Spaten in der anderen, hat sich die Archäologie zu einem Fach entwickelt, das inzwischen Erkenntnisse und Methoden der Botanik, Humanmedizin, Thermofotografie, Genetik, Forensik u.s.w. integriert, um Antwort auf die Frage: "Was war da?" zu geben. Die naheliegende Frage die sich für uns Heutige stellt, ist immer wieder: "Was können wir daraus lernen?"

Bei einem Teil dieser Reisen sind auch experimentalarchäologische Elemente programmiert; d. h. wir befassen uns praktisch mit bestimmten historischen Herstellungsmethoden und Handwerkspraktiken und gewinnen dadurch tieferes Verständnis für deren immanente technische und ästhetische Probleme.

Alle diese Reisen werden von ausgewiesenen Experten für das entsprechende Thema begleitet. Nach abendlichen Impulsreferaten kann mit ihrer Hilfe die Fülle der Eindrücke und Informationen noch einmal erinnert, bewertet und in den Gesprächsrunden in größere Zusammenhänge eingeordnet werden.

Die ARGE Archäologie ist verantwortlich für die Planung und Durchführung der wissenschaftlichen Besichtigungsprogramme und Begleitveranstaltungen. Die Rolle des "Akademischen Reisedienstes/Orion Reisen" in der Zusammenarbeit ist die Abwicklung der Reiselogistik (Wir beraten Sie und helfen Ihnen gerne auch bei Ihren individuellen An- und Rückreisen).

Sie kamen aus dem Dunkel der Zeit: Vor etwa 5000 Jahren stellten steinzeitliche Menschen an der Westküste Schottlands aber auch draußen auf den kargen und lebensfeindlichen Orkneyinseln, den Hebriden und den Shetlands riesige Menhire auf, legten verblüffend modern anmutende Siedlungen an und errichteten gigantische Grabanlagen.

Bis heute gibt die Megalithkultur (griechisch: mega = groß, lithos = Stein) den Wissenschaftlern viele Rätsel auf. Gleichwohl bekunden auch universitäre Ur- und Frühgeschichtler, daß unsere Ahnen Astronomie und Kalendarium sehr genau kannten, Tag- und Nachtgleiche ebenso wie die Sonnenwenden. Sie waren Bauern, Fischer, Jäger und Sammler und sie folgten dem Zyklus der Jahreszeiten im Rhythmus von Sommer und Winter, Aussaat und Ernte, Geburt und Tod – im Einklang mit der Natur.

Doch genauso unvermittelt wie die Megalithkultur sich (nicht nur) auf den Britischen Inseln entwickelte, so plötzlich verschwand sie auch wieder – und die Menschen begannen damit, wesentlich kleinere Anlagen zu errichten. Warum dies geschah, darüber können Archäologen nur spekulieren – wie auch über die Nutzungsmöglichkeiten und die Gestaltung der Riten, die von den Megalithleuten zweifelsohne vollzogen wurden.

Ein neuer und recht innovativer Ansatz kommt dabei von britischen Forschern, die versuchen, mögliche von den Erbauern erzielte Klangeffekte experimentell nachzuvollziehen. Warum sollten die Megalithleute dies anstreben? Nun, auch in unseren heiligen Stätten – Kirchen, Moscheen, Synagogen – spielen (be)sinnliche Klänge bei der Durchführung sakraler Handlungen eine große Rolle. Darüber läßt sich wohl trefflich diskutieren, noch besser allerdings ist die Probe aufs Exempel – „clap your hands in the middle of the henge“.

In jedem Fall aber sind die steinernen Zeugnisse der Megalithkultur nicht nur unersetzliche Kulturgüter, geadelt durch das Weltkulturerbe-Signum der UNESCO, sondern auch höchst spektakuläre und spannende Reiseziele – vor allem, wenn gut eingearbeitete Experten  gemeinsam mit der Gruppe neu entdeckte steinzeitliche Stätten besuchen und den aktuellen wissenschaftlichen Forschungsstand vermitteln.

Im Sommer 2016 werden wir daher gemeinsam mit einem deutschen Archäologen die Welt der neolithischen Megalithkultur besuchen.

Wir besuchen Callanish, die größte Steinformation der Megalithkultur auf den britischen Inseln, dann Maes Howe, eine unglaubliche Konstruktion prähistorischer Statikgenies aus tonnenschweren Steinplatten, Skara Brae eine jahrtausendelang von Sanddünen bedeckte komplett erhaltene steinzeitliche Siedlung, weiters das wie von Riesen geschaffene Dwarfie Stane, das nördlichste Felsgrab Europas. Wir lernen auch den „Broch of Mousa“ kennen ("Broch" werden die runden, fensterlosen Türme aus der Eisenzeit genannt, von denen es in Schottland und auf den vorgelagerten Inseln rund 500 gibt – der von Mousa ist der einzig komplett erhaltene), nicht zu vergessen den Ring von Brodgar, ein „Henge“ wie Stonehenge, jedoch weitaus älter wie größer und schließlich die von Grabungsleiter Nick Card euphorisch „neolithische Kathedrale“ getaufte Anlage Ness of Brodgar.

Detailprogramm in Vorbereitung

Wichtiger Hinweis!
Bitte beachten Sie, dass es erforderlich werden kann, das geplante Programm aus wissenschaftlichen, organisatorischen oder auch meteorologischen Gründen zu ändern. Ihr Gruppenbetreuer wird sich bemühen, solche Änderungen umgehend mitzuteilen und für adäquaten Ausgleich zu sorgen.
   

Detailinformationen: http://www.arge-archaeologie.at/programm-2017/orkney-islands-die-welt-der-megalithkultur/

Wissenschaftliche Reiseleitung und -führung: Klaus Schindl, BA, Archäologe 

Termin

Termine sind in Vorbereitung!

Pauschalpreis: € 1.880,– (ohne Flüge)
ab Glasgow, von dort Reisebeginn / bis Edinburgh, von dort internationale Abreise
Kleingruppenaufschlag von 15% bei unter 12 Personen

Inbegriffen:
Die Fahrten gemäß Programm im klimatisierten Reisebus
Die Besichtigungen (einschließlich der Eintrittsgebühren)
Die Nächtigungen in Zweibettzimmern in einem nahe gelegenen Hotel (Du/WC oder Bad/WC)
Die Frühstücke
Die wissenschaftlichen Vorträge
Die deutsch sprechende Reiseleitung

Einbettzimmerzuschlag pro Nacht: € 60,–

Teilnehmerzahl: mindestens 12 höchstens 24 Personen

Es gelten die Allgemeinen Reisebedingungen in der letztgültigen Fassung unter Zusatz der auf der Rückseite unseres Anmeldebogens angeführten Punkte. Veranstalter-Nr. 2003/0011.