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  Abenteuer Archäologie

Wir bieten in Zusammenarbeit mit der ARGE Archäologie interessierten Amateuren die exklusive Gelegenheit der aktiven Mitarbeit bei hochklassigen archäologischen Grabungen – auch ohne praktische Vorkenntnisse. Die ARGE Archäologie ist verantwortlich für die Planung und Durchführung der wissenschaftlichen Programme und Begleitveranstaltungen. Die Rolle des “Akademischen Reisedienstes/Orion Reisen” in der Zusammenarbeit ist die Abwicklung der Reiselogistik (Wir beraten Sie und helfen Ihnen gerne auch bei Ihren individuellen An- und Rückreisen).

Der jeweils einwöchige Aufenthalt beinhaltet eine Einführung in die Geschichte des Grabungsprojekts und der untersuchten Kultur, die theoretische und praktische Vermittlung verschiedener Methoden der Archäologie – eine konkrete Mitarbeit an der lokalen Grabung – und natürlich Austausch, Gespräch und Diskussionen mit den beteiligten Forschern.

Die Region um ein noch nicht lokalisiertes keltisches Siedlungs- und Machtzentrum, das der Historiker Velleius Paterculus als „Carnunto, qui locus regni Norici“ (im Königreich Norikum gelegen) bezeichnete, wurde ab dem 1. Jh. n. Chr. zu einem der zentralen Sammelpunkte für die Expansion der Römer ins freie Germanien (Barbaricum) (Wikipedia). Die Siedlung wuchs rasch an. Parallel zum militärischen Stützpunkt in dem sich zweitweise bis zu 6500 Soldaten aufhielten entwickelte sich eine nahe gelegene Zivilstadt mit etwa 50.000 Einwohnern. Die Stadt erhielt das Recht zur Selbstverwaltung, wurde zur Hauptstadt der Provinz Oberpannonien und erlebte eine lange Periode des Wohlstands. Doch ein heftiges Erdbeben, eine Klimaverschlechterung und das Zerbröckeln des römischen Imperiums verursachten im 4. Jh. einen Abstieg Carnuntums, das dann im Lauf des 5. Jh. von seinen Bewohnern aufgegeben wurde.

Während der Blütezeit Carnuntums entwickelte sich auch eine recht betuchte Bürgerschaft, deren Lebensstil sich zwar grundsätzlich an Rom, dem fernen Ideal, ausrichtete, jedoch in typisch römisch pragmatischem Vorgehen auch einheimische Elemente einschloss – von der Kleidung über die Eßkultur bis hin zu den Bauwerken.

Ein Team rund um den Archäologen Dr. Andreas Konecny untersucht dazu im Gebiet der ehemaligen Zivilstadt eine „villa urbana“, ein imposanter Gebäudekomplex, der wohl als repräsentativer Sitz einer wohlhabenden Familie diente. Der ausführende Architekt der Anlage richtete sich dabei wohlweislich nach eingeübten mediterranen Mustern – opulente Wandmalereien und ein ausgedehnter Peristylhof durften dabei nicht fehlen. Insgesamt diente das Anwesen wohl gleichermassen der gesellschaftlichen Selbstdarstellung wie dem persönlichen Wohlbefinden der Besitzerfamilie. Da wir in einem grabungstechnisch anspruchsvollen Areal arbeiten, sind von Anfang an Konzentration und Gewissenhaftigkeit bei der Freilegung unsere obersten Prinzipien.

Programmablauf:

1. Tag: Nach vollzähligem Eintreffen der Gruppe bzw. spätestens um 19 Uhr gemeinsames Abendessen mit dem Gruppenbetreuer zum gegenseitigen Kennenlernen und zur Vorbesprechung der Woche.

2. Tag: Fahrt zu bedeutenden Siedlungen und Kultstätten der von uns untersuchten römischen und auch latènezeitlichen Kultur in der näheren Region. Zuerst zum wunderschön gelegenen Braunsberg, wo sich eine befestigte keltische Siedlung, ein sogenanntes Oppidum, befand. Die Reste der Befestigungsanlage können noch im Gelände entdeckt werden. Unweit der Siedlung stoßen wir auf zwei gigantische Großgrabhügel aus der Hallstattzeit. Unser Exkursionstag wird durch den Besuch der prunkvoll mit Mosaiken ausgestatteten Villa von Bruck Neudorf (Burgenland) abgerundet. Nach dem gemeinsamen Abendessen hält der Reiseleiter einen Vortrag zur Einführung in die Grabungsmethodik und bereitet Sie auf die Tätigkeiten der nächsten Tage vor.

3. Tag: Transfer zur Grabung und gemeinsame Begehung des gesamten Areals mit Kennenlernen des gesamten Grabungsteams – wissenschaftliches Personal, Studenten, Hilfskräfte. Anschließend Einteilung der Teilnehmer von ARGE Archäologie in verschiedene Bereiche der Grabung und praktische Einweisungen und Anleitungen in die Grabungstätigkeit durch den
Gruppenbetreuer. Nach einer Mittagspause direkt am Ort der Grabung weitere Grabungstätigkeit. Ihr Gruppenbetreuer kümmert sich um alle Belange, unterstützt, erklärt, weist auf Besonderheiten hin. Gegen 16:30 h Transfer ins Hotel, Zeit zum Ausruhen, Erfrischen. Am Abend Vortrag des Projektleiters – „Carnuntum. Einführung in die Geschichte der antiken Metropole an der Donau. Ergebnisse der bisherigen Forschungsarbeiten“. Anschließend gemeinsames Abendessen.

4. Tag: Weiterführung der vortags begonnenen Freilegungstätigkeit im Grabungsgelände, wieder unterbrochen von einer Mittagspause mit Imbiss. Am Nachmittag weitere Grabungstätigkeit und praktische Übungen „Vermessungstechnik“.

5. Tag: Weiterführung der Freilegungstätigkeit im Grabungsgelände, Mittagspause mit Imbiss. Am Nachmittag Modul „Experimentalarchäologie“, Thema „Theorie und Praxis Keramikherstellung“. Ihr Gruppenbetreuer weist Sie in die spannende Entstehungsgeschichte der Keramik und in die Entwicklung der recht komplexen Produktionsabläufe ein. Danach folgt der Sprung in die Praxis – wir fertigen selbst Modelle nach antiken Mustern!

6. Tag: Ganztägig Weiterführung der Freilegungstätigkeit im Grabungsgelände, Mittagspause mit Imbiss. Im Anschluss an das Abendessen Vortrag des Reiseleiters zum Thema “Prospektionsmethoden in der Archäologie”.

7. Tag: Weiterführung der Freilegungstätigkeit im Grabungsgelände, Mittagspause mit Imbiss. Am Nachmittag Fertigstellung der Freilegungstätigkeit. Abschließende Dokumentation und Besprechung der Ergebnisse mit dem Projektleiter. Zum Abschied von Mannschaft und Grabung veranstalten wir ein kleines Grabungsfest direkt auf dem Museumsgelände. Kurzer Rückblick des Gruppenbetreuers und/oder des Projektleiters über die Ergebnisse und Geschehnisse der vergangenen Woche und Überreichung der offiziellen Grabungsurkunden an die Teilnehmer.

8. Tag: Gemeinsames Frühstück und Transfer zum Bahnhof bzw. Flughafen.. Ende der Leistungen.

Wichtige Hinweise!
Bitte beachten Sie, dass es erforderlich werden kann, das geplante Programm aus wissenschaftlichen, organisatorischen oder auch meteorologischen Gründen zu ändern. Ihr Gruppenbetreuer wird sich bemühen, solche Änderungen umgehend mitzuteilen und für adäquaten Ausgleich zu sorgen.
Ein noch ausführlicheres Detailprogramm, Bilder und eine Landkarte sowie wichtige technische Hinweise und eine Ausrüstungsliste, die Sie unbedingt lesen sollten, bekommen Sie auf Anfrage von der ARGE Archäologie unter

https://www.arge-archaeologie.at/programm-2017/grabung-carnuntum/

Carnuntum war in der Antike die weitaus größte und bedeutendste Siedlung der gesamten Region. Heute ist Carnuntum vor allem als Museumsgelände ein Begriff. Überflügelt wurde es von Vindobona (mit Betonung auf dem ersten O), das zwar auch Legionslager war, aber im Frühmittelalter Residenz der Herzöge aus der Familie der Babenberger wurde und einen neuen Namen annahm, nämlich Wien. Die Herzöge fanden noch massive Reste der alten Befestigungsbauten vor, die sie in die eigenen Mauern einbezogen. Den Umriss des Legionslagers kann man noch heute im Straßenraster des 1. Bezirks (namens “Innere Stadt”) nachverfolgen. Die römischen Reste sind jedoch nur ein ein geringer Teil dessen, was Wien dem Kultur- und Erholungssuchenden bieten kann. Zwischen Stephansdom und Schloss Schönbrunn, Staatsoper und Hundertwasser-Haus, das Kunsthistorische Museum und die Kapuzinergruft nicht zu vergessen, läßt sich mehr als nur ein interessantes Wochenende verbringen (das zwar auch, aber das ist Stress!). So sind also beste Voraussetzungen für ein längeres genussvolles Vor- oder Anschlussprogramm gegeben. Bei Interesse fragen Sie im Büro des Akademischen Reisedienstes; wir werden Ihnen mit Rat und Tat weiterhelfen. Selbstverständlich unterstützen wir Sie auch bei der Planung und Organisation Ihrer An- und Abreise.

Grabungsleitung: Dr. Andreas Konecny (Archäpark Carnuntum www.carnuntum.co.at)
Reiseleitung: Klaus Schindl BA, Archäologe

Termin:

Termine sind in Vorbereitung!

Pauschalpreis: € 1.480,–  (ab/bis Wien)
Kleingruppenzuschlag von 15% bei unter fünf Teilnehmern

Inbegriffen:
Die Transfers und Rundfahrten gemäß Programm
 Die Besichtigungen (einschließlich der Eintrittsgebühren)
Die Nächtigungen in Zweibettzimmern in einem nahe gelegenen Hotel (Du/WC oder Bad/WC)
Die Halbpension (Frühstück und Mittagsimbiss auf dem Grabungsgelände)
Die wissenschaftlichen Vorträge
Die deutsch sprechende Reiseleitung

Einbettzimmerzuschlag pro Nacht: € 31,–

Teilnehmerzahl: mindestens 5 höchstens 8 Personen

Es gelten die Allgemeinen Reisebedingungen in der letztgültigen Fassung unter Zusatz der auf der Rückseite unseres Anmeldebogens angeführten Punkte. Veranstalter-Nr. 2003/0011.