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  Abenteuer Archäologie

Wir bieten die unter dem Titel "Abenteuer Archäologie" zusammengefassten Studienreisen in Zusammenarbeit mit der ARGE Archäologie an. Dabei fokussieren wir uns geografisch und geschichtlich entsprechend dem jeweils gewählten Thema und befassen uns ausführlich und in die Tiefe gehend mit dem aktuellen Forschungsstand aus Sicht der Geschichtswissenschaften und der Archäologie. Letztere hat sich auf Grund einer rasanten Entwicklung der naturwissenschaftlichen Möglichkeiten in den letzten Dezennien enorm entwickelt. Aus der Grabräuberei unter professoraler Anleitung von einst, mit dem Homer oder der Bibel in der einen Hand und dem Spaten in der anderen, hat sich die Archäologie zu einem Fach entwickelt, das inzwischen Erkenntnisse und Methoden der Botanik, Humanmedizin, Thermofotografie, Genetik, Forensik u.s.w. integriert, um Antwort auf die Frage: "Was war da?" zu geben. Die naheliegende Frage die sich für uns Heutige stellt, ist immer wieder: "Was können wir daraus lernen?"

Bei einem Teil dieser Reisen sind auch experimentalarchäologische Elemente programmiert; d. h. wir befassen uns praktisch mit bestimmten historischen Herstellungsmethoden und Handwerkspraktiken und gewinnen dadurch tieferes Verständnis für deren immanente technische und ästhetische Probleme.

Alle diese Reisen werden von ausgewiesenen Experten für das entsprechende Thema begleitet. Nach abendlichen Impulsreferaten kann mit ihrer Hilfe die Fülle der Eindrücke und Informationen noch einmal erinnert, bewertet und in den Gesprächsrunden in größere Zusammenhänge eingeordnet werden.

Die ARGE Archäologie ist verantwortlich für die Planung und Durchführung der wissenschaftlichen Besichtigungsprogramme und Begleitveranstaltungen. Die Rolle des "Akademischen Reisedienstes/Orion Reisen" in der Zusammenarbeit ist die Abwicklung der Reiselogistik (Wir beraten Sie und helfen Ihnen gerne auch bei Ihren individuellen An- und Rückreisen).

Rom verfügt über eine enorme Fülle an Kulturzeugnissen, von denen viele erst jüngst erforscht, neu erschlossen und zugänglich gemacht wurden. Ein Teil unserer Reise führt zu den bekannten Höhepunkten der Stadt. Aber das, was man kennt, wird nicht selten einer Neubewertung durch die Wissenschaft unterzogen oder es gibt aktuelle Erkenntnisse zu Funktion und Baugeschichte, die das Altbekannte in anderem Licht erscheinen lassen. Unsere Reise führt aber auch vielfach "off the beaten track" zu wenig bis kaum besuchten Stätten in und um Rom. Manchmal klein, aber immer fein!

Im Weichbild der Stadt – „intra muros“ – bewegen uns viel per pedes, um die wohlbemessenen Distanzen zwischen den einzelnen Zielen tatsächlich in antiker Manier erleben zu können. Wir geniessen dabei ausgiebig das spezielle Ambiente oder die raffinierten Inszenierungen, mit denen die „Ewige Stadt“ uns ihre Geschichte präsentiert.

Wir folgen den Spuren grosser Persönlichkeiten, spüren das Nachbeben epochaler Ereignisse oder erkennen im alltäglichen Leben von heute die Verbindungslinien in die altrömische und frühchristliche Zeit. Und wem das zu esoterisch ist, der kann immer noch ausgiebig das mediterrane Ambiente geniessen und die raffinierten Inszenierungen, mit denen die „Ewige Stadt“ uns ihre Geschichte präsentiert.

Im anderen Teil unserer Reise fahren wir zu wichtigen Ausgrabungen in grossartiger Landschaft im latinischen Hinterland. Wir begegnen dabei Orten und Plätzen wie der Grabkapelle des belesenen byzantinischen Kardinals Bessarion, der ebenso berührenden wie orginellen letzten Ruhestätte des Bäckermeisters Eurysaces, den Zeugnissen höchster Ingenieurskunst bei den gigantischen Trofei di Mario, der republikanisch geprägten Grablege der machtbewußten Scipionen, allerprächtigst mosaizierten frühchristlichen Bauten wie Santa Constanza, dem antiken Ostia mit seinen Handelskontoren und Lagerhäusern, dem Tusculum des Cicero, den Schiffen des Caligula beim Lago di Nemi, den wackeren Gesellen der 2. Parthischen Legion, der legendären Villa di Livia, der übermächtig anmutenden Orakelstätte Praeneste, dem beinahe schon alpinen antiken Städtchen Alba Fucens und geben abschließend noch Giovanni Barracco und seiner erlesenen Sammlung antiker Skulpturen die Ehre.

Unsere Reiseleiterin Ilse Rollé Ditzler hat in jüngerer Zeit ein Studium der klassischen Archäologie, Alten Geschichte sowie spätantiken und byzantinischen Kunstgeschichte an der Ludwig-Maximilians-Universität München absolviert. Sie ist seither als Dozentin und in verschiedenen Bereichen der Kulturkommunikation mit Schwerpunkt Antike und frühes Christentum tätig. Es ist ihr ein grosses Anliegen, das historische Erbe dieser Epochen verständlich und spannend zu vermitteln. Gerne teilt sie mit interessierten Mitreisenden die Freude, vor Ort gemeinsam archäologische Befunde zu diskutieren, sich die Geschichten darüber ins Bewußtsein zu rufen und Bekanntes wie Fremdes immer wieder neu zu entdecken.

Programmablauf:
1. Tag: Rom Zentrum der Welt
Spaziergang entlang der zentralen Achse vom Colosseum zum Capitol insbes. mit den Kaiserforen und den Trajansmärkten, luxuriösen Stadthäusern und der Cripta Balbi. Ein Kleinod wurde erst kürzlich entdeckt: exquisiten Renaissance-Fresken in einer Grabkapelle in Santi Apostoli. Den Tag beschliessen wir im Umfeld der grossen Theater des Marcellus und des Pompejus.

2. Tag: Glanz der Spätzeit
Zwischen den Hügeln Esquilin und Caelius entdecken wir als erstes ein Tor der uralten Servianischen Mauer. Die gigantischen Trofei di Mario und die Kreuzung von Stadtmauer und Aquädukten an der Porta Maggiore zeugen von höchster Ingenieurkunst, das Grabmal des Bäckermeisters Eurysaces von höchster Originalität. Santa Croce in Gerusalemme, das Amphitheatrum Castrense, der Lateran sowie Santo Stefano Rotondo liegen im kaiserlichen Palastareal der Severer und wurden zu Prototypen der westlichen Kirchenarchitektur. Das Museum Centrale Montemartini vereint wertvolle antike Funde mit einem ausserordentlichen Industriedenkmal.

3. Tag: Diesseits und jenseits der Mauern
Wir beginnen mit Betrachtungen zur 19 km langen aurelianischen Stadtmauer an der Porta San Sebastiano; die Grabanlage der berühmten Scipionen befindet sich noch innerhalb dieser zweiten Mauer, ebenso wie die riesigen Caracalla-Thermen. Über den Aventin (Santa Sabina mit der geschnitzten Holztüre aus dem 4. Jh.) erreichen wir die Porta Ostiensis, davor das exzentrische Pyramidengrab des Cestius. An der Via Tiburtina, der Via Nomentana und der Via Labicana finden sich Katakomben und konstantinische Basiliken, deren Spolien in prächtig mosaizierten frühchristlichen Kultbauten weiterleben.

4. Tag: Roma Trans Tiberim
Rechts des Tibers: Vom Forum Boarium gehts über die Tiberinsel zu den spätantiken Kirchen Santa Cecilia, San Crisogono und Santa Maria in Trastevere. Die Villa Farnesina prunkt mit opulenter Renaissance-Ausstattung. Der Nachmittag steht zur freien Verfügung für einen Spaziergang auf den Gianicolo, den Vatikan oder zu einer gemeinsamen Durchquerung des Marsfeldes bis zum Mausoleum des Augustus.

5. Tag: Die antiken Häfen der Millionenstadt
Wir verbringen den ganzen Tag im antiken Hafen Ostia. Strassen, Häuser, Theater, Tempel, Platzanlagen, Handelskontore und Lagerhäuser vermitteln ein anschauliches Bild, und das Antiquarium beherbergt zahlreiche berühmte Objekte. Wenn möglich besuchen wir auch Portus, das erst ab 42 n. Chr. gebaut wurde, aber dem alten Ostia mit der Zeit den Rang ablief. Besonders interessant die Nekropole.

6. Tag: Albaner Berge
Im Vulkangebiet des heiligen Albanus Mons begeben wir uns nach Tusculum, wo Cicero in schönster Aussichtslage seine Freizeit verbrachte. Weiter geht es zum Lago di Nemi mit dem Diana-Heiligtum und den sog. Schiffen des Caligula. In Castelgandolfo, unter der päpstlichen Sommerresidenz über dem Lago di Albano befand sich die Villa des Domitian. In Albano Laziale machen wir einen archäologischen Rundgang auf den Spuren der 2. Parthischen Legion. Die griechisch-katholische Abtei San Nilo in Grottaferrata, gegründet 1004, beschließt die Tour.

7. Tag: Auf der Via Flaminia zum Lacus Sabatinus
Auf dem Weg nordwärts zur Via Flaminia halten wir an der Milvischen Brücken und am Arco di Malborghetto, die mit dem Aufstieg Konstantins des Grossen verbunden sind. Die Villa di Livia ist der Fundort schönster Wandmalereien und der berühmten Primaporta-Statue des Augustus. In Bracciano besichtigen Sie das Castello Odescalchi, die reich ausgestattete Stammburg der Orsini und Borgia. Abschluss im reizvollen Anguillara Sabazia auf einer kleinen Halbinsel über dem See.

8. Tag: Frühe Republik in den Abruzzen
Über Gabii (Tempel der Iuno Gabina) fahren wir nach Praeneste/Palestrina, wo das gewaltige Terrassenheiligtum der Fortuna Primigenia, eine legendäre Orakelstätte aus vorrömischer Zeit, die Landschaft dominiert. Im Museum befindet sich das am besten erhaltene grosse Mosaik einer hellenistischen Nil-Landschaft. Über Fiuggi (Thermalort seit der Römerzeit) fahren wir nach Alba Fucens, eine antike Stadtanlage mit Amphitheater auf 1000 m Höhe – ein echter Kontrast zu Rom.

9. Tag: Palazzo eines Antikensammlers
Am Vormittag besuchen wir die bedeutende Sammlung antiker Skulpturen des Giovanni Barracco, die nach wechselvollem Schicksal in einem eleganten Palazzo des 15. Jh. eingerichtet wurde. Am Nachmittag Rückreise.

Wichtiger Hinweis!
Bitte beachten Sie, dass es erforderlich werden kann, das geplante Programm aus wissenschaftlichen, organisatorischen oder auch meteorologischen Gründen zu ändern. Ihr Gruppenbetreuer wird sich bemühen, solche Änderungen umgehend mitzuteilen und für adäquaten Ausgleich zu sorgen.
    

Detailinformationen: http://www.arge-archaeologie.at/programm-2016/studienreise-rom-latium/

Wissenschaftliche Reiseleitung: Prof. Dr. Wolfgang Trachta, Altphilologe

Termin

Termine sind in Vorbereitung!

Pauschalpreis: € 1.680,– (ohne Flüge bis/ab Rom)
Kleingruppenaufschlag von 10% bei unter 10 Personen

Inbegriffen:
Die Fahrten gemäß Programm im klimatisierten Reisebus
Die Besichtigungen (einschließlich der Eintrittsgebühren)
Die Nächtigungen in Zweibettzimmern in guten Mittelklasse-Hotels (Du/WC oder Bad/WC)
Die Frühstücke
Die wissenschaftlichen Vorträge
Die deutsch sprechende Reiseleitung

Einbettzimmerzuschlag pro Nacht: € 50,–

Teilnehmerzahl: mindestens 10 höchstens 18 Personen

Es gelten die Allgemeinen Reisebedingungen in der letztgültigen Fassung unter Zusatz der auf der Rückseite unseres Anmeldebogens angeführten Punkte. Veranstalter-Nr. 2003/0011.