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  Abenteuer Archäologie

Wir bieten in Zusammenarbeit mit der ARGE Archäologie interessierten Amateuren die exklusive Gelegenheit der aktiven Mitarbeit bei hochklassigen archäologischen Grabungen – auch ohne praktische Vorkenntnisse. Die ARGE Archäologie ist verantwortlich für die Planung und Durchführung der wissenschaftlichen Programme und Begleitveranstaltungen. Die Rolle des “Akademischen Reisedienstes/Orion Reisen” in der Zusammenarbeit ist die Abwicklung der Reiselogistik (Wir beraten Sie und helfen Ihnen gerne auch bei Ihren individuellen An- und Rückreisen).

Der jeweils einwöchige Aufenthalt beinhaltet eine Einführung in die Geschichte des Grabungsprojekts und der untersuchten Kultur, die theoretische und praktische Vermittlung verschiedener Methoden der Archäologie – eine konkrete Mitarbeit an der lokalen Grabung – und natürlich Austausch, Gespräch und Diskussionen mit den beteiligten Forschern.

Das kulturell hochstehende, aber schriftlose Volk der Daunier hat seinen Ursprung in der Einwanderung illyrischer Volksgruppen aus den Gebieten der östlichen Adria nach Apulien während des 11./ 10. Jh. v. Chr. . Das antike Daunien (ca. 9./8. bis 4. Jh. v. Chr.) erstreckte sich vom Fluss Fortore im Norden bis zum Ofanto im Süden. Ascoli Satriano ist ein Städchen mit etwa 6.000 Einwohnern 36 km südlich von Foggia; das liegt etwas unterhalb des Sporns des italienischen Stiefels im Landesinneren. Seit 1997 führt das Institut für Archäologien der Leopold-Franzens-Universität Innsbruck hier alljährlich Grabungskampagnen durch. Nach heutigem Stand der Forschung kann Ascoli Satriano als typisch daunisches Zentrum mit Siedlungsgruppen auf Anhöhen, Abhängen und in der Ebene samt den mit ihnen eng zusammenhängenden Nekropolen bezeichnet werden.

Für diese Grabungsreise gibt es deutschsprachige Reiseleitung und deutschsprachiges wissenschaftliches Team, jedoch italienische Küche 🙂 Wir wohnen wie jedes Jahr ca. 2,5 km von der Altstadt von Ascoli Satriano entfernt in der Bungalowanlage „Agriturismo La Faragola“, die über Restaurant, Pizzeria und mehrere Pools verfügt – ein herrlich kühlender „Köpfler“ nach Grabungsschluss ist damit garantiert.

Programmablauf:

1. Tag: Individuelle Anreise.
Individuelle Anreise nach Ascoli Satriano oder Flug von München nach Bari. Sie werden auf Wunsch vom Flughafen Bari mit dem Grabungsbus abgeholt. Am Abend Treffen der Teilnehmer und gemeinsames Abendessen mit dem Gruppenbetreuer in der Altstadt von Ascoli Satriano.

2. Tag: Exkursion nach Manfredonia
Busfahrt nach Manfredonia. Besichtigung des erst vor wenigen Jahren neu gestalteten Nationalmuseums von Manfredonia das eine einzigartige Sammlung sog. daunischer Stelen zeigt. Da figürliche Szenen in der daunischen Kunst weitestgehend fehlen und die Daunier auch keine Schrift verwendet haben, sind die Reliefs auf diesen Grabsteinen wertvolle Quellen für das Alltagsleben der Daunier, ihre Riten, den Krieg oder die Jagd. Anschließend kurzer Rundgang in der staufischen Festung, in der das Museum untergebracht ist. Am Nachmittag Fahrt nach Canosa di Puglia, wo mehrere tief in den Boden eingebaute Erdgräber (Hypogäen) aus dem 4. und 3. Jh. v. Chr. zu besichtigen sind. Zusätzlich besuchen Sie das Museo Civico Archeologico, das einem speziellen Canosinischen Grab (Tomba delgli Ori) gewidmet ist und in mehreren Räumen einen Teil der unzähligen Grabbeigaben ausstellt. Der hier nicht gezeigte Teil war so kostbar, dass er heute teils im Nationalmuseum in Taranto und teils im Louvre in Paris zu besichtigen ist. Am Abend hält Ihr Reiseleiter einen Vortrag zur Grabungsmethodik, der Sie auf Ihre Tätigkeiten bei der Grabung vorbereiten soll.

3. Tag: Kennenlernen des Grabungsgeländes und praktische Einführung in die Grabungstechnik.
Am Morgen Besichtigung des Archäologischen Parks „Pasquale Rosario“ am Colle Serpente in Ascoli Satriano. Dabei sehen Sie die berühmten daunischen Steinteppiche und erhalten wesentliche Informationen zur Kultur und Geschichte der Daunier und zur Entwicklung des Colle Serpente vom Siedlungsplatz zur Nekropole. Danach Kennenlernen der Grabungsmannschaft. Das Team umfasst rund 20 Personen – österreichische und südtiroler Wissenschaftler, Techniker, Studenten sowie lokale Hilfkräfte. Gemeinsame Begehung der Grabung, dabei Bericht von den Ergebnissen der aktuellen und der letztjährigen Grabungskampagne. Einteilung der Gruppe in die verschiedenen Sektionen der Grabung. Nach einer Mittagspause setzen Sie die begonnenen Freilegungsarbeiten weiter fort. Nach Grabungsschluss gegen 17.30 Uhr werden Sie zurück ins Quartier gefahren.

4. Tag: Fortsetzung der Grabungstätigkeit, am Nachmittag Ausflug nach Melfi
Das Team wie auch der Gruppenbetreuer helfen Ihnen mit Hinweisen und praktischen Tipps, erläutern die Arbeitsschritte und Handgriffe, weisen auf Besonderheiten und erste Anzeichen für Funde hin und erinnern immer wieder an das Mantra „Strohhut und Wasserflasche“. Nicht zuletzt den Laien-Teilnehmern ist es zu verdanken, wenn wertvolle Artefakte wissenschaftlich korrekt geborgen werden können, bevor Grabräuber (“Tombaroli”) im Dunkel der Nacht ans Werk gehen. Am späteren Nachmittag brechen Sie ins Städtchen Melfi auf. Ihr Reiseleiter führt Sie durch die prächtige antike Sammlung des dortigen Museums, das in einer Staufischen Burg beheimatet ist, die hoch auf dem Hügel von Melfi thront.

5. Tag: Fortsetzung der Grabungstätigkeit, am Nachmittag Modul Keramikherstellung.
Nach dem Frühstück fahren Sie wieder zum Grabungsgelände und setzen Ihre Freilegungstätigkeit fort. Ein Mitglied des Teams erklärt die Praxis des Vermessungswesens direkt am Tachymeter. Nach der Mittagspause beginnt das Modul „Experimentelle Archäologie“. 2017 werden wir Ihnen das Thema „Antike Keramikherstellung“ in Theorie und Praxis vorstellen. Sie beschäftigen sich vertiefend mit der Entstehungsgeschichte der Töpferei und der Entwicklung des Handwerks quer durch die Zeit. Das Gefühl, Teil einer jahrtausendealten handwerklichen Tradition zu sein, lässt das Leben in der Antike in gänzlich neuem Licht erscheinen. Nach Grabungsschluss Rückfahrt ins Quartier.

6. Tag: Fortsetzung der Grabungstätigkeit
Sie besuchen das Grabungsdepot und die Restaurierungswerkstatt im ehemaligen Museum Ascolis. Vortrag über die vielfältigen Methoden und Herausforderungen für das Restauratoren-Team; dabei sehen Sie herausragende Fundstücke und können wertvolle Artefakte selbst in die Hand nehmen. Danach Fahrt zur Grabung. Am Nachmittag arbeiten Sie nur bis 16 Uhr, denn Frau Dr. Larcher führt Sie durch das örtliche Museum von Ascoli Satriano, in dem bedeutende Funde auch der aktuellen Grabungskampagnen zu besichtigen sind.

7. Tag: Fortsetzung der Grabungstätigkeit
Nach dem Frühstück fahren Sie zum letzten Mal auf die Grabung und legen noch einmal Hand an. Nach der Mittagspause beenden Sie Ihre Grabungstätigkeit und besprechen mit dem Gruppenbetreuer und den leitenden Archäologen die Arbeit der vergangenen Woche, wobei der der eine oder andere Bereich noch weiter bearbeitet werden muss. Einmal noch genießen Sie den herrlichen Weitblick von der Grabung und schauen zur Festung von Ascoli hinauf. Sie verabschieden sich von der Grabungsmannschaft. Am Abend findet bei einem gemeinsamen Abendessen in der Altstadt ein kleines Abschlußfest statt. Dr. Astrid Larcher und Mag. Manuele Laimer überreichen Ihnen Ihre Grabungsurkunde mit der Bestätigung der erworbenen Kenntnisse.

8. Tag: Ab- bzw. Rückreise.
Individuelle Abreise oder Transfer zum Bahnhof Foggia oder zum Flughafen von Bari für den Rückflug nach München.

Wichtige Hinweise!
Bitte beachten Sie, dass es erforderlich werden kann, das geplante Programm aus wissenschaftlichen, organisatorischen oder auch meteorologischen Gründen zu ändern. Ihr Gruppenbetreuer wird sich bemühen, solche Änderungen umgehend mitzuteilen und für adäquaten Ausgleich zu sorgen.
Ein noch ausführlicheres Detailprogramm, Bilder und eine Landkarte sowie wichtige technische Hinweise und eine Ausrüstungsliste, die Sie unbedingt lesen sollten, bekommen Sie auf Anfrage von der ARGE Archäologie unter

http://www.arge-archaeologie.at/programm-2017/grabung-ascoli/

Süditalien ist sowohl für Studienreisende als auch für Erholungssuchende ein Eldorado. Schon nach dem Ende der ersten der beiden ausgeschriebenen Grabungswochen ist die touristische Hochsaison bereits im Abklingen, so dass man an den Besichtigungspunkten und in den Restaurants weniger Gedränge hat. Aber das Meer ist noch warm (und nahe) und die Sonne hat noch viel Kraft. So sind also beste Voraussetzungen für ein genussvolles Vor- oder Anschlussprogramm gegeben. Bei Interesse fragen sie im Büro des Akademischen Reisedienstes; wir werden Ihnen mit Rat und Tat weiterhelfen. Selbstverständlich unterstützen wir Sie auch bei der Planung und Organisation Ihrer An- und Abreise.

Reiseleitung: Christoph Doppelhofer MA, Archäologe

Termin:

Termine sind in Vorbereitung!

Pauschalpreis: € 1.680,–  (ab/bis Bari)
Kleingruppenzuschlag bei 3 – 4 Teilnehmern: 15%

Inbegriffen:
Die Transfers und Rundfahrten gemäß Programm
 Die Besichtigungen (einschließlich der Eintrittsgebühren)
Die Nächtigungen in Zweibettzimmern in einer nahe gelegenen Bungalowsiedlung (Du/WC oder Bad/WC)
Die Halbpension
(Frühstück und Mittagsimbiss auf dem Grabungsgelände)
Die wissenschaftlichen Vorträge
Die deutsch sprechende Reiseleitung

Einbettzimmerzuschlag pro Nacht: Bitte fragen Sie in unserem Büro nach

Teilnehmerzahl: mindestens 5 höchstens 8 Personen

Es gelten die Allgemeinen Reisebedingungen in der letztgültigen Fassung unter Zusatz der auf der Rückseite unseres Anmeldebogens angeführten Punkte. Veranstalter-Nr. 2003/0011.