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Wie allgemein bekannt, haben die Römer seinerzeit die gesamte Apenninen-Halbinsel (und auch andere Teile Europas) mit einem hervorragenden Netz von Fernstraßen überzogen. Eine vielleicht weniger bekannte, aber sehr wichtige führte den Po entlang: die VIA AEMILIA. Aus römischer Zeit ist jedoch nicht so viel erhalten, wie in anderen Teilen Italiens. Heute reihen sich ihr entlang Kunst- und Kulturschätze zum größten Teil aus der Zeit vom Mittelalter bis in die Neuzeit; genau diese, zu einem guten Teil auch von der UNESCO gewürdigten Kleinodien Oberitaliens sind das Ziel dieser Fahrt.

1. Tag: Wien – Mailand – Piacenza
Flug von Wien nach Mailand, von dort mit dem Bus nach Piacenza, am Zusammenfluss von Po und Trebbia gelegen. Besichtigung: Altstadtzentrum mit der Piazza Cavalli, dem gotischen Palazzo del Comune und dem typischen lombardisch-romanischen Dom (1122-1233).

2. Tag: Piacenza – Busseto – Parma
Nach dem Frühstück Weiterfahrt nach Busseto, Geburtsort und Heimat von Giuseppe Verdi. Besuch einiger "luoghi verdiani" (Plätze, die mit dem Leben und den Werken des großen Komponisten verbunden sind): Am Anfang die Rocca Pallavicino, ein früher komplett von Wassergräben umgebenes Schloss, das seit dem Mittelalter dem Adelsgeschlecht der Pallavicini gehörte, die auch die Gründer der Stadt waren. Die Rocca beherbergt heute das Rathaus der Gemeinde Busseto sowie das Teatro Giuseppe Verdi (300 Plätze, schon zu seinen Lebzeiten gebaut). Die Villa Pallavicino ist ein ebenfalls von den Pallavicini errichteter Renaissancebau mit einer großzügigen Parkanlage. Sie gilt als eines der prachtvollsten Renaissanceschlösser in der Region und beherbergt heute das Museo Nazionale Giuseppe Verdi. Weiterfahrt nach Parma: Stadtbesichtigung mit dem romanischen Dom Santa Maria Assunta mit Veränderungen im Inneren aus der Renaissance, gotischen Fresken in den Seitenkapellen und einem perspektivisch interessanten Fresko von Correggio in der Kuppel (Mariä Aufnahme in den Himmel). Das achteckige Baptisterium aus dem 13. Jahrhundert hat eine Fassade aus rosa Veroneser Marmor. Das Benediktinerkloster San Giovanni Evangelista, hat eine nach einem Brand im 15. Jh. neuerbaute Abteikirche mit manieristischer Fassade und einem Kuppelfresko von Correggio. Zum Abschluss des Tages Besuch des Palazzo della Pilotta aus dem 16. Jh. mit dem Teatro Farnese aus dem 17. Jh. sowie des Teatro Regio di Parma, 1829 von Marie-Louise von Österreich (zu dieser Zeit schon Herzogin von Parma und Piacenza) beauftragt und eingeweiht.

3. Tag: Parma – Canossa – Modena
Weiterfahrt nach Modena, unterwegs besichtigen wir die Burganlage von Canossa (Investiturstreit 1077!) und Reggio Emilia (großartiger, moderner Bahnhof, Dom). Die Universitätsstadt Modena, die am Fuß des Apennin-Gebirges liegt, ist Hauptproduktionsort von Maserati und Ferrari.

4. Tag: Modena – Bologna – Ferrara
In Modena Besichtigung des Stadtzentrums: Piazza Grande mit ihrem romanischen Dom San Geminiano und dem 88 m hohen, restaurierten Campanile. 1997 wurde dieses Architekturensemble von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt. Der Torre Ghirlandina (dt. kleine Girlande; 12.-14. Jh.) ist heute das Wahrzeichen Modenas. Dem Dom gegenüber befinden sich der Palazzo Communale (Rathaus) und die Synagoge. Weiterfahrt zur ältesten Universitätsstadt Italiens, nach Bologna. Die Altstadt wurde zum Großteil aus Backstein errichtet, mit romanischen und gotischen Kirchen. Das Baumaterial hat der Stadt den Beinamen „La Rossa“ eingetragen; der könnte aber auch politische Gründe haben. Wahrzeichen der Stadt sind die zwei schiefen und unglaublich hohen Geschlechtertürme „Torre Garisenda“ und „Torre degli Asinelli“. Als Zentrum der Stadt gilt die Piazza Maggiore mit dem Neptunbrunnen und der Basilika San Petronio. Die älteste Kirche Bolognas, die byzantische Basilika di Santo Stefano mit Klosterkomplex besuchen wir natürlich auch. Weiterfahrt nach Ferrara.

5. Tag: Ferrara – Faenza – Ravenna
Besuch der Renaissance-Altstadt in Ferrara (UNESCO – Weltkulturerbe). Ferrara ist Universitätsstadt, Krankenhauszentrum und beliebtes Ziel für Fahrradtouristen. In der von Mauern umgebenen Altstadt ist insbesondere das Castello Estense mit seinen Wassergräben von Bedeutung (14. und 16. Jh.), sowie die romanisch-gotische Kathedrale mit ihrem unvollendeten Kampanile (begonnen 1135). Renaissance-Adelspaläste, wie Palazzo dei Diamanti, ein prachtvoller Bau mit seiner Fassade aus tausenden weißen und rosa Marmor-Prismen, bekannt auch von Kunstausstellungen von internationalem Rang sowie der Palazzo Schifanoia, mit seinen Fresken in der Sala dei Mesi (Monatssaal). Weitere Besichtigungspunkte sind das Teatro Communale/Opernhaus (1798), das Archäologische Nationalmuseum (Museo Archeologico Nazionale di Ferrara) und das Museum der Kathedrale. Letzteres ist in der ehemaligen Kirche San Romano untergebracht und glänzt mit sakralen Kunstschätzen (z.B. die von Cosmè Tura geschaffenen antiken Flügel der Orgel der Kathedrale). Wieder den Po entlang erreichen wir Faenza; Besichtigung der Altstadt mit dem Palazzo del Podestà sowie dem mittelalterlichen Rathaus. Der zentrale Platz im Ortskern ist flankiert von zwei Arkadengängen, wovon einer an den einzelnstehenden Glockenturm (Campanile) mit freihängendem Läutwerk angrenzt. Duomo di San Pietro, ebenfalls aus Backstein, im Dom befindet sich das Grab des Kirchenlehrers Petrus Damiani, der 1072 in Faenza starb. Faenza beherbergt ein Internationales Keramikmuseum, das Stücke aus aller Welt und aus allen Epochen zeigt. Weiterfahrt nach Ravenna.

6. Tag: Ravenna
Ganztägige, intensive Besichtigung der Stadt. Ravennas frühchristliche Kirchen, Taufkapellen, Mausoleen und Mosaiken aus dem 5. und 6. Jh. wurden 1996 in das Weltkulturerbe der UNESCO aufgenommen. Wir besuchen die Kirchen S. Croce, S. Maria Maggiore (5. Jh.),S. Eufemia, S. Giovanni Battista , die Piazza del Popolo, das Städtische Kunstmuseum, die Gemeinde-Pinakothek, die Lombardische Loggia (1508) und das Nationalmuseum. Höhepunkt ist die Besichtigung des Grabmals der Galla Placidia mit einmaligem Mosaikenschmuck. Am späten Nachmittag kurzer Ausflug zum sog. Grab des Theoderich.

7. Tag: Ravenna – Rimini – Bologna – Wien
Nach dem Frühstück Weiterfahrt an die italienische Adriaküste und das Ende der Via Aemilia, nach Rimini. Bekannter Badeort mit Mininaturpark und schöne Altstadt. Besichtigung des Tempio Malatestiano, die Kathedralkirche Riminis; ihren Namen hat sie vom Auftraggeber ihrer Umgestaltung: Sigismondo Pandolfo Malatesta, vulgo "Der Wolf von Rimini". Dieser Renaissancefürst (mit herzlich schlechter Nachrede) bestimmte die ehemalige schlichte Franziskanerkirche zum Mausoleum für sich und seine dritte Ehefrau. Die Fontana della Pigna (Pinienzapfen-Brunnen) befindet sich auf der Piazza Cavour, sie wurde 1400 von Giovanni da Carrara konstruiert. Ein römischer Triumphbogen aus der Zeit des Kaisers Augustus (Arco di Augusto) und auch die Ponte d’Augusto genannte Brücke aus der Zeit des römischen Kaisers Tiberius sind weitere Zeugnisse einer langen bewegten Stadtgeschichte. Rückfahrt nach Bologna und Rückflug nach Wien.

Termin:

Termine sind in Vorbereitung!

Reiseleitung: Mag. Elizabetta Dal Bello

Pauschalpreis: € 1.450,–

Inbegriffen:
die Linienflüge Wien – Mailand/Bologna – Wien (AUA)
die zugehörigen Flughafen- und Sicherheitsgebühren
die notwendigen Transfers bzw. die Ausflüge mit einem modernen Autobus
die Nächtigungen in Zweibettzimmern in guten Hotels (Du/WC oder Bad/WC)
die Halbpension (Abendessen / Frühstück)
die Besichtigungen mit den Führungen und Erklärungen
die Eintrittsgebühren
wo erforderlich die Betreuung durch lokale BegleiterInnen
die qualifizierte Studienreiseleitung durch einen Akademiker oder anderen Fachmann

Einbettzimmerzuschlag pro Nacht: € 44,–

Teilnehmerzahl: mindestens 12, höchstens 25 Personen

Es gelten die Allgemeinen Reisebedingungen in der letztgültigen Fassung unter Zusatz der auf der Rückseite unseres Anmeldebogens angeführten Punkte. Veranstalter-Nr. 2003/0011.