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Diese Reise führt zu beeindruckenden archäologischen Fundstellen und Denkmälern der Antike. Ein Teil dieser Stätten wurde erst in jüngster Vergangenheit entdeckt und in vorbildlicher Weise museal aufbereitet. Schicksalsorte der griechischen und römischen Geschichte werden ebenso besucht wie eine Reihe der schönsten und stimmungsvollsten Bauten des östlichen Christentums. Der Abschluss der Reise ist eine ausführliche Besichtigung der interessantesten Punkte von Korfu, insbesondere des Achilleion. Zahlreiche Aussichtspunkte und immer wieder Möglichkeiten zum Baden im Meer bieten Entspannung und Abwechslung zum anspruchsvollen Kulturprogramm.
Achtung: Wegen der nicht langfristig vorhersehbaren Fahrpläne der Fähre nach Samothrake kann es erforderlich sein, Umstellungen des gesamten Programms vorzunehmen. Sollte auch dadurch der Besuch von Samothrake bzw. der Ausgrabungen dort innerhalb unseres Zeitbudgets nicht möglich sein, findet alternativ ein Besuch der Insel Thasos statt.

1. Tag:    Flug Wien – Thessaloniki; Hoteltransfer. Erkundungsspaziergang im Stadtzentrum der pulsierenden ¾ Millionen-Stadt; am Abend evtl. Besuch eines Rembetiko-Lokals (Rembetiko = Musik der aus der Türkei in den 20er Jahren zwangsausgesiedelten Griechen) oder des Vergnügungsviertels Ladádika. Seit Thessaloniki 1996 Europäische Kulturhauptstadt war, präsentieren sich die Kirchen und Museen der Stadt in hervorragendem Zustand.

2. Tag:    Fahrt nach Osten, ein kleines Stückchen auf die Chalkidike; es geht nach Stageira, Geburtsort von Aristoteles. Da es zwei Orte des gleichen Namens im Abstand von 16 km gibt und beide den großen Philosophen für sich reklamieren, besuchen wir beide. Weiter nach Amphipolis („Löwe von Amphipolis“). Bis vor drei Jahren war der riesige steinerne Löwe eine zusammenhanglos in der Gegend stehendes Monument. Nunmehr scheint gesichert, dass er Teil eines  pompöses Grabmals aus hellenistischer Zeit war. Die Ausgräber sind noch am Werk; vorerst kann man nur eine virtuelle Besichtigung vornehmen:
http://io9.com/take-a-virtual-trip-through-the-amphipolis-tomb-in-its-1684700630
Weiterfahrt durch fruchtbare Ebenen mit Reisanbau und Obstkulturen nach Philippi (Reste der großen Basilika aus dem 5. Jh., die wohl in Zusammenhang mit der Gründung der ersten christlichen Gemeinde auf europäischem Boden durch den Apostel Paulus zu sehen ist). Weiterfahrt nach Alexandroupolis. Je nach Fahrplan der Fähre am Abend oder am nächsten Morgen Überfahrt auf die Insel Samothrake.

3. Tag:    Samothrake, Insel der Kabiren-Mysterien; Besuch des Heiligtums der „Großen Götter“ eines beeindruckenden Grabungsfelds, in dem Gebäude vom 7. Jh. vor bis zum 3. Jh. nach Christus aufgedeckt wurden. 1863 wurde hier die berühmte Nike (heute im Louvre) gefunden. Evtl. Bad in den Schwefelthermen von Loutra oder Wanderung zum Gria Vathra Wasserfall. Je nach Fahrplan Rückfahrt am Nachmittag oder am nächsten Morgen mit der Fähre Samothrake – Alexandroupolis. Fahrt durch türkisch besiedeltes Gebiet über Porto Lago (St. Nikolauskirche) nach Kavala, Hauptumschlagplatz Nordgriechenlands für Tabak; balkan-idyllisch wirkende Altstadt, überragt von einem römischen Aquädukt. Evtl. Besuche des Mehmet-Ali-Hauses und/oder des Archäologischen Museums, in dem vor allem die römischen Skulpturen aus dem nahe gelegenen Philippi die Aufmerksamkeit auf sich ziehen. Weiter nach Thessaloniki (Nächtigungsort).

Alternativprogramm:
Am Nachmittag des 2. Tages Besichtigung von Kavala (s.o.) und Weiterfahrt nach Keramoti (Übernachtungsort).

3. Tag:    Thasos, Marmorinsel seit der Antike. Am Morgen mit der Fähre nach Limenas und Besichtigung das Ausgrabungsgelände der antiken Großstadt Thasos (5. Jh. v. Chr. 20.000 EW; dzt. ca. 3.500). Danach Rundfahrt um die ganze Insel entlang der Küste mit mehreren Stops. Den längsten Aufenthalt haben wir in Aliki. Auf der gleichnamigen etwa 600 m langen Halbinsel wurde über ein Jahrtausend lang Marmor abgebaut und gleich direkt auf Schiffe verladen. Eine kleine Wanderung auf der Halbinsel führt uns nicht nur zu den hochinteressanten Resten dieses antiken Großindustriebetriebs sondern auch zu einem Heiligtum aus archaischer Zeit und frühchristlichen Bauresten. Im Frühling blühen hier Zwergorchideen. Wer will, kann sich auch vom wunderschönen flachen Strand aus ins Wasser begeben. Weiters Besichtigung des Erzengel-Michael-Klosters, das in spektakulärer Lage an einem Steilabbruch zum Meer gebaut wurde (18.Jh.). Kostbarste Reliquie ist ein Fragment eines Nagels von der Kreuzigung Christi. Rückfahrt mit der Fähre aufs Festland und Fahrt zurück nach Thessaloniki (2 Übernachtungen).

4. Tag:    Thessaloniki: Weißer Turm (hochwertige Ikonensammlung), Galeriusbogen, Rotonda/Kirche St.Georg, Forum, Demetriosbasilika, Agia Sophia, Acheiropoietos, Archäologisches Museum (mit seinen Funden aus der zweiten Hälfte des 20. Jh. dem altehrwürdigen Nationalmuseum in Athen durchaus vergleichbar) und Byzantinisches Museum. Die frühchristlichen und byzantinischen Bauten der Stadt sind Teil des UNESCO-Weltkulturerbes.

Nordgriechenland - Landkarte mit Reiseroute westlich von Thessaloniki5. Tag:    Von Thessaloniki nach Pella (Residenz der makedonischen Könige; hier unterrichtete Aristoteles den jungen Alexander; umfangreiche Ausgrabungen des Palastbezirkes und der Stadt, im Museum: Kieselmosaike). Weiter nach Vergina. Hier wurden 1977 unter einem 13m hohen Grabhügel von 110 m Durchmesser drei Gräber freigelegt (UNESCO-Weltkulturerbe). Das wichtigste war das Philipps II, Vater Alexander des Großen. Vergina ist die alte Königsstadt Makedoniens. Es existieren neben dem Theater und dem Königspalast noch zahlreiche weitere Ausgrabungsfelder. Die Besichtigungsmöglichkeiten müssen jeweils ad hoc erfragt werden. Weiterfahrt nach Westen – im Gesichtsfeld erscheinen die Gebirgsketten des Pindus, das Klima ist hier viel rauer als in der Thessalischen Ebene. Auf der Autobahn quer durch den Pindus mit Stop in Metsovo auf 1160 Meter Höhe. Der Ort am Übergang von den Landschaften Makedonien zu Epirus hat sich ganz auf den Fremdenverkehr eingstellt. Im Winter beherbergen die vielen Hotels Schifahrer, im Sommer Wanderer und alle jene, die der Hitze des Tieflands hierher entfliehen. Dann weiter nach Ioannina (Übernachtungsort), schön am Ufer eines Sees gelegen. Inmitten des Sees liegt idyllisch eine kleine Insel.

6. Tag:    Der Vormittag ist der Besichtigung der Altstadt von Ioannina gewidmet: Innenbesichtigung der Burg aus dem 14. Jh. (Stadtmuseum in der ehem. Moschee), Bootsfahrt zur autofreien Klosterinsel. U. a. 2 kleine Frauenköster mit freskengeschmückten Kirchen ("Philosophenfresken") sowie das Panteleimon Kloster (Fresken von 1530), in welchem der schwer verletzte Ali Pascha Tepelene seine letzten Tage verbracht hat. Am Nachmittag Fahrt in den Vikos-Aoos Nationalpark nach Monodendri um einen Blick in die wildromantische Zagoria-Schlucht zu werfen. Dann zu den Steinbrücken von Kipi, wunderschön geschwungene türkische Brücken aus dem 17.Jh.: Baujuwele aus der Zeit der Seldschuken. Weiter nach Igoumenitsa und mit einer späten Fähre nach Kerkyra auf Korfu (2 Übernachtungen). Die Überfahrt dauert etwa 90 Minuten.

7. Tag:    Die Altstadt von Kerkyra ist eine Schöpfung der Venezianer, die rund 600 Jahre lang die Insel beherrschten (UNESCO-Weltkulturerbe). Wir flanieren gemütlich durch die Gässchen, schauen in die St. Spyridon-Kirche, in der zu Ostern die Reliquie des Heiligen ausgestellt ist, und von den Wällen der Festung auf das Meer hinunter und besuchen das Archäologische Museum (dzt. wegen Renovierung geschlossen – Wiedereröffnung wurde seit Frühjahr 2014 bereits mehrmals verschoben), das eine kleine aber sehr qualitätvolle Sammlung zeigt; insbesondere den Gorgo-Fries. Alternativ dazu Möglichkeit zur Besichtigung des Byzantinischen Museums in der Antivouniotissa-Kirche. Am Nachmittag Fahrt zum Achilleion, ein Palast im pompejischen Stil, den sich Elisabeth von Österreich („Sisi“) auf ihrer „Lieblingsinsel“ Korfu erbauen ließ und der im Jahr 1907 vom deutschen Kaiser Wilhelm II. gekauft wurde. Zum Abschluss fahren wir zum sog. Kaiserthron, eine Aussichtberg beim Ort Pélekas, von dem es einen atemberaubenden Ausblick auf die Insel gibt.

8. Tag:    Am Morgen mit der Fähre zurück aufs Festland. Besichtigung von Dodona mit dem Tempelbezirk des Eichenorakels (ältestes bekanntes Orakel Griechenlands). Weiterfahrt nach Kalambaka (Nächtigungsort); Besichtigung von zwei oder drei der Meteora–Klöster (UNESCO-Weltkulturerbe), vor allem Varlaam mit seinen berühmten Fresken. Am Abend noch Besichtigung der alten Metropolitenkirche aus d. 12. Jh. in Kalambaka.

9. Tag:    Rückfahrt über Elassóna und Kateríni, also entlang der westlichen Umfahrungsstraße des Olymp nach Thessaloniki. Am Nachmittag in Thessaloniki (Nächtigungsort) ggf. restliche Besichtigungen oder je nach Öffnungszeiten Besichtigung des Geburtshauses von Kemal Atatürk und einer oder zwei der kleineren versteckt liegenden alten Kirchen (z.B. Dodeka Apostulos an der westlichen Stadtmauer) oder des Platadon Klosters in der alten Oberstadt, mit herrlichem Blick hinunter auf das moderne Stadtzentrum am Meer.

10. Tag:    Rückflug von Thessaloniki nach Wien.

Termin:

Termine sind in Vorbereitung!

Reiseleitung: N.N.

Pauschalpreis:
EUR 2.210,–   bei 4 Personen
EUR 1.980,–   bei 5 Personen
EUR 1.830,–   bei 6 Personen
EUR 1.720,–   bei 7 Personen
EUR 1.640,–   bei 8 Personen
(maximale Teilnehmerzahl)

Inbegriffen:
die Linienflüge Wien – Thessaloniki – Wien
die Flughafen- und Sicherheitsgebühren
die Busrundreise in einem Minibus mit 8+1 Sitzen
die Nächtigungen in Zweibettzimmern in guten Hotels (Du/WC oder Bad/WC)
die Halbpension (Abendessen / Frühstück)
die Besichtigungen mit den Führungen und Erklärungen
wo erforderlich die Betreuung durch lokale BegleiterInnen
die qualifizierte Studienreiseleitung durch einen Akademiker oder anderen Fachmann

Einbettzimmerzuschlag pro Nacht: € 30,–

Teilnehmerzahl: mindestens 4, höchstens 8 Personen 

Es gelten die Allgemeinen Reisebedingungen in der letztgültigen Fassung unter Zusatz der auf der Rückseite unseres Anmeldebogens angeführten Punkte. Veranstalter-Nr. 2003/0011.