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Ausgehend von der Feinschmeckerhochburg Lyon führt diese Reise zuerst in das Gebiet der altrömischen Provinz Gallia Narbonensis bis ans Mittelmeer. Hier besuchen wir eine Reihe von weltberühmten antiken Bauten, darunter das Theater in Orange, den Pont du Gard und die Arenen in Arles und Nîmes. Die herrliche Landschaft und das warme Klima Südfrankreichs haben auch nach dem Ende des Imperium Romanum dafür gesorgt, dass viele der alten Städte kontinuierlich florierten und sich weltliche und kirchliche Potentaten niederließen, ebenso wie zahlreiche Künstler (Cezanne und Van Gogh, um zwei der berühmtesten zu nennen). Die Baudenkmäler aus Romanik und Gotik stehen den antiken in nichts nach und auch die Gegenwartsarchitektur ist mit glänzenden Beispielen vertreten (Seit neuestem in der Europäischen Kulturhauptstadt 2013 – Marseille). Ein Ausflug führt uns in die Camargue, und auf der Rückreise nach Lyon kommen wir bis nach Toulouse und Albi (Toulouse-Lautrecs Geburtsstadt) und auch in die Auvergne, eine lebensfeindliche aber höchst pittoreke Landschaft, die zum vulkanischen Zentralmassiv gehört. Letzter Höhepunkt ist „Vulcania" – gelungene Synthese zwischen moderner Architektur, Erlebnispark und Naturkunde-Museum.

 1. Tag: Flug von Wien nach Lyon. Je nach Ankunftszeit erste Besichtigung(en) in der Altstadt (UNESCO Weltkulturerbe) Basilique Notre Dame de Fourvière (historistisch) und Cathédrale Saint-Jean-Baptiste (romanisch und gotisch, im Stadtviertel Vieux Lyon). Vieux Lyon ist von den "Traboules" durchzogen, innerhalb der Häuser und Blöcke liegende Gänge und Passagen, durch die man Tücher und Stoffe regengeschützt transportieren konnte. Besuch des „Musée historique des Tissus“.

2. Tag: Am Vormittag ggf. restliche Besichtigungen in Lyon.  Fahrt nach Süden: Vienne, der unversehrt erhaltene Tempel (25 v. Chr.), die Kirchen Saint-Pierre (6.-9. Jh.) und Saint-Maurice – Valence, romanische Kathedrale Saint-Apollinaire, im ehem. Klosterhof das „Pendentif“ (ein Renaissancegrabmal), schöne Renaissance-Bürgerhäuser – Saint-Réstitut, herrliche romanische Kirche – Vaison-la-Romaine, gegenwärtig die größte französische archäologische Ausgrabungsstätte. Das Stadtgebiet ist dreigeteilt. Im Norden liegt die antike römische Stadt, im Süden die von einem Schloss überragte Stadt des Mittelalters. Dazwischen die Stadt der Neuzeit mit der ehemalige Kathedrale „Notre Dame“ (6. oder 7. Jh., im 11. – 12. Jh. umgebaut) – Orange (5 Nächtigungen).

3. Tag: Orange; aus gallo-römischer Zeit stammen das römische Theater, das wohl am besten erhaltene in ganz Europa, und ein reich geschmücktes Monumentaltor. Tagesausflug in das Gebiet, in dem seit dem 13.Jh. die Päpste große Ländereien besaßen. Châteauneuf-du-Pape: Ruine der päpstlichen Sommerresidenz. Der hier erzeugte Rotwein hat den Namen des Ortes international bekannt gemacht. – Avignon (95 TEW), eine der wenigen größeren Städte, deren mittelalterliche Stadtummauerung fast vollständig erhalten ist. Die gesamte Altstadt einschließlich der Brücke Pont St. Bénézet ("Sur le Pont d’ Avignon") zählt zum UNESCO-Weltkulturerbe.

4. Tag: Ausflug: Villeneuve-les-Avignon (Tour de Philippe le Bel, Port St. André, die mächtige Trutzfeste der französischen Könige). Tarascon und Beaucaire (Doppelstadt zu beiden Seiten der Rhône, jede mit spätmittelalterlichem Schloss Montmajour, ausgedehnte Reste einer ehemaligen Abtei aus dem 10. Jh.). Fontvieille (Römische Aquädukte und die Reste einer kleinen antiken Mühle). Anschließend Besuch von Daudet’s Mühle „Lettres de mon moulin“).  Auffahrt auf die Hügelkette der Alpilles, die, obwohl kaum 400 m hoch, hell, schroff und kahl die fruchtbare Ebene beherrschen. Weiter in das zauberhafte Mini-Städtchen Les Beaux de Provence am Südhang. Weiter nach Staint-Rémy (Römisches Mausoleum, Reste eines Triumphbogens sowie die hochinteressanten Ruinen der gallo-griechischen Siedlung Glanum).

5. Tag: Ausflug: Marseille – griechische Gründung mit Cannebière, Promenade de la Corniche, alter Hafen, Kirche Notre Dame de la Garde. Die Stadt hat für ihren Auftritt als Europäische Kulturhauptstadt 2013 neben dem ältesten Viertel der Stadt am alten Hafen ein Mega-Stadtrenovierungsprojekt realisiert. ( MUCEM: Museum für die europäische und mittelmeerische Zivilisation und CEREM, Centre Regional de la Mediterranée) – Aix-en-Provence, älteste römische Stadtgründung auf gallischem Boden und historische Hauptstadt der Provence. Altstadtbummel mit Kathedrale Saint-Sauveur (Baptisterium mit Teilen aus dem 4. Jh.!) sowie Saint-Jean-de-Malte, älteste gotische Kirche der Provence und Cours Mirabeau, eine Prachtstraße des 17. Jh.

6. Tag: Weiter zum Pont du Gard, berühmtestes römisches Aquädukt – Nîmes: Amphitheater aus der Zeit des Augustus, Maison Carrée, Tempel der Diana und Reste der antiken Stadtmauer. – Arles: Trotzdem der Name der Stadt wenig einladend ist: "Arelate", keltisch, bedeutet „Sumpfort“, ist die Stadt eine der schönsten ganz Frankreichs: Romanische Kirche St.Trophime, Amphitheater (Arena), römischer Friedhof „Aliscamps“, die Ruinen des „théatre antique“, Reste der römischen Stadtbäder, Obelisk auf der Place de la République, Reste der Stadtmauern.

7. Tag: Über Staint-Gilles (Abteikirche 8. Jh.) nach Saintes-Maries-de-la-Mer. Dabei Fahrt durch die menschenleere Sumpf- und Wiesenlandschaft der Camargue, die zu den eigenartigsten und romantischsten von ganz Frankreich zählt. Die einschiffige romanische Kirche des Örtchens (Wallfahrten!) ist festungsartig ausgebaut. – Aigues-Mortes, im 13. Jh. gegründet, mit Tour de Constance, Umwallung mit 20 Türmen und 10 Toren, die noch heute vollständig erhalten sind. Dann 150 km Fahrt bis Carcassonne (Übernachtungsort). Die kleine Altstadt ist ein Mittelalter-Juwel, UNESCO Weltkulturerbe und absoluter Touristenmagnet.

Rechte GNU Urh Eric Pouhier8. Tag: Nach frühem Start Besichtigung von Toulouse. Die viertgrößte Stadt Frankreichs wird aufgrund ihrer vielen historischen Bauten mit unverputzten sanftrosa Ziegelmauern auch "la ville rose" genannt. Besichtigung von Saint-Sernin (11. – 13. Jh., größter erhaltener romanischer Kirchenbau Frankreichs) sowie der Jakobinerkirche (Palmettengewölbe, seit 1369 Grab des Hl. Thomas von Aquin). Weiters Besichtigung des Kapitols (= Rathaus). – Albi mit einer Brücke aus dem 11. Jh. und der Kathedrale Sainte-Cécile (opulente Wandmalereien). Das Bauensemble des Bischofsviertels ist UNESCO-Weltkulturerbe. Im Bischofspalast befindet sich ein Museum, welches dem in Albi geborenen Maler Henri de Toulouse-Lautrec gewidmet ist. Nach der letzten Besichtigung noch 100 km bis zum Nächtigungsort Rodez (Kathedrale Notre-Dame).

9. Tag: Fahrt von Rodez nach Millau; nördlich davon erstrecken sich die Gorges de Tarn, die 400 bis 500 m tiefen Tarnschluchten (Naturschutzgebiet). Wir fahren etwa 35 km flussaufwärts bis Sainte-Enimie. Die unwirklich anmutende Landschaft ist straßenmäßig gut erschlossen: sowohl auf der Sohle als auch auf halber Höhe oder am obersten Rand finden sich viele Aussichtspunkte. Weiter nach Le Puy-en-Velai (Nächtigungsort). Ausführliche Besichtigung dieser zwischen pittoresken Vulkankegeln gelegenen Kleinstadt, vor allem die Kathedrale aus dem 12. Jh., UNESCO-Weltkulturerbe, und die Kapelle Saint-Michel-d’Aguilhe, 10. Jh., die hoch auf einem Basaltkegel thront.

10. Tag: Abstecher in eine Hochandschaft, menschenleer und voll uralter Kirchen; Abtei von La Chaise-Dieu mit dem berühmten Totentanzfresko. Weiter nach Brioude (Kirche Saint-Julien aus dem 12. Jh.), Lavaudieu (sehr schöner Kreuzgang), Staint-Saturnin und Orcival (wunderschöne romanische Kirchen) bis Clermont-Ferrand (Nächtigungsort). Zwei Bauten stechen in der Stadt hervor: Wir besichtigen die Kathedrale Notre-Dame-de-l’Assomption, "die schwarze Kathedrale", ganz aus porösem Lavagestein erbaut und die romanische Basilika und Wallfahrtskirche Notre-Dame-du-Port.

11. Tag: Fahrt von Clermont-Ferrand nach Saint-Nectaire (Prioratskirche Notre-Dame-du-Mont-Cornadore de Saint-Nectaire aus dem 11. Jh., ein besonders schönes Beispiel der auvergnatischen Romanik). Feinschmecker können sich vielleicht mit einem Stückchen des nach dem Ort benannten berühmten Käses eindecken. Auffahrt auf den Puy de Dôme (1465 m). Dieser steile Bergkegel entstand erst vor etwa 10.000 Jahren. Einem keltischen Heiligtum auf der Spitze folgte in römischer Zeit ein Merkur-Tempel und schließlich eine Wallfahrtskapelle (Ausgrabungen).  Auffahrt mit einer Zahnradbahn. Danach Besuch des Vulkanmuseums "Vulcania", entworfen von Hans Hollein (2002 eröffnet). Der gesamte Besucherbereich liegt – in einen künstlichen Krater eingelassen – unter dem umgebenden Niveau und gibt sich von weitem nur durch einen basaltverkleideten Kegelstumpf zu erkennen. Danach Rückfahrt nach Lyon zum Rückflug mit der letzten Maschine nach Wien.

Termine:

Termine sind in Vorbereitung!

  

Reiseleitung: Mag. Helga Zausinger  u.a.

Pauschalpreis: € 2.100,–

Inbegriffen:
Die Flüge Wien – Lyon – Wien (AUA, Air France, Swiss)
Die Flughafen- und Sicherheitsgebühren
Die Rundreise
Die Nächtigungen in Zweibettzimmern in guten Hotels (Du/WC oder Bad/WC)
Die Halbpension (Frühstück und Abendessen)
Die Besichtigungen mit den Führungen und Erklärungen (ohne eventuelle Eintrittsgebühren)
Die Straßensteuern und Autobahngebühren
Die qualifizierte Studienreiseleitung durch einen Akademiker oder anderen Fachmann

Einbettzimmerzuschlag pro Nacht: € 44,–

Teilnehmerzahl: mindestens 15, höchstens 25 Personen

Es gelten die Allgemeinen Reisebedingungen in der letztgültigen Fassung unter Zusatz der auf der Rückseite unseres Anmeldebogens angeführten Punkte. Veranstalter-Nr. 2003/0011.