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Gerade in jüngster Vergangenheit hat die politische Entwicklung der Ukraine viele Schlagzeilen gemacht. Darüber gerät fast außer Sicht, dass die Menschen dieses Landes friedliebend und gastfreundlich sind und auch unter den momentan sehr schwierigen Umständen vor allem versuchen, ihren Lebensunterhalt zu verdienen und sich und die Ihren unbeschadet zu halten. Lieber heute als morgen möchten sie zu Frieden und wirtschaftlicher Prosperität kommen. Wir Besucher aus dem Westen werden dabei als potentielle Helfer gesehen und bestimmt aus den internen Querelen des Landes herausgehalten.

1. Tag: Flug von Wien nach Odessa.

2. Tag: Odessa hat derzeit 1 Mio. EW und ist der wichtigste Hafen der Ukraine. Gegründet wurde die Stadt erst Ende des 18. Jh., zog aber bald Bewohner von weit her an, insbesondere polnische Juden, die durch die damaligen Teilungen ihrer Heimat entwurzelt worden waren. Besichtigung der auch heute noch von buntem Völkergemisch geprägten Stadt Odessa, mit Primorskij-Boulevard, der berühmten "Panzerkreuzer-Potemkin-Treppe", archäologischem Museum, Opernhaus (von den österreichischen Architekten G. Helmer und F. Fellner gebaut) und Puschkin-Museum. Wir bummeln über die Deribassovska-Straße, in der sich die repräsentativen gründerzeitlichen Bauten, die einst von ausländischen Stararchitekten geplant wurden, nach Jahrzehnten der klassenlosen Agonie mit neuem Leben zu füllen beginnen.

3. und 4. Tag: Flug von Odessa nach Kiew. Im Ballungsgebiet der Stadt leben etwa 4 Mio. Menschen, darunter eine starke russische Minderheit; verlässliche Zahlen darüber fehlen – es könnten bis zu 40% sein, offiziell sind es 17%. Kiew spielt seit seinem durch Dokumente fassbaren Eintritt in die Geschichte (8. Jh.) eine wichtige Rolle als Verkehrsknotenpunkt, Verwaltungszentrum, Ort der (religiösen) Gelehrsamkeit und Produktionsstandort. Die Stadt hatte im Lauf ihrer Geschichte zwei existenzielle Krisen, die erste im 13. Jh., als mongolische Eroberer die Stadt dem Erdboden gleich machten und fast alle Einwohner töteten und im September 1941, als ein fünf Tage währender Großbrand die ganze Stadt ruinierte. Dazu tritt eine Kette von menschlichen Tragödien: immer wieder Judenprogrome (zuletzt das Massaker von Babi Jar, 1941), Verschleppung ganzer Bevölkerungsteile, immer wieder Volksaufstände gegen Polonifizierung und danach Russifizierung sowie die große Hungersnot von 1932/33, die für Millionen Ukrainer den Tod brachte. Aber die sogenannte "Mutter aller russischen Städte" und ihre Bewohner ließen sich von nichts unterkriegen. Heute präsentiert sich Kiew als quirlige prosperierende Metropole im Kampf gegen den überall stauenden Individualverkehr und bietet eine Reihe von erstklassigen Sehenswürdigkeiten. Mehrere Bauwerke, die während der Stalinzeit abgerissen worden waren, wurden in Originalgestalt neu errichtet (z. B. Michaelskloster und Christi-Geburt-Kirche). Die Altstadt liegt am westlichen Ufer des Dnepr und gibt in ihrer Struktur noch immer wieder, dass sich die Stadt ursprünglich aus drei unabhängigen Dörfern entwickelt hat. Dementsprechend gliedert sich die Besichtigung in drei Teile, die je nach Wetter und Öffnungszeiten gereiht werden.
Rundgang durch die "Obere Stadt", die auf steil zum Fluss abfallenden Hügeln liegt. Hier befand sich schon seit dem 10./11. Jh. das befestigte Zentrum, die sog. Jaroslawstadt. Wichtigste Sehenswürdigkeiten sind Goldenes Tor (Mussorgski: Bilder einer Ausstellung!) Sophienkathedrale (UNESCO Weltkulturerbe), Michaelskirche, Denkmal für die Hungertoten 1932/33 und Andreashang, das Kiewer Künstlerviertel, das an den Montmartre in Paris erinnert. Eine zweite Runde führt durch das ehemalige Handelszentrum in der Unterstadt (Bezirk Podil) mit Andreaskirche, Haus des Schriftstellers Michail Bulgakow, Kaufhof, Handelshäusern und Haus des Zaren Peter I. Der dritte Spaziergang führt in den Bezirk Petschersk, traditionell das Gebiet der kirchlichen Autoritäten. Besichtigung des russisch-orthodoxen Höhlenklosters (mit Warägerhöhlen, Sammlung der historischen Schätze, Mariä-Entschlafens-Kathedrale und Museum der Miniaturkunstwerke). Der weitläufige Komplex zählt ebenfalls zum UNESCO Weltkulturerbe. Wenn es die Zeit erlaubt, Besuch der Holodomor Gedenkstätte.
Man kann Kiew nicht besichtigen, ohne über den Chreschtschatyk zu bummeln. Dieser Prachtboulevard mit 6 Fahrspuren und extrabreiten Trottoirs stellt die Verbindung zwischen den Stadtteilen Podil, Petschersk und der Oberstadt her. Seit der zweiten Hälfte des 19. Jh. entwickelte er sich dann zur zentralen Geschäftsstraße und Flaniermeile Kiews. Er ist auf der einen Seite gesäumt von Verwaltungsgebäuden, Hauptpostamt, zentralem Kaufhaus und Landwirtschaftsministerium der Ukraine, gegenüber stehen Wohnhäuser im Stil des sozialistischen Klassizismus, vulgo Zuckerbäckerstil. Fehlt noch als letztes architektonisches Highlight der Marienpalast; der Entwurf dafür stammt von Bartolomeo Francesco Rastrelli, Hofarchitekt unter Zarin Elisabeth I., einer der wesentlichen Schöpfer der Barockgebäude in St. Petersburg (Katharinenpalast, Peterhof, Eremitage u.v.a.m.); das spricht für sich. Heute dient der Palast als Präsidentenresidenz.

5. Tag: Transfer zum Flughafen und Rückflug nach Wien.


Termine:

Termine sind in Vorbereitung!

Reiseleitung: Adrian Vonwiller

Pauschalpreis: € 995,–

Inbegriffen:
Die Linienflüge Wien – Odessa  / Kiew – Wien (Air Ukraine)
Die Nächtigungen in guten Hotels auf Basis Zweibettzimmer (Bad/ WC oder Du/ WC)
Die Halbpension (Frühstück und Abendessen)
Die Besichtigungen mit den Führungen und Erklärungen (ohne eventuelle Eintrittsgebühren)
Die qualifizierte Studienreiseleitung durch einen Akademiker oder anderen Fachmann

Einbettzimmerzuschlag pro Nacht: € 45,–

Teilnehmerzahl: mindestens 12, höchstens 25 Personen 

Es gelten die Allgemeinen Reisebedingungen in der letztgültigen Fassung unter Zusatz der auf der Rückseite unseres Anmeldebogens angeführten Punkte. Veranstalter-Nr. 2003/0011.