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Windmühlen, riesige Blumenfelder, wagenradgroße gelbe Käselaibe, kunstvolle Deichbauten und unzählige Grachten lassen sofort an das Königreich der Niederlande denken. Trotzdem zählt es zu den weniger besuchten Reiseländern in Europa. Zur Zeit der Gotik entstanden eine Reihe einzigartiger repräsentativ geschmückter Profanbauten wie Stadttore, Tuchhallen, Belfriede, sowie Rat- und Bürgerhäuser. Während des Barock und der Renaissance erlebte das Land eine Blütezeit der Kunst. Geniale Künstler wie Hieronymus Bosch, Rembrandt, Vermeer oder Frans Hals schufen Meisterwerke. Doch das Königreich ruht sich nicht auf seiner interessanten Vergangenheit und dem reichen kulturellen Erbe seines "Goldenen Zeitalters" aus, sondern behauptet sich selbstbewußt auch in der Moderne. Van Gogh und Mondrian schlugen als Maler die Brücke in die Moderne, noch heute gibt die Amsterdamer Schule (1916 – ca. 1930) dem modernen Wohnungsbau in Europa wesentliche Impulse. Rem Koolhaas (Architektur), Cees Nooteboom (Literatur) Herman van Veen (Popmusik) oder Anne Teresa De Keersmaeker (Choreografie) sind vier Namen für die vielen Niederländischen Kreativen, die gegenwärtig weit über die Grenzen ihres Landes hinaus bekannt und geschätzt sind. Das Land steht in Rankings, bei denen es um Lebensqualität, soziale Sicherung der Bürger und Effizienz von öffentlichen Einrichtungen geht, immer wieder auf den vordersten Plätzen. Auch im Fußballspielen sind die "Oranjes" nicht zu verachten. Und dann ist da noch die Sache mit den Coffeeshops – zukunftsweisend???

1. Tag: Flug Wien – Amsterdam (06:55 – 09:00) – Hoteltransfer, dann einstündige Grachten-Rundfahrt. Das Grachten-Viertel ist UNESCO Weltkulturerbe. Danach Spaziergang im Zentrum mit Westkirche, Anne Frank Haus, Damplatz mit der Neuen Kirche und dem Königlichen Palais, Alter Kirche am Damrak und ehemaliger Börse. Zum Abschluss des Programms Besuch im Van Gogh Museum. Zurück zum Hotel.

2. Tag: Ausflug nach Arnhem (Arnheim), wegen großzügiger Parks und eines Landschaftsschutzgebietes eine bevorzugte Lage für Zweitwohnsitze. Besuch des Museums, das an den Kampf um "die Brücke von Arnheim" erinnert (1944) sowie des Freilichtmuseums mit 80 niederländischen Bauern- und Stadt-Häusern, Werkstätten und Betrieben. Weiter nach Maastricht (122 TEW), eine der ältesten Städte der Niederlande in extremer Randlage im südöstlichsten Zipfel der Niederlande. Im Stadtbild und den Namen der Geschäfte ist häufig französischer Einfluss erkennbar. Im Zentrum gibt es eine dichte und malerische mittelalterliche Bebauung. Die ehemaligen Industriegelände am Ufer der Maas wurden während der 1990er-Jahre zu architektonisch anspruchsvollen Wohnvierteln für Betuchtere umgewandelt. Wir besehen die berühmten drei Kirchen: Onze-Lieve-Vrouwebasiliek, Sint-Servaasbasiliek und Sint-Janskerk, bummeln über den Markt, stellen uns auf die Sint Servaasbrug (eine der Brücken über die Maas) und betrachten die "Bonbonnière" (ehemaliges Stadttheater). Weiters Helpoort (ältestes erhaltenes Stadttor der Niederlande) und Château Neercanne, in dem die Maastricher Verträge unterzeichnet wurden. Rückfahrt nach Amsterdam.

3. Tag: Ausflug nach Leiden, der Geburtsort Rembrandts, etwa 45 km südwestlich von Amsterdam. Der Stadtrundgang mit Universität, Rathaus und  Rijnhuis (Wasser- und Schifffahrtsverwaltung) Meisterwerke der Renaissancearchitektur, die Stadtwaage und die verbliebenen alten Windmühlen. Die Innenstadt hat zahlreiche Grachten und wird auch von zwei Rheinarmen durchflossen. Eine besondere Sehenswürdigkeit der Stadt ist der schon seit über 400 Jahren bestehende Botanische Garten; in ihm blühten 1594 die ersten Tulpen auf holländischem Boden. Weiter nach Den Haag (520 TEW), Sitz der Niederländischen Regierung und des Parlaments sowie der Königsresidenz. Am Meer liegt der Stadtteil Scheveningen, ursprünglich ein Fischerdorf, heute größtes Seebad des Landes. Den Haag beherbergt rund 150 nationale und internationale Einrichtungen und gilt als Welthauptstadt der Gerichtsbarkeit. Besichtigungen im Zentrum: Paleis Noordeinde (klassizistisch, Residenz der Monarchie), Binnenhof (mittelalterlicher Gebäudekomplex, Regierungssitz mit dem Rittersaal aus dem 13. Jh.), Mauritshuis (frührenaissance, ursprünglich adeliges Wohnpalais; seit dem Jahr 1822 Königliches Gemäldekabinett mit einer unvergleichlichen Sammlung von holländischer und flämischer Malerei des 15. bis 18. Jh.) und Friedenspalast, Altes und neues Rathaus. Weiters Gemeentemuseum (auffälliger Bau von 1935) mit u.a. 300 Gemälden von Mondrian. In den 1990er-Jahren wurden im Bahnhofsviertel einige Hochhäuser errichtet, die bald ihre Spitznamen weg hatten: Füllfederhalter, Zitruspresse und die Titten von Den Haag. Rückfahrt nach Amsterdam.

4. Tag: Am Vormittag Besuch des Rijksmuseums, zwischen 2003 und 2013 komplett renoviert. Hauptanziehungspunkt für uns ist die reichhaltige Sammlung von Malerei aus dem Goldenen Zeitalter der Niederlande. Am Nachmittag Besuch von Utrecht (340 TEW). Die Siedlung erhielt bereits 1122 ein Stadtrecht und wurde befestigt. Als Sitz eines Bischofs und ab der Mitte des 16. Jh. Erzbischofs entwickelte sich ein reiches kirchliches Leben und in Zusammenhang mit der Ausgestaltung der Klöster, Kirchen (19 innerhalb des ehemaligen Mauerrings) und sonstigen klerikalen Gebäude eine entsprechende Kunstszene. Seit dem Orkan von 1774 ist der imposante Westturm des Doms (mit 112,5 Meter der höchste Kirchturm des Landes) nicht mehr direkt mit dem Hauptschiff verbunden. Hauptachse der Stadt ist die Oudegracht; an beiden Ufern laden Geschäfte und Restaurants zum Bummeln und Verweilen ein. Speziell für Freunde moderner Architektur:  UNESCO-Weltkulturerbe – Rietveld Schröder Haus (bei Interesse empfiehlt sich eine Vorausbuchung der Tickets! – sprechen Sie Ihren Reiseleiter darauf an).  Von Utrecht direkt zum Flughafen und später Rückflug nach Wien (20:20-22:10).

Den Haag - BinnenhofTermine:

Termine sind in Vorbereitung!

Reiseleitung: Prof. Dr. Anton Mauer

Pauschalpreis: € 999,–

Inbegriffen:
die Linienflüge Wien – Amsterdam – Wien (AUA/KLM)
die Flughafen- und Sicherheitsgebühren
die Busrundreise
die Nächtigungen in Zweibettzimmern in einem guten Hotel (Du/WC oder Bad/WC)
die Frühstücke
die Besichtigungen mit den Führungen und Erklärungen
wo erforderlich die Betreuung durch lokale BegleiterInnen
die qualifizierte Studienreiseleitung durch einen Akademiker oder anderen Fachmann

Einbettzimmerzuschlag pro Nacht: € 44,–

Teilnehmerzahl: mindestens 10, höchstens 25 Personen

Es gelten die Allgemeinen Reisebedingungen in der letztgültigen Fassung unter Zusatz der auf der Rückseite unseres Anmeldebogens angeführten Punkte. Veranstalter-Nr. 2003/0011.