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Zypern, die drittgrößte Insel des Mittelmeers, politischer Zankapfel zwischen der Türkei und dem Rest der Welt, noch immer der unsinkbare Flugzeugträger Englands im nahen Osten und – wie der Mythos besagt – der Geburtsort der Göttin Aphrodite, birgt eine Überfülle an kunst- und kulturhistorischen Einmaligkeiten. Hier lebt die Vergangenheit neben der Gegenwart wie auf einem einzigartigen Gobelin lebendiger Geschichte. Abgesehen davon bietet die Insel Gebirgsregionen bis zu rund 2.000 m Höhe, alle Spielarten von Küste zwischen Steilabbruch und Sandstrand und jede Menge mediterraner kulinarischer Köstlichkeiten, auch wenn von 1878 – 1960 Großbritannien der politische Küchenmeister des Landes war. Geblieben davon ist z.B. der Linksverkehr. Von unserem Hotel in Limassol aus unternehmen wir Ausflüge in die Hauptstadt und die bedeutendsten Regionen Zyperns, unter anderem auch zu Sehenswürdigkeiten jenseits der "Green Line"; also in jenen Teil der Insel, der seit dem Krieg von 1974 unter türkischer Verwaltung steht.

2017 ist Paphos – gemeinsam mit Aarhus in Dänemark – Europäische Kulturhauptstadt

1. Tag: Flug von Wien nach Larnaka. Empfang durch unsere örtliche deutschsprachige Reiseleitung. Transfer zum zentral gelegenen Standorthotel in Limassol. Zimmerbezug für 7 Nächte in Limassol.

2. Tag: Ganztagesausflug nach Paphos. Fahrt durch Episkopi bis zum legendären Geburtsort der Liebesgöttin Aphrodite, Petra tou Romiou. Es wird gesagt, hier sei sie als göttliche Schönheit aus den Schaumkronen des Meeres geboren worden und aus dem Meer gestiegen. Ein Spaziergang entlang des kiesigen Strandes (bzw. ein kleines Bad im Meer – Badeanzug nicht im Koffer vergessen!) macht verständlich, warum sich der Mythos der Göttin mit diesem wunderschönen Ort verbunden hat. Besichtigung der Kirche Ayia Parakeci in Yeroskypos. Diese fünfkuppelige Kirche stammt aus dem 11. Jh. und besitzt Wandmalereien der Auferstehung Lazarus, des Einzugs in Jerusalem sowie des letzten Abendmahls. Weiterfahrt nach Paphos, das einstige Zentrum der Kultur und Zivilisation. Die Ruinen von Paphos sind in der Liste des UNESCO Weltkulturerbes enthalten. Hier, in einer Anlage, die sich einst etwas außerhalb der Stadt befand, in der sich auch die Königsgräber befanden, werden schon die Größe und der Reichtum der antiken Stadt erkennbar. Das heutige Paphos hat ein durchaus wechselhaftes Schicksal hinter sich. Gegründet wurde es erst im 4. Jh.v.Chr. als Nea Paphos, nachdem ein Erdbeben die beim alten Aphrodite-Heiligtum gelegene Siedlung Palea Paphos in Schutt und Trümmer gelegt hatte. Die neue Siedlung boomte dank der Pilgerströme, die in seinem hervorragenden Naturhafen an Land gingen und dann zum Heiligtum der Aphrodite wanderten, fast 800 Jahre lang. Im 2. Jh. v. Chr. wurde es Hauptstadt der Insel, dann 58 v. Chr. auch Sitz eines römischen Prokonsuls. Aus dieser Periode stammen die besten Stücke des Archäologischen Museums sowie des Ausgrabungsgeländes (Mosaiken in der Villa des Dionysos, im Haus des Theseus, des Orpheus und im Haus der Vier Jahreszeiten). Auch der Apostel Paulus weilte ca. 46 n. Chr. mit seinem Begleiter Barnabas in Paphos (Apg. 13, 4.13). Westlich der Ruinen einer fränkischen Kirche aus dem 13. Jh. steht ein abgegriffener Säulenstumpf, an welchem Paulus der Legende nach ausgepeitscht wurde. Die gesamte moderne Stadt und der zweite internationale Flughafen der Insel entstanden (nach Jahrzenten der Provinzialität) erst nach der Okkupation des Nordteils, als sich die vertriebenen Griechen, die zuvor an den Sandstränden des Nordteils vom Fremdenverkehr gelebt hatten, hier eine neue vergleichbare Existenzgrundlage schufen. Am Nachmittag Besuch des Klosters Ayios Neophytos, das im 12. Jh. von dem Eremiten und Schriftsteller Neophytos gegründet wurde.

3. Tag: Ganztagesausflug nach Larnaka. Im Zentrum der seit der Bronzezeit wichtigen Hafenstadt Besuch der St. Lazarus Kirche, mit der schönsten Ikonostase der Insel. Gegen Mittag Fahrt ins Dorf Kiti, das antike Kition und Besuch des Kirchleins Angelokistis („die von den Engeln Erbaute“) das – klein aber fein – mit dem ältesten byzantinischen Mosaik der Insel aufwarten kann (6. Jh.). Fahrt zum Salzsee von Larnaka, wo sich inmitten eines Palmenhains die Hala-Sultan-Tekke befindet; ein hochrangiges islamisches Heiligtum und Pilgerziel. Von dort zum Besuch des kleinen Bergdorfes Lefkara mit weißen Häusern, engen Gassen und vor allem den berühmten Handarbeiten der Frauen (Lefkaritika-Spitzen), die in jedem Andenkengeschäft der Insel angeboten werden.

4. Tag: Tagesausflug nach Nikosia, Zyperns Hauptstadt. Besichtigung des Kunstgewerbezentrums, wo bei der Anfertigung verschiedener Handarbeiten zugesehen und auch das eine oder andere Souvenir erworben werden kann. Fahrt zum Archäologischen Museum. Besichtigung der Sammlung von Kultur und Kunstgegenständen, Exponate aus dem Neolithikum bis zum römischen Zeitalter. An einem historischen Platz liegt die griechisch-orthodoxe St. Johannes Kathedrale mit gut erhaltenen Wandmalereien. In der Nähe befindet sich das Kulturzentrum der Makarios-Stiftung mit dem Museum der byzantinischen Ikonen, wo die Entwicklung der Ikonenmalerei an den Ausstellungsstücken nachvollziehbar ist. Übertritt zu Fuß nach Nordzypern. Jenseits der „Green Line" geführter Stadtrundgang mit Besuch der geschichtsträchtigen Selimiye-Moschee: die ehemalige Sophienkathedrale – 1209 begonnen, 1326 geweiht – gilt als der größte gotische Sakralbau der lnsel. Gelegenheit zu einem Bummel in Eigenregie durch die Gassen des hübsch restaurierten Stadtviertels Laiki Geitonio.

5. Tag: Ganztagesausflug in den Osten Nordzyperns, zu den Ausgrabungen von Salamis, die bedeutendste archäologische Stätte auf Zypern. Diese Stadt soll im Jahre 1184 v. Chr. von dem Troja-Kriegsheimkehrer Teukros gegründet worden sein, hatte in der Antike bereits 100.000 EW und war 2 Jahrtausende lang ökonomisch, politisch und kulturell die wichtigste Stadt der Insel. Während des 1. und 3. Jh. n. Chr. erlitt die Stadt mehrmals schwere Erdbebenschäden, im Jahr 647 wurde sie von arabischen Invasoren dem Erdboden gleichgemacht und diente bis zu ihrer Wiederauferstehung am Ende des 19. Jh. hauptsächlich als Steinbruch. Vom etwa 5 km² großen Stadtgebiet sind nur kleine Teile ergraben. Zu sehen sind neben vielem anderen ein Gymnasium mit Palästra, römische Bäder, Reste eines Aquädukts, das aus 60 km Entfernung das Trinkwasser für die Stadt herbeigeführt hatte und vor allem das Theater, eines der größten des gesamten Mittelmeerraums und gegenwärtig während des Sommers wieder Aufführungsort für griechische Tragödien. Gang zum St. Barnabas Kloster, wo im 5. Jh. der Nationalheilige Barnabas nach seinem Märtyrertod mit dem Evangelium in der Hand begraben aufgefunden wurde. Barnabas (der ein gebürtiger Zypriote war und Jesus während seines Auslandsstudiums in Jerusalem kennen gelernt hatte) kam 45 n. Chr. mit Paulus nach Zypern. Sie verkündeten hier das Evangelium und bildeten die erste Gemeinde auf der Insel. Zweiter Besichtigungspunkt des Tages ist Famagusta, das auf Grund seines natürlichen Tiefwasserhafens insbesondere während des gesamten Mittelalters eine hervorragende Rolle gespielt hat. Nach dem Fall der christlichen Königreiche und Festungen im Nahen Osten lief (auch auf Grund päpstlicher Anweisung) ein Großteil des Handels Süd- und Westeuropas über diesen Hafen; der Reichtum der hier Ansässigen war nach zeitgenössischen Berichten unüberbietbar. Wir besichtigen die Bollwerke und Mauern der Stadt, darunter den sog. Othello-Turm (In Shakespeares Drama wird Othello, Oberbefehlshaber der Streitkräfte Venedigs, nach Zypern entsandt, um einen bevorstehenden Angriff der osmanischen Flotte abzuwehren. Auf der Insel spielt sich dann die Eifersuchtstragödie ab, die mit der Ermordung seiner jungen Frau endet.). Dann Gelegenheit zu einem Bummel durch die mittelalterliche Altstadt.

6. Tag: Tagesausflug ins Tróodosgebirge. Fahrt durch kleine Bergdörfer und wildromantische Landschaft zum Kykkos Kloster, das auf einer Höhe von 1.200 m liegt. Es ist ein vielbesuchter Wallfahrtsort, eines der bekanntesten und seit Jahrhunderten das größte und reichste Kloster der Insel. Davon zeugen auch die großartigen Kirchenschätze im Klostermuseum. Die Ikonostase beinhaltet beeindruckende Heiligenbilder, darunter die vom Apostel Lukas gemalte Ikone der Jungfrau Maria, welcher das Kloster geweiht ist. Grundlage des Wohlstandes waren die großen Ländereien des Klosters, sogar auf dem griechischen Festland, in Kleinasien und in Russland. Allein rund um das Kloster standen Grund und Boden von 18 ganzen Dörfern im Besitz der geistlichen Herren. Die dort arbeitenden Menschen waren bestenfalls Pächter, meistens jedoch lohnabhängige Bauern, also eigentlich Mägde und Knechte des Klosters. Im Gebiet des Klosters, auf dem Throni-Berg liegt auch das Grabmal des Erzbischof Makarios (1913-1977), der einst als Novize in dieses Kloster eingetreten war. Seine politische Tätigkeit führte zur Herauslösung Zyperns aus dem Commonwealth und 1958 zur schmerzvollen Geburt der Republik Zypern. Fahrt nach Kalopanayiótis mit Besuch des Klosters Ayios Ioannis Lambadistís. Unter einem riesigen "Scheunendach" sind hier drei miteinander verschmolzene Kirchen zu besichtigen, daneben ein kleines feines Kirchenmuseum. Die Kirche ist eine der 9 bemalten Kirchen im Gebiet von Tróodos, die zum UNESCO-Weltkulturerbe erklärt wurden. Hervorragend zu erkennen ist in den Fresken der Wechsel von klassisch byzantinischer zu fränkisch beeinflusster Maltechnik ("Lateinerkapelle"). Weiterfahrt durch malerische Weinberge nach Omodos, das bekannteste Dorf in der Region Kraochaia (Weindörfer). Hier kann die alte Weinpresse und das Kloster zum heiligen Kreuze besichtigt oder im Kafeneion der zypriotische Kaffee probiert werden.

7. Tag: Bummel durch die malerische, geschäftige Markthalle und die Altstadt von Limassol; anschließend Fahrt durch die Obstplantagen und die Zypressenallee von Phassouri zur Johanniterfestung Kolossi, die einst die Große Kommandantur der Ritter des St. Johannes von Jerusalem war. Von dieser erhielt der Dessertwein „Commandaria" seinen Namen. Neben der Festung befinden sich noch die Reste einer Zuckerfabrik, die vom 14.-18.Jh. zum Reichtum ihrer jeweiligen Besitzer beigetragen hat. Weiter entlang der Küstenstraße kommen wir anschließend zur antiken Stadt Kourion, die sich auf einem Felsstock hoch über dem Meer befand, mit Ausgrabungen einer Basilika, die von Bischof Zeno im 5.Jh. in Auftrag gegeben worden sein dürfte. Die Ausgrabungsstätten sind über ein weitläufiges Gebiet verteilt. Wir besichtigen u. a. die Bodenmosaiken des Hauses des Eustolius und das Theater der Stadt, das in der Gegenwart wieder genutzt wird und aktuell 3.500 Besucher fasst. Weiters Besichtigung des Heiligtums von Apollo Hylates (des Waldes), das religiöse und politische Zentrum des einstigen Stadtkönigtums.

8. Tag: Transfer zum Flughafen von Larnaka und Rückflug.

Termine:

Termine sind in Vorbereitung!

Reiseleitung: fachkundige einheimische deutschsprachige Reiseleitung
ab 10 Teilnehmern: österreichische Studienreiseleitung zusätzlich (Prof. Dr. Hanna Neves u. a.)

Pauschalpreis: € 1.195,–

Inbegriffen:
Die Linienflüge Wien – Larnaka – Wien (AUA, Fly Niki)
Die Flughafen- und Sicherheitsgebühren
Die Transfers und Ausflüge laut Programm im modernen klimatisierten Fernreisebus
Die Nächtigungen in landestypischen guten Mittelklasse-Hotels auf Basis Zweibettzimmer (Du/WC oder Bad/WC)
Die Halbpension (Frühstück und Abendessen)
Die Besichtigungen mit den Führungen und Erklärungen
Die Eintrittsgebühren
Karten und Informationsmaterial
Die fachkundige einheimische deutschsprachige Reiseleitung

Hochsaisonzuschlag (Ostern): € 100,–

Einbettzimmerzuschlag pro Nacht: € 35,–

Teilnehmerzahl: mindestens 12, höchstens 35 Personen

Es gelten die Allgemeinen Reisebedingungen in der letztgültigen Fassung unter Zusatz der auf der Rückseite unseres Anmeldebogens angeführten Punkte. Veranstalter-Nr. 2003/0011.