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Die verschiedenen nordindischen Regionen mit ihren hochaufragenden Bergen bieten eine geradezu ideale Kombination von Naturschönheiten und erstaunlichen Schöpfungen der Kunst, der Religiosität und der Architektur. Auch der Bundesstaat KASCHMIR bietet eine perfekte Kombination von Landschaft und Kultur. Bis zu 5.000 m Höhe begegnen uns Tempel und andere Heilige Stätten, alles im Schatten der 8.000er des Himalaya-Gebirges. Darüber hinaus ist besonders Kaschmir für seine herrlichen Gärten bekannt. Nach dem Besuch dieses Gebietes fahren wir noch ins Tiefland und besuchen vor allem Amritsar, die Hochburg der Sikhs. Diese Reise kann sowohl als selbständige Reise gebucht werden, als auch als Ergänzung und Anschlussprogramm zu unserer Reise nach Ladakh.

1. Tag: Im Fall der Buchung als eigenständige Reise: Flug Wien – Delhi und Nächtigung in Delhi.

2. Tag (eigenständig)/12. Tag (als Fakultativprogramm): Morgenflug nach Srinagar, Sommer-Hauptstadt des Bundesstaates JAMMU-KASCHMIR. Kaschmir zählt auf Grund seines angenehmen Sommerklimas zu den beliebtesten Destinationen des indischen Binnentourismus. Srinagar (1,2 Mio. EW) liegt auf 1.700 m im Zentrum des sehr wasserreichen etwa 40 km breiten fruchtbaren Hochtals von Kaschmir, dessen Grund in prähistorischer Zeit vollständig von einem See bedeckt war. Die Stadt ist von ihrer Lage am Fluss Jhelum und am Dal-See geprägt und hat immer noch eine Reihe von Wasserstraßen und Kanälen, die allerdings allmählich durch feste Straßen zurückgedrängt werden. Seit 1338 steht die Stadt unter islamischer Herrschaft; entsprechend sind einige der kunsthistorisch interessantesten Bauten Moscheen. Erste Besichtigungen in der Altstadt; insbesondere die Nava Kadal, mit typisch kaschmirischen Holzhäusern.

3./13. Tag: Ein besonders interessanter Punkt Srinagars ist die Roza-Bal Moschee, in der sich das Grab des islamischen Propheten Juz Asaf befindet, besser bekannt unter dem Namen Jesus von Nazareth. Ob sich tatsächlich die sterblichen Überreste Christi hier befinden, kann nicht geprüft werden, da die Ahmadija-Sekte, die seit dem Ende des 19. Jh. das Grab verwaltet, keine Untersuchung des Grabinhalts gestattet. Weitere Besichtigungspunkte liegen ein paar Kilometer außerhalb des Zentrums: Der Pandrethan-Tempel (12. Jh.) – seine Steinreliefarbeiten mit scheinbar fliegenden menschlichen Figuren in der Decke im Innern des Shiva-Tempels zeugen von der Meisterschaft der Handwerker jener Zeit – und die sog. Mogul-Gärten entlang des Ufers des Dal-Sees. Nach der Eroberung Kaschmirs durch die indischen Moghulkaiser (1586) bauten diese im ganzen Land Moscheen und Paläste und legten prächtige Gärten an. Bei Srinagar sind es Terrassengärten, die zum See abfallen und von künstlichen Kanälen und Wasserfällen verschönert werden. Gepflegte Rasenflächen mit Blumenbeeten werden von riesigen Chinar-Bäumen (Himalaya-Platanen) beschattet. Wir besichtigen den Shalimar-Garten ("Garten der Liebe") – 1619 von Kaiser Jehangir für seine persische Frau Nur Jahan angelegt – sowie den Nishat-Bagh ("Garten der Freuden"). Dies ist der größte dieser Gärten, angelegt 1633 von Asaf Khan. Am Westufer des Dal-Sees wartet noch die neue Hazratbal-Moschee, zu deren Füßen der frühere Naseem-Bagh liegt; der älteste Mogul-Garten (1568).

4./14. Tag: Von Srinagar kommen wir nach ca. einstündiger Fahrt zu den beiden Tempeln von Avantipur. Sie stammen aus der Blütezeit kaschmirischer, mittelalterlicher Kunst und wurden unter dem hinduistischen König Avantivarman (9. Jh.) errichtet, um der von ihm gegründeten Stadt die Gunst der Götter zu sichern. Der größere Tempel ist Shiva gewidmet, der kleinere Vishnu, dem Erhalter. Der Gott erscheint sechsarmig auf einem Relief und ist an seinen Emblemen (Pfeil, Streitkolben und Lotusblüte) zu erkennen. Mit zwei von seinen Armen umfasst er seine beiden Gefährtinnen. Die Originale der Skulpturen dieses Tempels sind im Archäologischen Museum in Srinagar ausgestellt. Weiter nach Martand; Tempel des Sonnengottes Surya (8. Jh.), höchst beeindruckend in die schöne Landschaft gesetzt. Der Tempel ist ein hervorragendes Beispiel für den frühen Kaschmir-Stil, der durch einen klaren Grundriss, Säulenkolonnaden mit kleeblattförmigen Bögen und darüber gesetztem Giebel, sowie ein Pyramidendach gekennzeichnet ist. Weiter nach Süden über den Banihal-Paß (3.110 m), die Pforte zum Kaschmir-Tal, und Abstieg in die tiefer liegende Provinz Jammu. Jammu wurde erst 1957 mit Kaschmir zu einer Verwaltungseinheit zusammengefaßt; während des Winters residiert die Regierung hier. Die tiefere Lage bedeutet aber noch nicht bessere Zugänglichkeit. 1965 wurde der Banihal-Tunnel als Verbindung zum Tiefland eröffnet und damit die erste ganzjährig befahrbare Verbindung geschaffen, jedoch sind noch immer mehrtägige Unterbrechungen an der Tagesordnung, wenn wieder einmal ein Bergrutsch die Zufahrt zu diesem Tunnel blockiert. Entsprechend dünn besiedelt und wirtschaftlich schwach entwickelt ist die Provinz Jammu. Die gleichnamige Hauptstadt hat ca. 200.000 EW und liegt auf 300 m.

5./15. Tag: Die Stadt Jammu hat eine 3.000 Jahre weit zurückreichende Gründungslegende, der erste urkundlich erwähnte Herrscher und die Befestigungen und Tempel der Altstadt reichen jedoch nicht weiter als ins 18. Jh. zurück. Einige Kilometer außerhalb des Zentrums liegt Fort Bahu, das nur noch in seinen Resten existiert (die z.T. allerdings tatsächlich aus dem 1. JT v. Chr. stammen dürften). Der umliegende Park und der neue Kali-Tempel machen den Ort jedoch zu einem bevorzugten Ausflugsziel der Einheimischen. Weiterfahrt nach Amritsar (Bundesstaat PUNJAB). Im Ballungsgebiet der Stadt leben annähernd 2 Mio. Menschen, viele davon Sikhs. Der Sikhismus ist eine monotheistische Religion, die im 15. Jh. gegründet wurde und bestrebt war, über vorhandene Religionen hinauszugehen. In diesem Sinn distanzierte sich der Religionsgründer, Guru Nanak Dev, von den dominierenden religiösen Traditionen seines Zeitalters und seiner Region, Buddhismus, Hinduismus und Islam. "Der Sikhismus geht davon aus, dass jede Tat und jeder Gedanke eine Konsequenz haben wird, und postuliert ein Naturgesetz von Ursache und Wirkung. Es wird daher größter Wert auf eine tugendhafte Lebensführung gelegt. Als Eckpfeiler des Sikh-Seins gelten ein sozial ausgerichtetes Familienleben, der ehrliche Verdienst des Lebensunterhaltes sowie lebenslange spirituelle Entwicklung. Der Dienst an Mitmenschen sowie das Bemühen um Beseitigung sozialer Ungerechtigkeiten werden als wichtige Form der Gotteshingabe angesehen. Frauen und Männern wird eine gleichberechtigte Rolle mit gleichen Rechten und Pflichten zugesprochen." (Zitat wikipedia)

6./16. Tag: Amritsar: Besichtigung von Amritsar, insbesondere des "Goldenen Tempels", der das höchste Sikh-Heiligtum ist. 1557 wurde Amritsar (damals noch unter dem Namen Ramdaspur) als zentraler Wallfahrtsort der Sikhs gegründet. Der heutige Goldene Tempel ist der zweite Bau inmitten eines kleinen Sees ("Amrit Sovar" – Teich des Nektars der Unsterblichkeit), fertig gestellt 1760 und 1830 mit 100kg Gold, das auf Kupferplatten ausgebracht wurde, zum Glänzen gebracht. Das einzige Ritual des Tempels ist, dass ständig Tempelsänger das heilige Buch der Sikhs rezitieren. Jeder Gast ist willkommen. Das Gebäude ist rund um die Uhr geöffnet und hat vier Eingänge in die vier Himmelsrichtungen, um zu zeigen, dass die Sikhs allen Menschen offen gegenüberstehen und sie willkommen heißen. Zum Tempel gehören auch ein Museum, der Garten und Akal Takht, die Empfangshalle. Weiterer Besichtigungspunkt ist der Durgiana Tempel. – Am Abend Beginn des Rückflugs nach Europa.

7./17. Tag: Ankunft in Wien.

Termin:

Termine sind in Vorbereitung!

Reiseleitung: OStR. Prof. Mag. Fritz Stampfer

Pauschalpreis als Fakultativprogramm: € 995,–
(ab und bis Delhi; der Rückflug der Fakultativ-Version nach Wien ist bereits im Preis der Grundreise berücksichtigt)
Preis für die Flüge Wien – Delhi – Wien : ab € 815,–
(bei Buchung als eigenständiges Programm; bitte fragen Sie nach dem tagesaktuellen Preis im Büro!)

Inbegriffen:
die Flughafen- und Sicherheitsgebühren
die Busrundreise
die Nächtigungen in Zweibettzimmern in sehr guten Hotels (Du/WC oder Bad/WC)
die Halbpension (Abendessen / Frühstück)
die Besichtigungen mit den Führungen und Erklärungen
die Eintrittsgebühren
wo erforderlich die Betreuung durch lokale BegleiterInnen
die qualifizierte Studienreiseleitung durch einen Akademiker oder anderen Fachmann

Einbettzimmerzuschlag pro Nacht: € 35,–

Visum (inklusive Besorgung): EUR 95,–  

Teilnehmerzahl: mindestens 8, höchstens 20 Personen

Es gelten die Allgemeinen Reisebedingungen in der letztgültigen Fassung unter Zusatz der auf der Rückseite unseres Anmeldebogens angeführten Punkte. Veranstalter-Nr. 2003/0011.