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Als Brückenkopf zwischen Ost und West gab Armenien seine fortgeschrittene Zivilisation an Europa und den Orient weiter. Die Befassung mit der Geschichte Armeniens kann besseres Verständnis für viele dunkel und bruchstückhaft erscheinende Phänomene und aktuelle Entwicklungen des nahen Ostens erbringen. Seit Jahrtausenden durchdringen und bekämpfen einander hier geistige Strömungen ebenso wie (teilweise wandernde) Völkerschaften aus dem Okzident, Byzanz, dem Orient und in jüngerer Zeit auch dem kommunistischen Bereich. Dem Besucher von heute zeigt sich Armenien als aufgeklärtes Land, seit der 1991 gewonnenen Autonomie in einem sehr schwierigen Übergangsprozess, das jedoch dem Reisenden eine Fülle von Kunstschätzen und dazu grandiose Landschaftsbilder bietet.

1. Tag: Flug spätabends von Wien nach Eriwan.

2. Tag: In der Nacht Ankunft in Eriwan. Transfer ins Hotel und Frühstück. Besichtigung und Rundgang in der Armenischen Hauptstadt, eine der ältesten Städte der Welt. An klaren Tagen kann man jenseits der türkischen Grenze die beiden Gipfel des Berges Ararat sehen, wo angeblich nach der Sintflut die Arche Noah strandete. Altes und neues Eriwan: Opernhaus, Administrativstraße, Markt (soweit nicht durch aktuelle Umbauarbeiten beeinträchtigt), Gedenkstätte für die Opfer des Genozids.

3. Tag: Entlang der alten Seidenstraße Fahrt zum Kloster Chor Virap, wo der Heilige Georg 16 Jahre in Kerkerhaft war. Von hier hat man den schönsten Blick auf den Berg Ararat (in knapp 8 km Entfernung von der türkischen Grenze). Auf der Weiterfahrt durch Südarmenien passiert man eine wilde Schlucht, an deren Ausgang man die Klosteranlage Noravank erreicht. Vollkommen harmonisch in die Landschaft eingepasst ist sie ein atemberaubender Anblick. In Echegnadzor Besichtigung von Zorats-Kar (armenisches „Stonehenge“). Übernachtung in Goris oder Sissian.

4. Tag: Zuerst zum Kloster Tathev (Besichtigung) Die Zufahrt erfolgt vom Dorf Halidsor über die spektakulären Worotan-Schluchten bis fast direkt zum Kloster mit einer Seilbahn, die bei der Eröffnung im Oktober 2010 die längste Seilbahn der Welt war (5,7 km). Tathew ist im 9. Jahrhundert in militärisch leicht verteidigbarer Lage am Ort eines alten Heiligtums erbaut worden. Es war von Anfang an ein intellektuelles Zentrum mit bis zu 500 Mönchen und zwischen 1390 und 1453 Universität. Das Erdbeben von 1931 verursachte beträchtliche Schäden, an deren Behebung immer noch gearbeitet wird. Danach Fahrt über den Selim-Pass (Seidenstraße) zum Sevan-See. Besichtigung der malerisch auf einer Halbinsel gelegenen Sevan-Kirchen aus dem 9.Jh. Übernachtung am Sevan-See oder in Tsakhkadzor.

5. Tag: Wir verlassen den Sevan-See und fahren weiter in den Norden des Landes. Über den Luftkurort Dilijan kommen wir zum Kloster Haghartsin, das ganz versteckt in der Waldeinsamkeit liegt. Wir besichtigen das vollständig erhalten gebliebene Kloster aus dem 10. – 13. Jh. Besonders prächtig ist das Refektorium. Gleich in der Nähe befindet sich das Kloster Goschawank (Besichtigung). Über Idschevan gelangen wir nach Alawerdi. Nächtigung dort oder in Vanadzor.

6. Tag: Wir verlassen unseren Nächtigungsort und fahren zu den beiden wichtigsten Bauwerken Armeniens, den Klöstern Sanahin und Haghpat (UNESCO-Weltkulturerbe), getrennt durch die Schlucht von Debed. Beide sind Meisterwerke mittelalterlicher armenischer Baukunst und traditionell hochrangige Zentren der Gelehrsamkeit. Dem entsprechend besitzt Sanahin eine Bibliothek, die als Kleinod gilt. Die Klosterakademie Haghpat ist besonders schön gelegen: sie thront gleichsam über dem gleichnamigen Ort, eingebettet in eine prachtvolle Berglandschaft. Rückfahrt über den Spitak-Pass. Am Nachmittag Besuch der Muttergotteskirche Saghmosavank (10.-13.Jh.) und des Johannesklosters Ohannavank (Komplex aus dem 13. Jh.), beide dramatisch an der Schlucht des Kassach Flusses gelegen. Weiterfahrt bis Eriwan (3 Übernachtungen).

7. Tag: Ausflug zum heidnischen Sonnentempel nach Garni im grünen Tal des Azat Flusses. Hier befindet sich auch die ehemalige Sommerresidenz der Königsfamilie. Gleich in der Nähe, eingebettet in herrliche Landschaft, liegt das Höhlenkloster Geghard, ein Meisterstück mittelalterlicher Baukunst. Hier sieht man besonders schöne Beispiele von Khachhars (Kreuzsteinen), die für Armenien typisch sind. Zurück in Eriwan Besuch des Matenadaran, wo die älteste Handschriftensammlung der Welt zu sehen ist.

8. Tag: Fahrt nach Etschmiadsin, religiöses Zentrum Armeniens. Hier residiert der Katholikos, das Oberhaupt der armenischen Kirche. Die Kathedrale von Etschmiadsin ist ein Paradebeispiel klassischer armenischer Architektur. Sie wurde 303 nach Christus erbaut und gilt als eine der ältesten Kirchen der Welt. Sie beherbergt eine exzellente Sammlung armenischer Kirchenkunst, sowie ein Stück der Arche Noah. Nahe dem Kloster befinden sich die Kirchen der Hl. Hripsime und der Hl. Gayane. Auf dem Rückweg Besichtigung der Ruinen von Swartnoz, des größten und eigenwilligsten Kirchenbaus des 7. Jh. (UNESCO Weltkulturerbe), und der Gedenkstätte Sardarabat (Sieg der Armenier über die Türken) mit Museum.

9. Tag: Sehr früh am Morgen Flughafentransfer zum Rückflug nach Wien.

Fakultatives Anschlussprogramm: Berg Karabach

9. Tag: Durchfahrt durch das annektierte Karki über Sisian und Goris in die frühere Hauptstadt Susa/Sushi (persische Moschee) bis Stepanakert.

10. Tag: Zum Kloster und Kirchenkomplex von Garandzasar nach Agdam (Grenze zu Aserbaidschan) und Rückkehr nach Stepanakert.

11. Tag: Zurück nach Goris (Kloster Tatev), Karahundj (vorgeschichtliche Stätte) und Eriwan.

12. Tag: Rückflug nach Wien.

Termine:

Termine sind in Vorbereitung!

Reiseleitung: Dipl. Päd. Markus Steiger, Dr. Ferdinand Anhell

Pauschalpreis: EUR 1.995,–
Als Privatreise: EUR 2.140,–

(ab 2 Personen, mit örtlicher deutschsprechender Reiseleitung, auch zum Wunschtermin)
Fakultativprogramm Karabach: EUR 495,–

Inbegriffen:
Die Flüge Wien – Eriwan – Wien (AUA)
Die Flughafen- und Sicherheitsgebühren
Die Seilbahnfahrt ins Kloster Tathev
Die Nächtigungen in Zweibettzimmern in guten Hotels(Bad oder DU/WC)
Die Halbpension (Frühstück und Abendessen)
Die Rundfahrten und Ausflüge mit den Besichtigungen und Erklärungen (ohne eventuelle Eintrittsgebühren)
Die qualifizierte Studienreiseleitung durch einen Akademiker oder anderen Fachmann

Einbettzimmerzuschlag pro Nacht: EUR 40,–

Teilnehmerzahl: mindestens 12, höchstens 20 Personen

Es gelten die Allgemeinen Reisebedingungen in der letztgültigen Fassung unter Zusatz der auf der Rückseite unseres Anmeldebogens angeführten Punkte. Veranstalter-Nr. 2003/0011.