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Auf den Spuren der Azteken, Tolteken, Olmeken und Maya finden wir großartige Kulturdenkmäler und sensationelle Ausgrabungsstätten. Die berühmten amerikanischen Kulturen vor Kolumbus bieten auch heute noch mannigfache Rätsel, und es ist daher für jeden kulturell Motivierten besonders interessant, diese geheimnisvolle Welt aus eigener Anschauung kennen zu lernen. Daneben locken großartige Natureindrücke und die modernen Städte mit ihrem kolonialen Erbe. Die Megametropole Mexico City und das Anthropologische Nationalmuseum, das eine unübertreffliche Sammlung von Bauteilen und Artefakten der untergegangenen Indigenen Kulturen zeigt, ist der Ausgangs- und Endpunkt einer Reise durch die interessantesten Städte und Ausgrabungsstätten rund um den Popocatépetl, der mit seinen 5.462 m eine unübersehbare Orientierungshilfe ist. Wer sich tiefer mit den vorkolonialen Kulturen sowie den spanischen Erbstücken in Mexiko einlassen möchte, findet dazu auf der fakultativ angebotenen Verlängerung beste Gelegenheit. Auf Yucatán begegnen wir vor allem den Zeugnissen der Maya-Kultur.

1. Tag: Flug von Wien nach Mexico City.

2. Tag: Am Vormittag Stadtbesichtigung von Mexico City. Rund um den Zócalo (Hauptplatz) finden wir die prächtige Kathedrale, den Regierungspalast mit Fresken von Diego Rivera und den Templo Mayor, das Hauptheiligtum des aztekischen Tenochtitlán (Rund um den Tempel sind kontinuierlich archäologische Grabungen in Gang, so dass stets mit eingeschränkten Besichtigungsmöglichkeiten gerechnet werden muss). Weiters Plaza Santo Domingo, Alameda Park und Reforma. Am Nachmittag Fahrt nach Chapultepec, die größte Grünanlage der Stadt. Der steile Hügel in der Anlage trug seit der Eroberung durch die Spanier bis 1940 die Residenz der jeweiligen Herrscher des Landes. Spaziergang durch den Schlosspark zum Anthropologischen Museum („Museo Nacional de Antropología" – MNA), welches sowohl hinsichtlich seines Baues, als auch hinsichtlich seiner reichhaltigen Sammlung von Kunstschätzen der Indigenes äußerst beeindruckend ist. Die Ausstellung ist nach den unterschiedlichen regionalen Kulturen des vorkolonialen Mexiko geordnet. So bekommt man beim Gang durch die Abteilungen des Museums auch einen Überblick über die Geografie des riesigen Landes.

3. Tag: Ausflug mit dem Bus zu den berühmtesten Besichtigungspunkten der Umgebung; zuerst nach Tenayuca, (Chichimeken/Azteken Pyramide mit Schlangenkranz). Am Stadtrand, in Guadalupe befindet sich die berühmte Marienbasilika, die auf eine Vision im Jahre 1531 zurückgeht, seither Hauptwallfahrtsstätte des Landes. So lange die Indigenes zu Fuß wallfahrteten, genügte die alte Basilika, eines der schönsten Bauwerke des spanischen Barock. Eine Besonderheit des Gebäudes ist die Anlehnung an den Grundriss des sagenumwobenen Tempel des Salomon in Jerusalem; eine Zentralkuppel über einem quadratisch umschriebenen Raum mit vier Ecktürmen. Wegen Einsturzgefahr der alten Basilika und des enormen Pilgerandrangs wurde in den 1970er Jahren in unmittelbarer Nachbarschaft die moderne "Insigne y Nacional Basílica de Santa María de Guadalupe", so der offizielle Name, erbaut. Der riesige stützenfreie Raum hat Platz für 10.000 Menschen, außerhalb der Kirche ist Platz für weitere 25.000. Im Inneren wird in einem kugelsicher verglasten Schrein das Gnadenbild der Muttergottes gezeigt und werden die Almosen der Pilger mittels Fließband kassiert. 20 Millionen Pilger jährlich machen Guadalupe zum meistbesuchten Wallfahrtsort der Welt und das Verkehrschaos rundherum zur lokalen Alltäglichkeit.
Über Acolmán (Augustinerkloster, 16. Jahrhundert) nach Teotihuacán, von 100 – 650 als kulturelles, wirtschaftliches und militärisches Zentrum die historische Vorläuferstadt Mexico Citys, heute UNESCO Weltkulturerbe. Zur Zeit seiner größten Ausdehnung nahm das Stadtgebiet etwa 20 km² ein, davon ist der zentrale Bereich archäologisch erschlossen. Hauptachse dieser Zone ist die sogenannte Straße der Toten. Wir besichtigen die weltbekannten Gebäude, die sie säumen: Sonnenpyramide, Zitadelle, Mondpyramide und die Wohnquartiere. Ein Teil der Bauten ist mit großartigen Plastiken ausgestaltet, vor allem mit Köpfen der mythischen gefiederten Schlange, Sinnbilder des Gottes Quetzalcoatl. In einem erst vor wenigen Jahren eröffneten Museum sind Originale dieser Bauplastik und Kleinfunde aus Gräbern, die im Gelände entdeckt wurden, ausgestellt. Am Abend Rückkehr nach Mexico City.

4. Tag: Mit dem Bus Richtung Norden aus der Stadt hinaus, nach Tepotzotlán, wo sich ein Kloster der Franziskaner, später dann der Jesuiten befindet, das seine Blütezeit zwischen dem 16. und 18. Jh. erlebte. Die Kirche hat eine geradezu überschäumend ornamentierte Fassade und ist im Inneren ebenso verschwenderisch mit bunt bemalten oder vergoldeten Schnitzarbeiten geschmückt. Im ehemaligen Kloster befindet sich jetzt das Museo del Virreinato (seit 2010 UNESCO Weltkulturerbe), eine erlesene Sammlung von Schätzen kolonialer Kunst aus ganz Mexiko: Möbel, zahlreiche Ölgemälde, Gold- und Silberarbeiten, Keramik, Porzellan und Paramente. Einen Vorgeschmack der ganzen Pracht bietet http://www.inah.gob.mx/paseos/virreinato/. Weiterfahrt nach Tula/Tollan. Das archäologische Gelände zeigt Pyramiden- und die zentrale Tempelanlage der Tolteken während des 10.-12. Jh. Im Zenith seiner Entwicklung besaß Tula vermutlich rund 30.000 Einwohner und war das führende Zentrum der Obsidianverarbeitung. Ein Teil der Gebäude auf dem weitläufigen Gelände ist in hervorragendem Erhaltungs bzw. Rekonstruktionszustand und bietet stilistisch hochinteressante Parallelen zu Chichén Itzá. Bevor wir unser Quartier in Toluca de Lerdo beziehen Fahrt nach Calixtlahuaca etw 10 km vom Stadtzentrum entfernt. Die Ausgrabungen am Rande des modernen Dorfes haben bisher insbesondere eine Rundpyramide zum Vorschein gebracht, wohl ein voraztekisches Windheiligtum, dem Windgott Ehecatl geweiht. Die Stätte wurde 1930 erstmals wissenschaftlich untersucht aber erst seit 2002 sind wieder Forschungsarbeiten in Gang. Der Großteil der nachgewiesenen Gebäude liegt noch im Boden. Weiter nach Toluca, Hauptstadt des Bundesstaates México (ca. ½ Mio EW). Die Stadt war schon während der Kolonialzeit wirtschaftlich sehr erfolgreich – damals war es Verarbeitung und Handel mit Agrarprodukten, heute ist sie ein bedeutender Industriestandort mit Autofabriken und  großen Niederlassung von Weltfirmen wie Nestlé; Henkel, Bosch oder Bayer. Neben der sehenswerten Altstadt weist Toluca auch noch zwölf Museen, zwei Theater und über 20 Kinos auf. Dazu kommt ein in ganz Mexiko bekannter Botanischer Garten. 

5. Tag: 40 km südlich von Toluca, in Malinalco befindet sich ein einzigartiger, aus dem Fels herausgehauener Aztekentempel. Der bequeme Aufstieg vom Dorfrand zum Heiligtum, das auf einer Terrasse an einer Bergschulter liegt, dauert ca. 30 Minuten. Von oben bietet sich dann ein perfekter Überblick über den Ort und das ganze Tal, durch das einst einer der Hauptzugangswege nach Zentralmexiko führte. Neben dem schon erwähnten Felsentempel befinden sich die Reste einer ganzen Reihe weiterer Gebäude auf der Felsterrasse. Nach weiteren 50 km Fahrt erreichen wir Taxco, das sich zu beiden Seiten eines engen V-Tals die Hänge hinaufzieht.
Die verwinkelten engen Straßen sind eine Herausforderung für Autofahrer wie Fußgänger und deren gegenseitige Toleranz. Der Silberbergbau im Gebiet florierte ab Beginn der Kolonisation und kulminierte im 18. Jh., als Don José de la Borda eine besonders ergiebige Ader entdeckte und ein Vermögen dadurch machte. Sein Dank an Gott, Geschenk an die Stadt und Vermächtnis an die Nachwelt war die Kirche Santa Prisca. Sie ist ein geglücktes Beispiel für den Kolonialbarock, der schönste Schmuck des Zócalo und unabdingbarer Besichtigungspunkt für uns; weiters Casa Humboldt. Noch mehr Aufmerksamkeit zieht höchstens der Silberschmuck auf sich, der hier in allen Varianten von billiger Massenware bis zum edlen Designerstück in den Schaufenstern der unzähligen Schmuck- und Andenkenläden liegt. Urheber dieses Booms war ein US-amerikanischer Architekt, Designer und Self-made Manager, William Spratling, der 1931 in die Stadt kam und Gründer einer Silbermanufaktur wurde, in der später bis zu 500 Indigenes Silberschmuck in traditionellen Handwerkstechnickken produzierten und verkauften bzw. exportierten. Die Designs für die Schmuckstücke schuf er selbst nach Vorbildern aus den präkolumbianischen Kulturen. Die Manufaktur bildete ihren eigenen Nachwuchs aus, regelte ihre Angelegenheiten selbstverwaltend und war damit auch ein soziales Experiment und höchst modern anmutendes Entwicklungshilfeprojekt. Das nach Spratling benannte Museum in der Stadt zeigt seine Sammlung altmexikanischer Artefakte. Während der Karwoche werden in Tasco Prozessionen nach altspanischem Zeremoniell abgehalten; Selbstgeißelungen bis aufs Blut und das Schleppen von riesigen Büßerkreuzen sind Teile der Veranstaltung.

6. Tag: Fahrt nach Xochicalco (UNESCO Weltkulturerbe). Die alte Siedlung wurde schon in vorchristlicher Zeit gegründet, erreichte jedoch erst 700 – 900 die Dimensionen einer Stadt. Möglicherweise hängt dieser  Entwicklungsschub mit dem Fall von Teotihuacán zusammen. Besiedelt war ein großer Hügel, auf dessen Spitze das kultische und politische Zentrum lag. Insbesondere die reliefreichen Pyramiden aus der Maya- und Toltekenzeit sowie das Observatorium, in dem der Weg der Sonne zum Wendekreis des Krebses und zurück genau verfolgt werden konnte, sind Punkte des besonderen Interesses. Obwohl während des gesamtem 20. Jh. mehrere Grabungskampagnen stattfanden und beträchtliche Ergebnisse brachten, liegt der größte Teil der nachgewiesenen Gebäude noch in der Erde. In den 1980er Jahren wurde ein Museumsneubau auf dem Gelände errichtet, um den vielen Kleinfunden einen entsprechdnen Rahmen zu geben. Danach weiter nach Cuernavaca, die Stadt, die von Alexander von Humboldt die Prädikatisierung als "Stadt des immerwährenden Frühlings" erhielt. Tatsächlich war Cuernavaca (gegründet ca. 3.200 v. Chr. vermutlich von Olmeken; älteste Stadt Mittelamerikas, heute ca. 1,4 Mio EW im Ballungsgebiet) auch schon für die Aztekenkaiser oder Kaiser Maximilian der Ort, wo sie vor den Klimaextremen des zentralen Hochlandes Zuflucht suchten und ist es bis heute für viele wohlhabende Hauptstadtbewohner geblieben. Ausländische Unternehmen (bzw. deren Head-offices und Verwaltungseinheiten) und Spanisch-Studenten aus aller Welt wissen das angenehme Klima gleichfalls zu schätzen. Während der letzten 20 Jahre wurde die Stadt auch als internationale "Pensionopolis" entdeckt. Dem entsprechend sind 70% der Arbeitsplätze dem Sektor Dienstleistung zuzurechnen und 85% des Stadtgebietes sind als Wohngebiet ausgewiesen, wobei viel davon Villengrundstücke mit prachtvollen großen Gärten sind. Der Wohlstand und die entspannte Atmosphäre der Stadt sind allerorten mit Händen zu greifen. Wir besichtigen den Palast des Cortes, das älteste profane Kolonialgebäude Amerikas, noch im Renaissance-stil, heute nach sehr wechselvoller Nutzungsgeschichte als Museum genutzt. Ebenso interessant, alt und auch als Wehrbau konzipiert ist die Kathedrale. Sie wurde bei der jüngsten Renovierung Mitte des 20. Jh. allen moderneren Innenschmucks entkleidet und zeigt nun alte Fresken, die das Leben des Philip von Jesus (gestorben 1597) thematisieren; der erste Mexikaner, der heilig gesprochen wurde. Weiterfahrt entlang des Popocatépetl bis Puebla. Besichtigung der Hauptsehenswürdigkeiten der Stadt je nach Zeitbudget noch am späten Nachmittag oder am nächsten Vormittag. (Kathedrale, Rosenkranzkapelle in Santo Domingo, Compañía). Puebla ist eine rein spanische Stadtgründung, die aus stretegischen Gründen am Weg zwischen Mexico City und dem Hafen von Veracruz angelegt wurde. Ursprünglich war es auch nur Spaniern vorbehalten, hier zu wohnen. In der ersten Hälfte des 20. Jh. kam es zu mehreren Einwanderungswellen aus Europa. Auch heute noch wirkt die Bevölkerung "europäischer" als in anderen Städten Mexikos. Im Ballungsgebiet leben etwa 2,5 Mio. Menschen. Der historische Stadtkern ist UNESCO Weltkulturerbe. Die Stadt ist von einem Industriegürtel umgeben und 80% der Arbeitsplätze kommen aus der Industrie, größter Arbeitgeber der Stadt ist VW.

7. Tag: Am Vormittag Fahrt Richtung Westen, mit einem ersten Stop beim Kloster San Gabriel (Franziskanergründung von 1529), das zu einem der größten Klöster des Ordens in ganz Mexiko heranwuchs. Heute leben hier nur noch lediglich 15 Mönche. Der von einer Mauer umringte Komplex umfaßt einen zwei Fußballfelder großen grünen Hof, der an zwei Seiten von Kapellen, den Ordensgebäuden und der Kirche der Mönche begrenzt wird. Am interessantesten ist die Capilla Real oder auch Capilla de Naturales (Kapelle der Indigenen) von ursprünglich 1540; in der heutigen Form aus dem 17. Jh. Der Innenraum ist ähnlich einer Moschee, wie die Spanier sie insbesondere aus Andalusien kannten. 49 kleine Kuppeln die auf 12 Stützen und 24 filigranen Säulen stehen, die sieben Schiffe im Raum bilden, geben einen Raumeindruck entfernt vergleichbar dem in der Kathedrale von Cordoba. Von San Gabriel ist es nur noch ein Katzensprung zur Pyramide von Cholula, bei der es sich um das größte von Menschenhand hergestellte Einzelgebäude handelt (Grundfläche 450 x 450 m; der heute frei liegende Teil mißt 400 x 400 m). Die ältesten Bauteile stammen aus dem 3. Jh v. Chr. die letzte Überbauung fand im 9. Jh. statt.Wir besuchen das dazugehörige kleine Museum und  wandern auf einem Museumspfad am Fuß des Pyramiden-Berges durch verschiedene Ausgrabungen. Auf der Spitze der Pyramide befindet sich die katholische Kirche „Santa Maria de los Remedios“, die jedoch sehr oft nicht zugänglich ist.
Weiterfahrt nach Tonantzintla. Dort befindet sich eines der schönsten Beispiele des Talavera-Stils; die Adaption des Barockstils durch die Indigenes. Die überreich geschmückte kleine Kirche Santa María ist die Fahrt über holprige Provinzstraßen wirklich wert. Danach Weiterfahrt nach Südosten bis Oaxaca. Die Stadt liegt  im Valle Central, einem Haupttal der Sierra Madre del Sur und ist besonders durch Erdbeben gefährdet. Davon abgesehen ist Oaxaca auch eine der ärmsten Provinzhauptstädte des Landes. Die Region hat wegen der Abholzung der Kiefernwälder und der jahrzehntelangen Überweidung auch massive ökonomische und ökologische Probleme. Seit 15 Jahren erlebt die Stadt auf Grund des Engagements des Malers Francisco Toledo einen deutlichen kulturellen Aufschwung, wovon der Tourismus sehr profitiert. Das Stadtzentrum ist als Flächendenkmal UNESCO Weltkulturerbe. In der Begründung zur Aufnahme heißt es, die historische Altstadt sei ein gutes Beispiel für die Stadtplanung in den spanischen Kolonien. Der Grundriss folge einem geometrischen Muster und die Architektur sei, in ihrer Bauweise, den Anforderungen einer Erdbebenregion gut angepasst. Wir besichtigen vor allem die Kathedrale (1535 begonnen; Langhaus nach Edbeben aus dem 17. Jh.) und die Iglesia de Santo Domingo de Guzmán sowie das Museo de las Culturas de Oaxaca im ehemaligen Dominikanerkloster.

8. Tag: Früh am Morgen zum Monte Albán, der kulturelle und staatliche Mittelpunkt der Zapoteken (ca. 7. Jhd. v. Chr.) und Mixteken. Großartiges Grabungsgelände mit Palästen, Tempeln etc. Weiter nach Mitla (einst Totenstadt der Mixteken); hier entstand auch (auf einem schon seit Jahrhunderten genutzen Terrain) das neue politische Zentrum ab dem 10. Jahrhundert, als die Siedlung von Monte Albán aus ungeklärten Gründen aufgegeben wurde. Bei den Gebäuden wurden ausschließlich geometrische Muster (Stufenbänder und Zackenornamente in Mosaiktechnik) gewählt. Zurück nach Oaxaca, dabei noch Stopp in Santa Maria del Tule, wo der dickster Baum der Welt zu bewundern ist: eine Mexikanische Sumpfzypresse mit einem Stammdurchmesser von ca. 11½ m.

9. Tag: Stadtrundfahrt in Oaxaca (Kathedrale, Museum). Abschluss der Grundreise: Anschließend an das Besichtigungsprogramm Transfer zum Flughafen in Oachaxa und Flug via Mexico City (umsteigen) zurück nach Europa / Wien. Für die Teilnehmer des Fakultativprogramms "Yucatán und Südostmexiko" Fortsetzung der Busreise. Im Fall der Verlängerung durch die Reise "Guatemala – Honduras" per Flug mit Umsteigen in Cancun nach Flores in Guatemala.

10. Tag: Ankunft in Wien

Fakultativprogramm: Yucatán und Südostmexiko
Achtung: Dieser Programmteil kann auch als selbständige Reise ab/bis Wien gebucht werden!

1. Tag der selbständigen Reise: Flug von Wien via Mexico City nach Oaxaca de Juárez. Selbständiger Transfer vom Flughafen zum Hotel. Dort ggf. Zusammentreffen mit den Reiseteilnehmern, die zuvor die Reise "Zentrales Mexiko" gemacht haben.

9. Tag (2. Tag der selbständigen Reise): Stadtrundfahrt in Oaxaca (Kathedrale, Museum). Weiterfahrt entlang der Sierra Madre Central. Überquerung des Isthmus von Tehuantepec. Hier sind Atlantik und Pazifik „nur“ 200km weit voneinander entfernt. Bereits seit 5000 Jahren ist reger Handel in diesem Gebiet nachweisbar. Der große Markt Tehuatepecs (auf dem Zapotekisch die dominierende Sprache ist) erinnert deutlich daran. Ursprünglich lag die Stadt an einer der Hauptverbindungen zwischen Mittelamerika und dem Zentrum des heutigen Staates. Einen wahren Boom erlebte die Stadt jedoch in den 2 Jahrzehnten vor Eröffnung des Panamakanals (1914), weil der Großteil des Gütertransport zwischen den Ozeanen über eine Eisenbahnstrecke quer über den Isthmus abgewickelt wurde. Tehuantepec liegt noch 10km im Landesinneren, den Pazifik erreichen wir erst bei einem abendlichen Abstecher nach Salina Cruz.

10. (3.) Tag: Von Tehuantepec durch großartige Berglandschaft zum Canyon von Sumidero. Der Canyon, der in einem Nationalpark (tropische Zone) liegt, ist ein Produkt des Río Grijalva, der sich seit 35 Mio. Jahren hier sein Bett gegraben hat und dabei Felswände mit bis zu 1.000 m Höhe erzeugt hat. Seit 1981 wird der Fluss in seinem Lauf nach Norden aufgestaut und bildet dadurch einen der größten Stauseen Mexikos. Eine Erkundung des Canyons ist sowohl von oben (Panoramastraße) als auch vom Schnellboot aus (bitte warm anziehen!) möglich. Wir entscheiden uns je nach Wetter und Zeitbudget. Weiterfahrt nach San Cristóbal de las Casas auf erfrischende 2.100 m Höhe in der Sierra Madre de Chiapas. Der Besuch der Stadt war in den 1990er Jahren für Touristen nicht ratsam, da indigene revolutionäre Gruppierungen (Zapatistas) von hier aus bewaffnete Aufstände starteten, mit der mehr Eigenständigkeit für das Gebiet und mehr Förderung für die Anliegen der Indigenes (hier der Tzotzil, ein Stamm der Maya) erreicht werden sollten.

11. (4.) Tag: San Cristóbal de las Casas ist sowohl für seine Kolonialarchitektur als auch für seinen Indiomarkt berühmt. Am Morgen unternehmen wir einen großen Rundgang in der Stadt und über den Markt. Weiterfahrt wieder in tiefer gelegene Regionen; zu den schönen Wasserfällen von Agua Azul und dann nach Palenque. Schon die Fahrt zu diesen Ausgrabungen durch den tropischen Urwald, der hier ein stark hügeliges und von Bächen durchströmtes Gelände bedeckt, ist interessant. Palenque war eines der großen Zentren der Maya-Kultur in ihrer klassischen Periode (250-900 n. Chr.) und wird bereits seit dem Ende des 18. Jh. erforscht. Die archäologische Stätte wurde nicht ohne guten Grund 1987 zum UNESCO-Weltkulturerbe erklärt. Rund um den weitläufigen Hauptplatz befindet sich ein Ensemble von großartig restaurierten, reich geschmückten Bauwerken (Tempel der Inschriften, Kreuzgruppe, Palast). Im Gelände warten noch immer zahlreiche von Dschungelpflanzen überwucherte Ruinen auf ihre Erforschung und Wiedererweckung; nur 5% der Bauten sind aufgedeckt. Anfang 1995 wurde ein weiteres ungeplündertes Grab mit einem herrlichen Sarkophag entdeckt. Ein bedeutender Teil der Kleinfunde wurde in das große moderne Museum des Geländes integriert.

12. (5.) Tag:Fahrt Richtung Norden an den Golf von Mexiko, der mit kilometerlangen blendend weißen Sandstränden aufwartet. Muschelsucher können hier mit Leichtigkeit kapitale Fundstücke auflesen. Nach einer Pause dann weiter durch Lagunengebiete und an Palmenplantagen vorbei entlang der Küste. Nach der Überquerung des breit und ruhig strömenden Usumasinta in das Innere der Halbinsel Yucatán. Auf der relativ trockenen weitgehend flachwelligen Kalktafel wird viel Sisal angebaut. Fahrt bis Uxmal (ca. 50 km südlich von Mérida).

13. (6.) Tag: Uxmal, Nebenresidenz des ehemaligen Mayastaates, der unter toltekischer Führung vom 12. – 13. Jahrhundert die ganze Halbinsel umfasste. Rundgang mit Tempelpyramide des Zauberers, Gouverneurspalast, Nonnenkloster, Schildkrötenhaus, Fahrt nach Kabah, das einst über einen 18 km langen und fünf Meter breiten Gehweg mit Uxmal verbunden war (Tempel der Masken, Atlanten). Weiter nach Sayil und Labná (weitere Mayaruinen, Tempel, Pyramiden) bis Mérida, gegenwärtige Hauptstadt des Bundesstaates Yucatán (ca. 1,3 Mio EW). (3 Übernachtungen im selben Hotel)

14. (7.) Tag:Aus Beschreibungen des Franziskanermönches Diego de Landa, wissen wir, dass der Platz schon in vorspanischer Zeit eine große Siedlung mit zahlreichen Kultbauten war, doch wurden die Pyramiden bis zum Beginn des 20. Jh. als Steinbrüche verwendet und so sind sie nun vollständig verschwunden. Besichtigung der kolonialen Sehenswürdigkeiten in Mérida: Kathedrale (16. Jh.) mit einem riesigen Kruzifix (Cristo de la Unidad – Christus der Einheit), das als Denkmal für die Aussöhnung zwischen den Nachfahren der Conquistadoren und der Maya dient. Am Zocalo finden sich weiters das Rathaus und der Gouverneurspalast, dessen Innenhof mit Wandgemälden von Fernando Castro Pacheco ausgestattet ist; Thema: der Freiheitskampf Yucatáns. Der Spaziergang führt an weiteren Regierungsgebäuden, ehemaligen Palästen und einigen Kirchen vorbei zum Paseo Montejo, eine Prachtstrasse, an der zahlreiche Villen aus dem 19. Jahrhundert zu sehen sind. Die größte davon, die pompöse Residenz des Generals Francisco Cantón Rosados, beherbergt gegenwärtig das gut ausgestattete „Museo de Antropología e Historia“. Am Nachmittag Ausflug zum Mayazentrum Dzibilchaltún (großer Cenote, Pyramide und Tempel der sieben Puppen. Mérida ist insbesondere während des Faschings sehenswert; fast jeden Abend finden Umzüge und musikalische Darbietungen statt.

15. (8.) Tag: Mit dem Bus Ausflug nach Itzamal (schöner weitläufiger Franziskanerkonvent auf den Fundamenten eines Maya Tempels, Pyramiden). Weiter zum archäologischen Park von Chichén Itzá, eine der bedeutendsten Fundstätten ganz Mexikos (UNESCO Weltkulturerbe). Im Zentrum des weitläufigen Geländes die Kukulcánpyramide (neun Absätze, 365 Stufen, Sinnbild des Jahres). Rund um dieses Zentrum gruppieren sich zahlreiche große repräsentativ ausgestaltete Gebäude, bei denen einander kultische und politisch-praktische Funktion wohl überschnitten: Observatorium, Ballspielplatz, Kriegertempel, Zeremonienstraße und Wohnquartiere der kriegerischen Oberschicht bzw. Priesterschaft. Interessanterweise befinden sich hier Gebäude mit verschiedenen Architekturstilen direkt nebeneinander. Warum dies hier (und nur hier) so ist, steht wissenschaftlich ebenso in Diskussion wie die politische „Reichweite" der Stadt, die ihre Blütezeit vom 8. – 11 Jh. hatte und in dieser Zeit ein geschlossenes Siedlungsgebiet von etwa 15km² bedeckte. Eine Besonderheit dieses Ortes ist der riesengroße sogenannte heilige Brunnen – Cenote Sagrado, ein Karstsee, in den Menschenopfer gestoßen wurden und von dessen Grund zahlreiche Kultgegenstände geborgen wurden. Rückfahrt nach Mérida.

16. (9.) Tag: Transfer zum Flughafen für den Flug nach Mexiko City und weiter nach Europa. Im Fall der Verlängerung durch die Reise "Guatemala – Honduras" per Bus nach Cancun (ca. 300km Schnellstraße) und von dort Direktflug nach Flores in Guatemala.

17. (10.) Tag: Ankunft in Wien.

Verlängerung für einen Badeaufenthalt in Cancún oder Playa del Mar auf Anfrage möglich!

Die drei Reisen "Zentrales Mexiko", "Yucatán und Südostmexiko" und "Guatemala – Honduras" sind sowohl jeweils als einzelne abgeschlossene Reise buchbar, als auch  in verschiedener Form miteinander kombinierbar.

  • Bei allen Abreiseterminen für "Zentrales Mexiko" wird  die Verlängerung "Yucatán und Südostmexiko" angeboten.
  • Beim Abreisetermin 02.02.2018 für "Zentrales Mexiko" kann als dritter Teil auch noch "Guatemala – Honduras" nahtlos angefügt werden.
  • Bei allen Abreiseterminen bis einschl. 18.02.2018 für  für "Guatemala – Honduras" kann die Verlängerung "Yucatán und Südostmexiko" angefügt werden.
  • Bei allen Abreiseterminen ab einschl. 24.03.2018 für  "Zentrales Mexiko" kann auch die Verlängerung "Guatemala – Honduras"  nahtlos angefügt werden.

Für den Fall, dass Sie eine Kombination wünschen, die durch diese Angebote nicht zur Verfügung steht, besteht die Möglichkeit, die Katalogreise(n) mit einer Privatreise (zum Wunschtermin mit einheimischer Reiseleitung) zu verbinden.

Termin:

Fr 01.12.2017  -  So 10.12.2017  / So 17.12.2017  freie Plätze 
Di 26.12.2017  -  Do 04.01.2018  / Do 11.01.2018  freie Plätze 
Fr 02.02.2018  -  So 11.02.2018  / Mo 19.02.2018  freie Plätze 
Sa 24.03.2018  -  Mo 02.04.2018  / Mo 09.04.2018 (Ostern)  freie Plätze 
Fr 11.05.2018  -  So 20.05.2018  / So 27.05.2018 (Pfingsten)  freie Plätze 
Sa 07.07.2018  -  Mo 16.07.2018  / Mo 23.07.2018  freie Plätze 
Fr 10.08.2018  -  So 19.08.2018  / So 26.08.2018  freie Plätze 
Fr 19.10.2018  -  So 28.10.2018  / So 04.11.2018  freie Plätze 
Buchungsinformation

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Reiseleitung: Prof. Dr. Wolfgang Marschall  u. a.

Pauschalpreis: € 3.200,–
Als Privatreise:
€ 3.500,–
(ab 2 Personen mit örtlicher Reiseleitung, auch zum Wunschtermin!)

Inbegriffen:
Die Linienflüge (KLM und lokale Gesellschaften)
Die Flughafen- und Sicherheitsgebühren
Die Nächtigungen in Doppelzimmern in guten und sehr guten Hotels
Die Frühstücke
Die Bootsfahrt bzw. Gebühr für die Panoramastraße des Sumidero Canyon
Die Besichtigungen mit den Führungen und Erklärungen
Die Eintrittsgebühren
1 Exemplar des Buches "Land unter ihnen" von Alexander Peer
Falls erforderlich die Betreuung durch einen lokalen Begleiter
Die qualifizierte Studienreiseleitung durch einen Akademiker oder anderen Fachmann

Fakultativprogramm Yucatán/Südostmexiko: € 1.500,– 
(mindestens 8 Personen, Aufzahlung bei weniger Teilnehmern: € 490,–)

Programm Yucatán/Südostmexiko als selbständige Katalogreise ab/bis Wien: € 2.200,–
Programm Yucatán/Südostmexiko als Privatreise ab/bis Wien: € 2.400,–
(ab 2 Personen mit örtlicher Reiseleitung, auch zum Wunschtermin!)

Einbettzimmerzuschlag pro Nacht: € 60,– 

Hochsaisonzuschlag (Weihnachten, Silvester): € 295.–

Teilnehmerzahl: mindestens 12, höchstens 25 Personen

Es gelten die Allgemeinen Reisebedingungen in der letztgültigen Fassung unter Zusatz der auf der Rückseite unseres Anmeldebogens angeführten Punkte. Veranstalter-Nr. 2003/0011.