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Der Sudan, südlich Ägyptens mit Anschluss ans Rote Meer gelegen, gehört zu den geheimnisvollsten Ländern des schwarzen Kontinents. Die Lebensader des Landes ist der Nil, dessen Quell- und wichtige Nebenflüsse sich erst hier vereinigen. Schon die alten Ägypter waren stromaufwärts gegangen und haben wichtige Kulturdenkmäler hinterlassen. Die alten Kulturen der Nubier, das antike Königreich Meroe, spektakuläre Wüstenszenerien und nicht zuletzt farbenprächtige Lokaltraditionen machen die Faszination dieser Weltgegend aus. Dass sich diese Traditionen erhalten haben, ist die Kehrseite der Medaille, dass der Sudan zu den ärmsten und am wenigsten entwickelten Ländern Afrikas gehört. Das kurze Fakultativprogramm führt in ein Gebiet, das noch einmal ein anderes Gesicht des vielschichtigen Landes zeigt. Unsere gesamte Route liegt im Gebiet zwischen der Hauptstadt Karthoum und der Grenze zu Ägypten, also im Nordteil der Republik Sudan. Der Sudan, einst größter Flächenstaat Afrikas, war seit dem 1. Januar 1956 unabhängig vom Vereinigten Königreich. Der südliche Teil der ehemaligen Kolonie hat sich nach einer Zeit als autonome Region in einem Referendum 2011 als eigenständiger Staat (Republik Südsudan) etabliert. Für ein Grenzebiet, das etwas größer ist als Kärnten, ist die Frage der Zugehörigkeit zwischen den beiden Republiken noch immer strittig. Im Sudan ist der Islam Staatsreligion.

1. Tag: Abflug von Wien, mit Zwischenlandung nach Khartoum.

2. Tag: Khartoum – Stadtrundfahrt
Am Morgen Besuch des Archäologischen Museums mit den Funden aus Meroe und den vor dem Untergang im Nasser-Stausee geretteten Resten aus dem Norden. Neben vielen anderen faszinierenden Exponaten sind auch zwei umgesetzte Tempel aus Nordnubien (Nassersee)  mit einzigartigen frühchristlichen Fresken (Kathedrale von Faras) zu sehen. Am Nachmittag Ausflug auf die andere Seite des Nils in die Schwesterstadt Omdurman, die ehemalige Hauptstadt. Inzwischen verbinden 5 Brücken die beiden Städte. Besuch beim Grab des Mahdi, im Haus des Kalifen (heute Museum) und im Souk. Bei der Rückfahrt kommen wir am Zusammenfluss des Blauen mit dem weißen Nil vorbei, ebenso wie am Präsidentenpalast (wo 1885 der britische General Gordon hingerichtet wurde).

3. Tag: Khartoum – Meroe
Am Vormittag Fahrt Richtung Norden durch eine Granitwüste mit beeindruckenden Felsformationen. Nach einem kurzen Abstecher zum Nil und Weiterfahrt durch kleine Kameldorn-Akazienwäldern, gelangen wir zum eindrucksvollen Pyramidenfeld von Meroe. Es ist eines der größten Pyramidenfelder der Antike, wo sich dutzende schwarze Pyramiden spektakulär  aus dem gelben Wüstensand erheben. Nächtigung im Zeltcamp in Meroe mit einer atemberaubenden Aussicht auf die erstaunlich spitzen Pyramiden.

4. Tag: Meroe – Die Stadt der Könige
Besichtigung des Pyramidenfeldes. Mehr als 40 Pyramiden ragen mit ihren scharfen Formen in den klaren Himmel. Die meisten von ihnen sind gänzlich erhalten. Am äußeren Rand des aktuellen Ausgrabungsgebietes befinden sich einige kleine Tempel deren Wände mit schönen Flachreliefs dekoriert sind, die das Leben der Könige und Götter darstellen. Dann Fahrt  entlang des Nils zu den Ruinen der Königlichen Stadt. Die Stadt Meroe umfasste einst ein großes Areal. Erst ein kleiner Teil dieses Zentrums, geformt von vielen kleinen Hügeln und bedeckt mit roten Lehm-Fragmenten, ist archäologisch gesichert und ausgegraben. Zeltübernachtung im Camp.

5. Tag: Meroe – Atbara – Bayuda-Wüste – Karima
Nach dem Frühstück verlassen wir Meroe und fahren entlang des Nils zur Stadt Atbara, am Zusammenfluss des Nils mit dem Atbara-Fluss gelegen. Wir überqueren den Nil mit einer Fähre. Die Weiterfahrt führt in die Bayuda-Wüste mit ihren großen schwarzen Balsalt-Kegeln. Es geht abwechselnd über Geröllstrecken und dann wieder durch trockene Wadis mit spärlicher Vegetation in denen die Dorcas-Gazellen vorkommen. Hier begegnet man immer wieder kleinen Kamel-Karawanen der Bisharin-Nomaden, die in Familiengruppen in der Nähe von Brunnen leben oder auch in Gebieten, wo für Europäer ein Überleben unmöglich erscheint. In Merowe (nicht zu verwechseln mit Meroe) queren wir den Nil über die neueröffnete Brücke. Übernachtung im Nubian-Resthouse in Karima.

6. Tag: Karima – Ausflug zum Jebel Barkal und nach El Kurru
Das Wahrzeichen in der Nubischen Wüste, den Jebel Barkal (Jebel=Berg) kann man schon aus weiter Entfernung erkennen, obwohl er gerade einmal 98 m hoch ist und zu Fuß bequem in einer halben Stunde umrundet werden kann. Am Fuß dieses heiligen roten Sandstein-Tafelberges mit fast senkrechten Flanken, befindet sich der eindrucksvolle Tempel der „Pharaonen des Neuen Reiches“. Sie hatten sich dem Schutz Amons anvertraut, dessen mythische Residenz auf diesem Berg lag. Damit war dieser Ort für mehr als 1000 Jahre das religiöse Herz des Reiches. Seit 2003 ist der Berg, zusammen mit den historischen Stätten von Napata ein Teil des UNESCO Weltkulturerbes. Neben den Ruinen des riesigen Amon-Tempels findet man noch Reste einer Widderskulpturen-Allee, die aller Wahrscheinlichkeit nach zum Hafen am Nil führte. In der Bergwand  befindet sich ein großer Raum mit einem faszinierenden Flachrelief. Die Pyramiden der Nekropolis von Napata (nubische Hauptstadt von 800 bis 400 v.Chr., vor der Meroitischen Periode) befinden sich an drei verschiedenen Orten: einmal einige hundert Meter nordwärts vom Jebel Barkal bei El Kurru, dann ein paar Kilometer südlich des Berges sowie bei Nuri, das am anderen Ufer des Nils liegt. Wir besichtigen die Pyramiden von El Kurru mit den klassisch „pharaonisch“ ausgemalten unterirdischen Grabkammern des Königs Tanwetamani. Auf der Rückfahrt Halt in der Wüste bei einer Fundstätte von fossilen Baumstämmen. Am Abend Rückkehr nach Karima – Übernachtung im Nubian-Resthouse. 

7. Tag: Ganztagsausflug nach Alt-Dongola
Fahrt nach Westen durch die nubische Wüste zum Ort Alt-Dongola (einst christliche und später islamische Hauptstadt Nubiens), wo wir wieder den Nil erreichen. Hier finden sich Zeugnisse des einstigen Königreiches Makuria – Kirche der Granitsäulen sowie Überreste von Häusern, Palästen und Gräbern.  Nach dem Besuch einiger nubischer Dörfer am Abend Rückkehr nach Karima.

8. Tag: Karima – Ausflug in die Nubische Wüste, Nilfahrt zum 4. Katarakt  Nuri
Nach dem Frühstück kurzer Besuch des Marktes in Karima, wo wir einen Einblick in das Alltagsleben der sudanischen Bevölkerung bekommen. Weiterfahrt nach Norden zu den ausgedehnten Sandflächen der Nubischen Wüste. Mit einem Fischerboot  unternehmen wir eine Bootsfahrt auf dem Nil zum 4. Katarakt. Dieser befindet/befand sich in der Nubischen Wüste nahe Dar-al-Manasir. Ursprünglich galt er für die Schiffahrt als das schwierigste Teilstück des Nils, weil sich hier der Fluss in viele seichte Arme aufspaltete, die sich mit jedem Hochwasser wieder veränderten. Seit 2008 wird das Gebiet jedoch großräumig durch den Merowe Staudamm überflutet, womit Schiffahrt und Fischerei wesentlich leichter von statten gehen können; wir unternehmen einen Spaziergang auf einer Nilinsel. Am Nachmittag Besichtigung der Totenstadt von Nuri, u. a. mit den Grabpyramiden der 26. Dynastie und der des Pharao Taharka. Übernachtung wieder in Karima. 

9. Tag: Karima – Omdurman Khartoum
Rückfahrt nach Süden auf einer Asphalt-Straße durch die Westliche Wüste. Halt für das Mittagessen an einer einfachen Raststation. Dann erreichen wir wieder Omdurman. Nach einem Bummel auf dem großen Markt fahren wir weiter in unser Hotel in Khartoum.

10. Tag: Früh am Morgen Rückflug von Khartoum über Kairo nach Wien.

Fakultativprogramm Soleb und Kerma (3 Tage):

9. Tag: Dongola – Soleb – Insel Sai
Von Karima Fahrt durch die Nubische Wüste und über den Nil nach Dongola. An Granitformationen vorbei erreichen wir das Dörfchen Soleb; Mittagessen und dann mit einem Fischerboot Ausflug zur Insel Sai: Überreste aus der Kerma-, aus altägyptischer und aus christlicher Zeit zeugen von jahrtausendelanger Besiedlung. Am Abend Rückkehr nach Soleb.

10. Tag: Tempel von Soleb – 3. Nilkatarakt – Sabu – Tombos
Am Morgen Besichtigung des Tempels von Soleb, errichtet von Amenophis III. Er ist das am besten erhaltene Baudenkmal aus altägyptischer Zeit des gesamten Sudan. Danach Weiterfahrt nach Süden; nach Überquerung des Nils Fahrt entlang des Ostufers zum 3. Katarakt mit herrlichen Wasser-Schauspielen. Einen schönen Blick erhalten wir vom etwas höher gelegenen ehemaligen osmanischen Fort. Bei Sabu besuchen wir vorgeschichtliche Felszeichnungen. Der Weiterbestand dieses Gebietes ist gefährdet. Die Regierung des Sudan plant die Verwandlung des Niltals in eine Kette von fünf Stauseen, von denen zwei bereits realisiert wurden. Der Kajbar Damm beim 3. Katarakt, für den eine chinesische Baufirma bereits in den Startlöchern steht, würde einen Stausee erzeugen, durch den 90 Dörfer mit etwa 10.000 Einwohnern von der Landkarte verschwinden und auch etwa 500 archäologische Stätten untergehen würden. Die lokalen und internationalen Proteste gegen das Projekt, dauern bereits seit 2007 an; insbesondere auch, weil damit wesentliche materielle Teile der nubischen Kultur ausgelöscht würden. Wir fahren durch mehrere Dörfer bis Tombos mit den Resten einer Monumentalstatue König Taharakas (1.800 v.Chr.).

11. Tag: Kerma – Karima
Kurze Fahrt bis Kerma, die ehemalige Hauptstadt des gleichnamigen Reiches: Besuch im kleinen Museum mit 7 Statuen von schwarzen Pharaonen, Besichtigung der sog. Daffufas (große Ziegel-Gebäude, ca. 2.000 v. Chr., wahrscheinlich ehemalige Paläste) und mehrerer Tumulus-Gräber. Am Abend Fahrt bis Karima.

12. Tag: Rückfahrt nach Süden auf einer Asphalt-Straße durch die Westliche Wüste. Am Spätnachmittag erreichen wir wieder Khartoum.

13. Tag: Transfer zum Flughafen und Rückflug nach Wien. 

Termine:

Termine sind in Vorbereitung!

Pauschalpreis:  € 2.995,–
Als Privatreise: € 3.690,–
(ab 2 Personen, mit örtlicher englischsprechender Reiseleitung, auch zum Wunschtermin)

Reiseleitung:  Deutschsprechende einheimische Reiseleitung

Inbegriffen:
Die Linienflüge Wien – Khartoum – Wien (Turkish Airlines)
Die Flughafen- und Sicherheitsgebühren
2 Nächte (1 x davon day use) im Holiday Vila Hotel in Khartoum (oder ähnlich) mit Frühstück
2 Nächte im Zeltcamp in Meroe mit Vollpension
4 Nächte in einem Nubischen Gästehaus in Karima mit Vollpension
Für das Fakultativprogramm Soleb-Kerma: 2 Nächte in nubischen Gästehäusern mit Vollpension
Mineralwasser während der Tour
Transport mit Toyota Land Cruiser (4 Personen pro Auto) oder Toyota Hilux (3 Personen pro Auto)
Die Eintrittsgebühr ins Archäologische Museum
Die lokale, englischsprachige Reiseleitung

Nicht inbegriffen:
Die Passregistrierung, die Fotoerlaubnis, die Routengenehmigung, die Eintrittsgebühren für die Archäologischen Stätten (USD 260,–, an Ort und Stelle zu entrichten)
Die Ausreisesteuer (ca. € 20,–)
Alle Arten von Versicherungen
Alle Arten von persönlichen Ausgaben
Die Trinkgelder für Fahrer und Führer (Empfehlung je ca. € 40,–)

Fakultativprogramm Soleb-Kerma:
bei 2-3 Personen:  € 950,–
ab 4 Personen:    € 780,–

Einbettzimmer (bzw. Einmannzelt) -zuschlag pro Nacht: € 55,–

Saisonzuschläge:
für den Silvestertermin 2016/17:  € 150,–

Visum (inklusive Besorgung):  € 95,–

Aufzahlung auf Flüge ab/bis Graz bzw. Salzburg:  € 30,–
Aufzahlung auf Flüge ab/bis Deutschland:  € 90,–
(dieser Aufpreis gilt für alle Flughäfen, die von Turkish Airlines angeflogen werden)

Teilnehmerzahl: mindestens 6 Personen

Es gelten die Allgemeinen Reisebedingungen in der letztgültigen Fassung unter Zusatz der auf der Rückseite unseres Anmeldebogens angeführten Punkte. Veranstalter-Nr. 2003/0011.