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Die Reise bietet eine Auswahl von Spitzen-Sehenswürdigkeiten in zwei französische Landschaften, die gleichermaßen in der Geschichte Frankreichs eine bedeutende Rolle spielen. Von Paris aus fahren wir zuerst in das Tal der Loire (Weltkulturerbe), wo wir vor allem eine Reihe der berühmten Schlösser und Gärten besichtigen. Im zweiten Teil der Tour geht es nach Burgund mit seinen berühmten Städten (Autun, Beaune, Dijon), Klöstern und Weingebieten.

1.Tag: Anreise nach Paris und Fahrt mit dem Bus in das Tal der Loire nach St. Benoit (Romanische Basilika mit dem Grab des Hl. Benedikt, Gründer des Benediktinerordens). Spaziergang in Orléans; hier verdiente sich 1429 Jeanne d’Arc ihren Ehrennamen „Jungfrau von Orléans“, als sie an der Spitze einer kleinen Entsatztruppe der belagerten Stadt zu Hilfe kam und es gelang, die Englischen Streitkräfte zu vertreiben (Reiterdenkmal und Maison de Jeanne d’Arc). Die Kathedrale der Stadt hat zwar eine wunderbare Legende, die besagt, dass die Einweihung des Baus direkt durch die Hand Gottes erfolgte, jedoch eine lange Leidensgeschichte der Zerstörungen und Beschädigungen, so dass der heutige Bau weitgehend eine Rekonstruktion der Rekonstruktion aus dem 19.Jh. ist. Dennoch beherrscht sie die Silhouette der Altstadt und liegt malerisch am Ende einer langen Sichtachse. Weiterfahrt zum Übernachtungsort für die nächsten beiden Nächte, nach Tours.

2.Tag: Ausflug nach Angers, Hauptstadt des ehemaligen Herzogtums Anjou. Besuch der Kathedrale mit dem berühmten Anjou-Gewölbe und des Schlosses mit dem einmaligen Wandbehang der Apokalypse. Diese Gobelinserie, entstanden 1373 – 1380, ist alleine schon eine Reise wert. Gigantisch in der Größe (heute erhalten sind noch 103 Laufmeter mit rund 5 m Breite) und brilliant in der handwerklichen wie künstlerischen Ausführung sind die 84 Einzelszenen, die das Werk umfasst, sowohl Bilder voll von Symbolik und gelehrten Anspielungen als auch bewegende Zeugnisse der Leiden und Ängste der Zeitgenossen der Entstehungszeit. Weiter über Cunault und Saumur nach Fontevrault, der größte Klosterkomplex Europas, gegründet etwa 1100. Innerhalb der 14 ha umfassenden Anlage bestanden Männer- und Frauenklöster nebeneinander, die Gesamtleitung hatte schon seit der Gründung stets eine Äbtissin. Die Abtei war auch die Grablege der Plantagenets und beherbergt u. a. das Grab von Richard Löwenherz. Architektonisches Highlight ist das romanische Küchengebäude. Vorbei an Ussé (Dornröschenschloss) nach Azay-le-Rideau (eine vollendete Schöpfung der Renaissance; seit 2014 laufen allerdings umfangreiche Restaurierungsarbeiten, die das Schauvergnügen trüben) und Villandry. Die Sensation dieses Schlosses sind seine Gärten, liebevoll rekonstruiert nach Originalplänen aus der Renaissance und von einem Heer von Gärtnern stets aufs prächtigste gepflegt. Diese Gärten zeigen am besten in ganz Frankreich, aus welchen Wurzeln die weltberühmte Kunst des „Französischen Gartens“ erblüht ist. Durch die steile terrassenförmige Anlage oberhalb der ornamental bepflanzten Flächen bieten sich unvergleichliche Ausblicke und Fotomotive. Rückfahrt nach Tours.

3.Tag: Besichtigung von Tours, das in seiner sehenswert revitalisierten Altstadt nicht nur Fachwerkhäuser, die Überbleibsel der riesengroßen Wallfahrtskirche des Hl. Martin sowie die gotische Kathedrale Saint-Gatien (mit vor kurzem restaurierter äußerst eleganter Fassade) zu bieten hat, sondern auch einen schönen Jugendstil-Bahnhof und das moderne Kongresszentrum (1993, Architekt: Jean Nouvel). Fahrt an Schloss Amboise vorbei nach Chenonceaux. Herrlich über dem Cher gelegen wurde dieses Schloss ab 1515 im Stil der Gotik und italienischen Renaissance errichtet und diente zuerst König Henry II. und seiner Mätresse Diane de Poitiers und nach dem Tod des Königs seiner Witwe Katharina von Medici als erlesener Rahmen für ihre luxuriösen Hofhaltungen. Weiter zur Außenbesichtigung von Schloss Chambord (1519 für König Franz I. errichtet). Das größte und eines der schönsten Renaissance-Schlösser der Welt wurde während der Revolution völlig ausgeplündert. Eine zeitlang drohte Chambord sogar der Abbruch. Fahrt nach Blois und Gang durch das Schloss, das fast hundert Jahre lang als ständige königliche Residenz diente und dementsprechend groß und prachtvoll ist. Der älteste erhaltene Teil des Komplexes, der sog. Ständesaal, wurde 1210 im gotischen Stil erbaut, wichtige Um- und Zubauten erfolgten im Stil der italienischen Renaissance und im 17.Jh. wurde noch ein prächtig geplanter aber nicht mehr vollendeter klassizistischer Flügel hinzugefügt. Weiter bis Bourges.

4.Tag: Bourges war im Mittelalter die Hauptstadt des Herzogtums Berry. Besichtigung der Kathedrale (1200 – 1260), eine der großartigsten Bischofskirchen Frankreichs. Fahrt nach Autun, gegründet 10 v. Chr. anlässlich der endgültigen Niederwerfung der Gallier. Die Reste des Römischen Theaters und der antiken Stadttore zeigen noch heute, dass Rom hier ein Schaufenster seiner Kultur mitten im neuen Kolonialgebiet errichtete. Zentraler Besichtigungspunkt ist die romanisch-gotische Kathedrale St. Lazare mit dem berühmten Portal-Tympanon. Viele Gestaltungsdetails des Gebäudes verweisen jedoch eher auf antike Vorbilder als auf die gängigen Stilmuster seiner Entstehungszeit und sind auf ihre Weise einzigartig. Fahrt nach Beaune, das seit dem Mittelalter seinen Reichtum dem Burgunderwein verdankt. Die Stadtmauer aus dem 16. Jahrhundert umschließt auch heute noch die Altstadt; in den Kasematten befinden sich Weinlager der großen Erzeuger. Hauptbesichtigungspunkt ist das „Hôtel Dieu“ ein mittelalterliches Hospital, (gestiftet 1443, in Gebrauch bis 1971, jetzt Museum); Prunkstück: „Das Jüngste Gericht“ ein großartiger Flügelaltar von Rogier van Weyden (15.Jh).

5.Tag: Dijon ist die Hauptstadt des ehemaligen Herzogtums Burgund, heute eine moderne lebendige Departementshauptstadt mit einer renommierten Universität und rund 150 TEW. Hier findet man neben dem Herzogspalast zahlreiche Adelspalais und Handelshäuser, insbesondere in der Rue de Forges mit Häusern aus dem 14. und 15. Jahrhundert, sowie die Kirche „Notre Dame“ mit einer extravaganten Fassade und die Kathedrale St. Bénigne mit hochinteressanten Resten der romanischen Krypta. Weiter nach Vézelay; beherrschend auf der Spitze eines kleinen Berges liegt die Karolingische Abtei mit der größten Klosterkirche Frankreichs (Wallfahrtsort mit Reliquien der Hl. Maria Magdalena). Dass der Bau heute noch steht, ist vor allem der Arbeit des wichtigsten Restaurators französischer Architektur nach den Verwüstungen durch die Französischen Revolutionäre zu verdanken: Viollet le Duc. Kurzer Aufenthalt in Auxerre (hübsch an der Yonne gelegene Hauptstadt des unteren Burgund mit Kathedrale aus dem 13. – 16. Jahrhundert) und Weiterfahrt nach Paris. Am Abend Rückflug nach Wien.

Termin: 

Termine sind in Vorbereitung!

Reiseleitung: Prof. Mag. Harald Handlos

Pauschpreis: € 1.250,– (ohne An- und Rückreise)

Inbegriffen:
Die Rundreise
Die Nächtigungen in Zweibettzimmern in guten Hotels (Du/WC oder Bad/WC)
Die Halbpension (Frühstück und Abendessen)
Die Besichtigungen mit den Führungen und Erklärungen (ohne eventuelle Eintrittsgebühren)
Die Straßensteuern und Autobahngebühren
Die qualifizierte Studienreiseleitung durch einen Akademiker oder anderen Fachmann

An- und Rückreisemöglichkeiten (Preis jeweils abhängig vom Buchungstag):
Flug: Wien – Paris – Wien ab € 255,– inklusive Taxen
Bahn: ab € 199,– inklusive Reservierung

Einbettzimmerzuschlag pro Nacht: € 45,–

Teilnehmerzahl: mindestens 12, höchstens 25 Personen

Es gelten die Allgemeinen Reisebedingungen in der letztgültigen Fassung unter Zusatz der auf der Rückseite unseres Anmeldebogens angeführten Punkte. Veranstalter-Nr. 2003/0011.