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Polen

Eine Reise in Landstriche, in denen viel von unserer Geschichte noch Gegenwart ist; die altösterreichische Vergangenheit, die K.&K.-Monarchie und deren östlichste Kronländer. Gebirgszüge wie die Karpaten, Flüsse wie Weichsel, San, Dnjestr und Pruth sowie viele Bauten und Bahnhöfe aus der Gründerzeit bilden die naturschöne, jedoch nostalgisch ausgestattete Bühne für dieses Stück einer Welt von gestern. Wir sehen die  Heimat großer Dichter, Literaten und Künstler, Zentren des Ostjudentums und dessen Vernichtung und wir fahren zu Schlachtfeldern und Gräbern aus der Zeit der Napoleonischen Feldzüge bis zu den Weltkriegen. Daneben die Gegenwart: Das bescheidene Leben der ukrainischen Bauern, für die sich offensichtlich noch nicht viel geändert hat, trotz Sozialismus und Globalisierung. Dicht daneben die Jugend in den Städten und die Betriebsamkeit dort, wo der Aufbruch in eine Welt des liberalen Wirtschaftens und demokratischen Regierens schon begonnen hat. Weiterlesen

Eine landschaftlich wie kulturgeschichtlich gleich interessante Fahrt, die in einer großen Schleife die schönsten Erbstücke des alten Königreiches zeigt. Immerhin war Polen vom Spätmittelalter bis ins 18. Jh. eine europäische Großmacht und reichte von der Ostsee bis ans Schwarze Meer. Aber auch die Zeit der Wiedergeburt und Neu-Erfindung Polens seit 1918 hat sehr interessante Spuren hinterlassen. Eine Reise, die weit mehr bietet, als es zunächst den Anschein hat! Weiterlesen

Die beiden Ostsee-Metropolen an der Danziger Bucht sind ca. 125 km Luftlinie voneinander enfernt und haben eine äußerst wechselvolle Geschichte hinter sich. Über weite Strecken lief die historische Entwicklung parallel. Die seit vorchristlicher Zeit von slawischen Stämmen belegten Siedlungsplätze wurden im Frühmittelalter abwechselnd von Dänen und Polen angegriffen. Ab dem 13. Jh. entwickelten sich beide Städte zu prosperierenden Häfen und Warenumschlagplätzen, wurden befestigt, schlossen sich der Hanse an und gerieten politisch unter deutsche Souveränität inmitten eines polnischen Umfelds. Wobei "deutsch" ein äußerst unscharfer Begriff ist: Tatsächlich gab es einen ständigen internen Machtkampf zwischen dem Deutschen Ritterorden, der dann jahrhundertelang die territoriale Oberherrschaft innehatte und den Selbstverwaltungskörperschaften der beiden Städte, in denen die Kaufleute dominierten. Letztlich gelang es den Städten, autonom zu werden. Während des 17. Jh. hatte die Stadtrepublik Danzig mehr deutschstämmige Einwohner als selbst Wien oder Köln. Gegenläufig zum Aufstieg Preußens und danach des Deutschen Reiches als Regionalmacht verloren die Städte ihre Privilegien und wurden gegenüber Berlin provinzialisiert. Als Folge des zweiten Weltkriegs verloren beide Städte zudem ihre angestammte Bevölkerung sowie den großteil ihrer historischen Bausubstanz und wurden auch dadurch getrennt, dass sie Polen bzw. Russland zugeschlagen wurden. Heute präsentieren sich beide Städte in schön renoviertem Zustand und bieten dem Besucher einen Querschnitt durch die Jahrhunderte. Weiterlesen