preloder
DRUCKEN

Diese Reise bieten wir im Anschluss zu "Myanmar (Burma) – Ins Land der Goldpagoden …" an. Durch den neuen Direktflug Yangon (Rangun) – Siem Reap ist diese "naheliegende" Ergänzung ohne großen Zeitverlust möglich. Während fünf voller Besichtigungstage können die Sehenswürdigkeiten in und um Angkor besucht werden. Falls Sie sich speziell für nur Angkor interessieren, kann dieses Proramm auch als eigenständige Reise ab/an Wien gebucht werden.

12. Tag: Flug Yangon – Siem Reap und Transfer ins Hotel
Der Name der Stadt (60.000 EW.) erinnert an eine Niederlage, welche die hier beheimateten Khmer (85% aller Kambodschaner entstammen dieser Ethnie) einem siamesischen Heer im 18. Jh. bereitet haben. Traditionell waren und sind Reisanbau und der Fischfang im nahe gelegenen See namens Tonle Sap Lebensgrundlage der Bewohner. Seit der Öffnung des Landes für den internationalen Tourismus boomt Siem Reap als Ausgangsbasis für die Besucher der Tempel von Angkor und hat sich die wirtschaftliche Lage in der Region stark verbessert.

13. Tag: Angkor: Prasat Kravan – Srah Srang ("Bad des Königs") – Banteay Kdei – Mebon Oriental Tempel – Pre Rup
Das Gebiet von Angkor ist etwa 200 km² groß. Diese Region nahe Siam Reap war vom 9. bis zum 15. Jh. das Zentrum des historischen Khmer-Königreiches Kambuja. Den Ruhm Angkors begründen die Reste der einzigartigen Tempelanlagen der Khmer – allen voran  Angkor Wat, der größte Tempelkomplex der Welt. Als sich das Zentrum des Khmer-Reiches aus wirtschaftlichen Gründen nach Süden verlagerte (in die Region Phnom Penh) wurde auch ein großer Teil der Weihestätten aufgegeben und allmählich vom Dschungel überwuchert. Inzwischen ist das Gebiet ein Eldorado der Archäologie, UNESCO Weltkulturerbe und bietet immer wieder neue Überraschungen. 2003 wurden Ergebnisse eines internationalen Forschungsprojektes bekannt gegeben, die aus der Zusammenführung von Bodenvermessungen mit Luftaufnahmen von Ultraleichtflugzeugen und Radarsatelliten der US-Raumfahrtbehörde NASA gewonnen wurden. Dabei wurden mehr als 1000 künstlich angelegte Seen und 74 bisher unbekannte Tempel entdeckt. Eine neue Karte zeigt erstmals, dass Angkor keine Ansammlung verstreuter Tempel war, sondern ein durchgehendes, verflochtenes städtisches Netzwerk mit der aktuellen Fläche von New York; damit etwa zehnmal größer als alles, was bisher aus der antiken Welt gefunden wurde. Grundlage dieser Megalopolis (mit geschätzt über 1 Mio. EW.) und ihres Reichtums war ein raffiniertes Bewässerungssystem des gesamten Gebietes, das mehre Reisernten pro Jahr ermöglichte. Die Größe und Komplexität dieses Systems hat jedoch möglicherweise dazu geführt, dass es unkontrollierbar wurde. Die rücksichtslose Ausbeutung aller Ressourcen kam erschwerend hinzu, so dass am Ende die ganze Region ökologisch und ökonomisch kollabiert sein dürfte. Wir beginnen mit dem Vishnu Heiligtum Prasat Kravan, erbaut in der ersten Hälfte des 10. Jh., damit aus der Frühzeit des Khmer-Reiches von Angkor. Baumaterial dieses Tempels ist noch Ziegel. In der Regel hatten die Tempel dieser Periode im Inneren keinen plastischen Schmuck, dieser jedoch ist eine Ausnahme: die Reliefs wurden direkt aus der Ziegelwand herausgearbeitet. Weiter zum künstlichen See Srah Srang ("Bad des Königs"). Ein Srah gilt im Allgemeinen als „Wasserbecken für rituelle Waschungen“ und ist eine in den Boden gegrabene und steinern eingefasste Vertiefung. Im Unterschied dazu ist ein Baray ein Becken, in dem das Wasser zwischen Dämmen aufgestaut wird. Die künstlich angelegten Wasserflächen in der zentralen Angkor-Region sind stets rechteckig und liegen immer mit den längeren Seiten ausgerichtet von West nach Ost.
An der Ostseite des Srah Srang befindet sich eine mit steinernen Löwen geschmückte Landeterrasse von der ein kurzer Weg zur Klosteranlage Banteay Kdei führt (erbaut während der Regierungszeit von König Jayavarman VII.; 1181-1220). In dieser Anlage kann man deutlich sehen, wie der Dschungel die gebauten Strukturen überlagert. Die Zahl der Weihestätten im Gebiet dürfte noch erheblich höher gewesen sein, als heute erkennbar, da viele Tempel (zuerst einmal) aus Holz gebaut waren. Weiters besuchen wir an diesem Tag noch den Mebon Oriental Tempel der dem Gott Shiva gewidmet war.  König Rajendravarman II ließ 952 diese Anlage zu Ehren seiner Eltern bauen. Der rote Tempelberg stand als Insel inmitten des heute ausgetrockneten östlichen Baray in Angkor. Der östliche Baray war ein gewaltiges Wasserreservoir von 7,5 km Länge und 1,8 km Breite und wurde im Zug der Errichtung der ersten Khmer-Hauptstadt im Gebiet von Angkor (namens Yasodharapura) an der Wende vom 9. zum 10. Jh. erbaut. Letzter Besichtigungspunkt dieses Tages ist der dreistufige Tempelberg Pre Rup, in fußläufiger Entfernung zum Südufer des östlichen Baray. Grundsätzlich symbolisieren alle Tempel den Göttersitz, den heiligen Berg, und sind als Wohnpalast des Gottes konzipiert und nicht als Veranstaltungsort für Großrituale. Daher werden in dieser Architektur keine großen Plätze errichtet. Im Zentrum der Anlagen steht der höchste Turm (Prasat) mit dem zentralen Heiligtum als Repräsentation des Berges Meru (im Himalaya), auf dem die Götter wohnen. Der Hauptturm ist punktsymmetrisch umgeben von vier niedrigeren Türmen, den Bergen neben dem Meru. Die äußere Begrenzung bildet schließlich ein Wassergraben, der den Ozean versinnbildlicht. Pre Rup ist der bedeutendste Angkortempel des 10. Jahrhunderts. Baumaterialien, von unten nach oben, sind Laterit, Sandstein und Ziegel. Pre Rup wirkte stilbildend und ist die Vorstufe und das Modell für die weit größeren „Tempelberge“ Ta Keo und Angkor Wat.

14. Tag: Angkor Thom (Terrassen, Siegesallee und Staatstempel Bayon) – Angkor Wat
1177 gewannen die Cham eine Seeschlacht auf dem Tonle-Sap-See gegen die Khmer, wurden jedoch nach vierjährigen Kämpfen wieder vertrieben. Der Sieger, ein junger Prinz, wurde König (Jayavarman VII.) und herrschte 30 dann Jahre lang. Da der König im Unterschied zu seinen hinduistischen Vorgängern Mahayana-Buddhist war, entstand in seinem Auftrag eine Vielzahl buddhistischer Tempel, Klöster und Universitäten – innerhalb und außerhalb der Stadtmauern seiner neuen „Großen Hauptstadt“, Angkor Thom; etwa 7 km nördlich von Siem Reap. Jayavarman VII. gliederte wichtige Bauwerke der Vorgängerstadt in seine neue Hauptstadt ein. So lag im nordwestlichen Viertel der Königspalast mit der Tempelpyramide Phimeanakas. Dieses Ensemble ergänzten er und seine Nachfolger durch die Terrasse der Elefanten und die Terrasse des Lepra-Königs, den Großen Platz, die Turmreihe Prasat Suor Prat und die sogenannte Siegesallee. Auch der ältere, überwältigend große Tempelberg Baphuon und zwei hallenartige Bauten, der nördliche und südliche Khleang, wurden in den Gesamtplan integriert. Im geometrischen Zentrum von Angkor Thom, von den Straßen ausgespart und umrahmt, entstand der Staatstempel Bayon mit einem Wald von Gesichtertürmen. Von den Tempeln und Terrassen abgesehen, bestanden alle Gebäude der Stadt aus Holz (auch der Königspalast) und sind heute verschwunden. Wir betreten das Gelände beim Südtor und besichtigen eingehend den Tempel Bayon mit den 49 Gesichtertürmen des Avalokitechvara, die Terrassen der Elefanten und des Aussätzigen Königs sowie den Königspalast. Der Höhepunkt  dieses Tages kommt anschließend: Besichtigung des weltberühmten Angkor Wat, die gewaltigste Klosteranlage der Khmer und eine der beeindruckendsten Sehenswürdigkeiten ganz Asiens.

Im Jahr 1113 bestieg König Suryavarman II. den Thron (Ur-Ur-Großvater des Erbauers von Angkor Thom) und regierte bis etwa 1150. Er baute die Macht Angkors, damals Kambuja genannt, in mehreren Kriegszügen gegen die benachbarten Völker weiter aus. Daneben ließ er Tempelanlagen in Angkor restaurieren und neue errichten, die stets Vishnu geweiht waren; so auch der Haupttempel Angkor Wat, den der König im südöstlichen Teil seiner Hauptstadt errichten ließ. Der ursprüngliche Name lautete dementsprechend vermutlich Bisnulok bzw. Vishnuloka, während "Angkor Wat" erst Jahrhunderte später zum Namen des Tempelkomplexes wurde, als er zu einem buddhistischen Heiligtum umgewandelt wurde. Über den eigentlichen Zweck des Bauwerks besteht bis heute keine eindeutige Klarheit. Die Herrscher der Khmer sahen sich als Sachwalter des Gottes, unter dessen Schutz sie selbst und auch das Land standen. Jeder von ihnen ließ zumindest einen großen Tempel errichten, der dieser Gottheit geweiht war. Ungewöhnlich für die Tempel Angkors ist die Ausrichtung des Angkor Wat. Anders als in den anderen Tempeln, deren Hauptzugang bzw. -ausgang nach Osten weist, ist der Angkor Wat nach Westen ausgerichtet, die Himmelsrichtung Yamas, des Gottes des Todes. Manche Forscher deuten den Tempel deshalb auch als Grabstätte des Königs. Eine Grabkammer oder Hinweise darauf wurden noch nicht gefunden. Die Gebäude wurden aus kunstvoll gestalteten Sandsteinen zusammengesetzt. Die zahlreichen Kanäle der Anlage dienten den Arbeitern auch dazu, die riesigen Steinbrocken mit Flößen zu transportieren. Für den Bau wurden die Blöcke mit besonderen Schleifanlagen so bearbeitet, dass sie ohne erkennbare Zwischenräume aufeinander gesetzt werden konnten. Viele der Tempelwände sind mit steinernen Figuren dekoriert, die Tänzerinnen – so genannte Apsaras – darstellen, jede mit individuellen Merkmalen, so dass sie einander nicht gleichen. Heute fungiert Angkor Wat abgesehen von seiner Rolle als Pilgerziel für buddhistische Mönche und den internationalen Tourismus als herausragendes nationales Symbol, das repräsentativ für die Khmerkultur und das heutige kambodschanische Volk steht. Wir bleiben bis zum Sonnenuntergang im Gelände.

15. Tag: Tonle Sap mit „schwimmendem Dorf" – Tempel von Ta Som – Neak Pean – Preah Khan – Sonnenuntergang vom Phnom Bakheng
Ausflug zum "schwimmenden Dorf" am Tonle Sap (Hausboote mit schwimmenden kleinen Gärten). Der Tonle Sap ("Großer See") ist der größte See Südostasiens und eines der fischreichsten Binnengewässer der Erde (300 Fischarten, UNESCO Biosphären-Schutzgebiet). Der Tonle-Sap-Fluss entwässert den See und mündet 60 km weiter südlich bei Phnom Penh in den Mekong. Jedes Jahr zwischen Juni und November kehrt sich jedoch die Fließrichtung um. Der Mekong führt zu dieser Zeit auf Grund der Monsunregenfälle und durch das Schmelzwasser aus dem Himalaya bis zu vier mal mehr Wasser als in den trockenen Monaten. Das Wasser des Mekong drängt in das Becken des Tonle Sap und vergrößert und vertieft den See, der während der trockenen Jahreszeit eine Oberfläche von 2.600 – 3.000 km² aufweist, bis er auf ca. 10.400 km² (inkl. umliegende Flusslandschaften: bis zu 25.000 km²) anwächst und bis zu fünf mal so tief ist (von 2–3 m auf 14 m). Das gesamte Ökosystem ist jedoch durch Überfischung (mit Nylonnetzen quer durch die Flüsse, aber auch Granaten, Elektroschocks oder Gift sowie durch Umweltverschmutzung und Staudammprojekte in großer Gefahr. Da Laos, Vietnam, Thailand und die Volksrepublik China flussaufwärts liegen, bekommt Kambodscha und damit der Tonle Sap unweigerlich nur den Rest des Wassers, aber mit dem ganzen Dreck. Wir fahren wieder zum östlichen Baray und besichtigen den Tempel von Ta Som, der ein kleinerer flach in die Landschaft gestellter Tempel allerdings mit dreifacher konzentrischer Einfassung. Über jedem der Zugangstore erhebt sich ein reich skulptiertes Gopuram (Tempel-Torturm). Seit 2008 ist die Anlage Gegenstand einer international unterstützten Restaurierungskampagne. Neak Pean, der darauf folgende Besichtigungspunkt, ist eine künstliche Insel im Zentrum des mittlerweile trockenen Nördlichen Baray (3.500 m auf 900 m). Das im Bauschaffen der Khmer einmalige Ensemble entstand Ende des 12. Jahrhunderts und symbolisiert vermutlich den auf dem Himalaja gelegenen See Ananvatapta, dessen Glück bringendes Wasser sich in die vier heiligen Ströme Ganges, Indus, Oxus und Tarim ergießt. Ebenfalls am Nördlichen Baray liegt Preah Khan. Diese buddhistische Tempelanlage („Heiliges Schwert“) ist vermutlich das Relikt einer provisorischen Angkor-Hauptstadt. Der verhältnismäßig gut erhaltene Komplex aus dem späten 12. Jahrhundert zählt zu den formenreichsten und bedeutendsten Flachtempeln des Kulturkreises. Besonders bemerkenswert ist etwas nördlich der „Halle der Tänzerinnen“ eine fast griechisch anmutende zweistöckige Säulenhalle: eine Nachahmung typischer Khmer-Holzbauten in Stein, wohl ein ehemaliger Reisspeicher. Ein Teil des Bauschmucks sind umgemeißelte Statuen und -reliefs. Mitte des 13. Jahrhunderts wurde der Komplex vorübergehend hinduisiert, die Buddhadarstellungen wurden zerstört. Daneben weist Preah Khan eine Vielzahl hervorragend gearbeiteter Sandsteinarbeiten auf: Nagabalustraden und Löwen an der Anlegestelle, Riesenbalustraden vor dem Osttor, 72 Garudareliefs ringsum an der Außenseite der Stadtmauer (alle 50 m, je 5 m hoch, an den Ecken noch höher) u.s.w. Den Sonnenuntergang wollen wir heute vom Phnom Bakheng aus beobachten, von wo aus man einen weiten Blick über das Gebiet hat, insbesondere auf Angkor Wat. Das Khmer-Wort „Phnom“ bezeichnet eine jäh ansteigende Erhebung. Dieser wahrhaft erhabene Ausblick von einem Felshügel führte dazu, dass hier der erste Tempelberg Ankors errichtet wurde. Der Sockelbereich besteht aus gewachsenem Felsen darüber erhebt sich ein steil aufsteigender Bau, bei dem perspektivische Tricks der Baumeister die Wirkung noch steigern.

16. Tag: Banteay Srey – Banteay Samré – Seidenmanufaktur in Pok
Nach etwa 40km Anfahrt Besichtigung des Tempels Banteay Srey (eingeweiht 967). Er ist einer der kleinsten Tempel in der Region, gilt auf Grund seiner Ornamentik aber zugleich als einer der kunstvollsten. Baumaterial war hier ein harter rosa Sandstein, der eine besonders detaillierte Ornamentik zulässt. Fast alle Wände sind mit einem außergewöhnlich feinen Reliefdekor verziert: Girlanden und Laubornamente, kleine Figuren, vor den Türen kauern mythische Wächter mit Menschleibern und Affenköpfen, auf den Treppenmauern hocken Garudas (Götterboten; Mischwesen aus Mensch und Adler). Weiter zum Tempel Banteay Samré (Mitte 12.Jh). Auch dieser Tempel ist klein, jedoch exquisit ausgeführt und verschwenderisch ornamentiert und zeigt eine überwiegend hinduistische Bilderwelt, am zentralen Tempelturm (der Prasat) ungewöhnlicherweise jedoch auch Reliefs des buddhistischen Themenkreises. Die gesamte Anlage wurde 1936–1945 (als erstes Gesamtprojekt dieser Art im Gebiet) aus den verstreut liegenden originalen Bauteilen vollständig rekonstruiert. Am Nachmittag Besuch einer Seidenfarm in Pok. Diese Manufaktur entstand auf Initiative eines japanischen ehemaligen Kimonomalers, Kikuo Morimoto, der nach den Bürgerkriegen das Land bereiste und dabei auf die Spur der fast ausgelöschten Tradition der Ikat-Seidenweberei stieß. Er fing Feuer, suchte in kambodschanischen Flüchtlingslagern in Thailand und im ganzen Land nach Frauen, die noch die traditionellen Rezepturen und Techniken des Färbens beherrschten und studierte die in Vergessenheit geratenen, über 1200 Jahre alten Muster. 1996 gründete er schließlich eine Weberei. Im ganzen Land konnte er damals nur noch ein gutes Dutzend Weberinnen aufspüren, manche schon über 70 Jahre alt, und für sein Projekt begeistern. Inzwischen hat sich seine Iniative jedoch zu einem 400 Personen-Betrieb ausgewachsen, der eine geglückte Kombination von Edelmanufaktur und Sozialprojekt ist, weil viele seiner Arbeiterinnen vom Krieg traumatisierte Frauen sind; Kindergarten auf dem Werksgelände. Zur Manufaktur (wirklich alles Handarbeit!) gehören inzwischen auch eine Seidenraupenzucht, 27 Hektar Land, auf dem Maulbeerbäume und Pflanzen für die Färberei anbaut werden und eine Ikat-Ausbildungsstätte. Die jungen Frauen brauchen 10 bis 15 Jahre, bis sie die Technik des Ikat vollkommen beherrschen. Zum Ausklang des Tages Fahrt zum Sonnenuntergang zum Western Baray und Western Mebon. Der Westliche Baray liegt knapp außerhalb der Stadtmauern von Angkor Thom und hat eine Größe von 2,1 km mal 8 km und ist damit der größte Baray in Angkor. Im 11. Jh. fertig gestellt, führte der Baray zum Untergang mehrer Tempel und kleinerer Reserviors. Heute führt seine westliche Hälfte das ganze Jahr über Wasser. Während der Regenzeit ist dann auch die östliche Hälfte gefüllt. Infolge des klaren, ruhigen Wassers ist der Baray ein beliebtes Ziel für Schwimmer, Segler und Ruderer.

17. Tag: Ta Prohm – Ta Keo – Thommanon und Chau Say Tevoda – Wat Bo Pagode – Abflug
Abschließende Besichtigung des Tempel- und Klosterkomplexes von Ta Prohm, das wegen seines halbverfallenen Zustandes eine besondere Stellung unter den Tempelanlagen von Angkor einnimmt. Die Restauratoren und Architekten der École française d’Extrême-Orient, die ersten, die in der Neuzeit begannen, die Tempel zu restaurieren, beschlossen, einen Tempel in dem Zustand zu belassen, in dem sie ihn vorfanden. Die Wahl fiel auf Ta Prohm. Die Vegetation und die herab gefallenen Mauersteine wurden nur soweit entfernt und gesichert, dass es Besuchern möglich ist, die Anlage zu begehen. Besonders eindrucksvoll sind die Würgefeigen (Ficus virens) und die noch größeren Tetrameles nudiflora, deren Wurzeln ganze Gebäude überwachsen. (Ta Keo "Alter Kristall"), der nächste Besichtigungspunkt des Tages gilt als einer der schönsten Pyramidentempel des Gebiets. Er wurde rund um die erste Jahrtausendwende erbaut und 1007 dem Hindugott Shiva geweiht. Kurz vor seiner Vollendung wurde er jedoch aufgegeben. Grund war ein Blitzeinschlag, der als schlechtes Omen galt. Einige Reliefarbeiten am Osteingang waren bereits fertig, die übrigen Wände jedoch blieben ungestaltet. Die Klarheit des Baus wird durch die ungeplante Schmucklosigkeit noch gesteigert; die glatten Flächen erinnern tatsächlich an Kristalle. Die letzte Besichtigung eines historischen Gebäudes gilt den beiden Tempeln Thommanon und Chau Say Tevoda außerhalb des sogenannten Triumphbogens auf der Ostseite von Angkor Thom. Sie liegen wie Zwillinge links und rechts der zum Ta Keo führenden „Siegesallee“. Allerdings stammen die Teile des Ensembles aus unterschiedlichen Zeiten. Der Thommanon wurde frühestens Ende des 11., spätestens Mitte des 12. Jahrhunderts erbaut, der Chau Say Tevoda, etwas später. Die Siegesallee entstand erst um 1200. Im Lauf der Jahrhunderte sind die Umfassungsmauern der beiden Tempel weitgehend verschwunden; steht man zwischen ihnen auf der Siegesallee, sieht man direkt auf die Flanken der Anlagen, weil die beiden Tempeleingänge ja nach Osten orientiert sind. Während der Thommanon in den sechziger Jahren des 20. Jahrhunderts komplett restauriert wurde, befindet sich der Chau Say Tevoda in einem vergleichsweise verfallenen Zustand. Danach machen wir noch eine Stippvisite in der Wat Bo Pagode (die aus drei Gebäuden besteht), ein moderner farbenprächtig bemalter Bau ohne musealen Anspruch am Ufer des Siem Reap Flusses und inmitten von besiedeltem Gebiet. Bummel über den umgebenden Markt. Zur Mittagszeit Transfer zum Flughafen und Rückflug über Bangkok nach Europa.

18. Tag: Ankunft in Wien.

Termine:

Termine sind in Vorbereitung!

Reiseleitung: Lokale deutschsprachige Studienreiseleitung

Pauschalpreis: € 995,–
(ab Yangon (Rangun) / bis Bangkok)

Inbegriffen:
die Linienflüge Yangon (Rangun) – Siam Reap / Siam Reap – Bangkok (AUA)
die Flughafen- und Sicherheitsgebühren
die Busfahrten
die Nächtigungen in Zweibettzimmern in sehr guten Hotels (Du/WC oder Bad/WC)
die Halbpension (Abendessen / Frühstück)
die Besichtigungen mit den Führungen und Erklärungen
die Eintrittsgebühren
die qualifizierte Studienreiseleitung durch lokale BegleiterInnen

Einbettzimmerzuschlag pro Nacht: € 35,–

Visum (bei Einreise zu bezahlen): USD 60,–

Flug Wien-Siam Reap-Wien: ab € 990,–

Teilnehmerzahl: mindestens 8, höchstens 25 Personen

Es gelten die Allgemeinen Reisebedingungen in der letztgültigen Fassung unter Zusatz der auf der Rückseite unseres Anmeldebogens angeführten Punkte. Veranstalter-Nr. 2003/0011.