preloder
DRUCKEN

Eine Reise in Landstriche, in denen viel von unserer Geschichte noch Gegenwart ist; die altösterreichische Vergangenheit, die K.&K.-Monarchie und deren östlichste Kronländer. Gebirgszüge wie die Karpaten, Flüsse wie Weichsel, San, Dnjestr und Pruth sowie viele Bauten und Bahnhöfe aus der Gründerzeit bilden die naturschöne, jedoch nostalgisch ausgestattete Bühne für dieses Stück einer Welt von gestern. Wir sehen die  Heimat großer Dichter, Literaten und Künstler, Zentren des Ostjudentums und dessen Vernichtung und wir fahren zu Schlachtfeldern und Gräbern aus der Zeit der Napoleonischen Feldzüge bis zu den Weltkriegen. Daneben die Gegenwart: Das bescheidene Leben der ukrainischen Bauern, für die sich offensichtlich noch nicht viel geändert hat, trotz Sozialismus und Globalisierung. Dicht daneben die Jugend in den Städten und die Betriebsamkeit dort, wo der Aufbruch in eine Welt des liberalen Wirtschaftens und demokratischen Regierens schon begonnen hat.


1. Tag: Über Mikulov (Nikolsburg) und die ehemaligen Liechtensteinschen Schlösser von Valtice (Feldsberg) und Lednice (Eisgrub) nach Austerlitz (Drei Kaiserschlacht 1805). Vorbei an Olomouc (Olmütz) und ehemaligen deutschsprachigen Siedlungsgebieten und Heimatorten von S. Freud (Pribor-Freiberg), Johann Gregor Mendel und anderen. Grenzübertritt nach POLEN über die heutige Grenze bei Teschen. Bei Bielsko Biala beginnt das alte Galizien. Vor Krakau Besuch des zweitgrößten polnischen Marienwallfahrtsortes: Kalwaria Zebrzydowska. Übernachtung in Krakau.

2. Tag: Krakau – Besichtigung des Wawel, die mittelalterliche Königsburg mit der Krönungskathedrale und den Gräbern der großen polnischen Könige, sowie auch bedeutender Staatsmänner und Dichter der polnischen Nation. Besichtigung der Altstadt mit der mittelalterlichen Tuchhalle und der wunderbaren gotischen Marienkirche mit dem weltberühmten überdimensionalen Schnitzaltar von Veit Stoß; Universität, Rathaus, Jüdisches Viertel u.a.m.

3. Tag: Wir lernen Nova Huta, die ehemalige kommunistische Idealstadt, kennen. Weiter nach Tarnow (hier und bei Gorlice wurde der russische Angriff während des 1. Weltkrieges gestoppt) mit Judenviertel und Hauptplatz mit Häusern aus Gotik und Renaissance. Dann zum Schlosspalast von Lancut (im Frühbarock begonnen, eines der bedeutendsten Kunstdenkmäler der Region) und nach Lezajsk (Grabmal des berühmten Chassiden Elimelech Weisblum und Bernhardinerkirche mit der größten Orgel Polens). Schließlich über Jaroslaw nach Przemysl.

4. Tag: Am Vormittag Besichtigung von Przemysl (Altstadt mit vielen Kirchen, Friedhöfe aus dem 1. Weltkrieg, altes Bahnhofsgebäude). Nach der Grenze zur UKRAINE über Gorodok (Georg Trakl) zur ehemaligen Verwaltungshauptstadt Galiziens nach Lwiw (Lemberg).

5.Tag: Lemberg – Rathaus(19. Jh.), Renaissanceschloss und Wohnhäuser aus dem 16. Jh., Nikolaus-Kirche (wurde im 17. Jh. auf den Fundamenten einer aus dem 13.Jh. stammenden Kirche errichtet), Onufri-Kirche aus dem Beginn des 16. Jh., Parasceve-Kirche (mit holzgeschnitzter Ikonostase mit 70 Ikonen aus dem 16./17. Jh.). Pulverturm aus dem 16. Jh., gotische Domkirche (das Interieur – die Schnitzereien, Fresken und Plastiken – stammen aus dem 17. und 18. Jh.). Zu den schönsten Kirchenbauten von Lemberg zählt auch die Mariä-Entschlafens-Kirche. Weiters die Gebäude des ehemaligen Benediktinerinnen-Klosters mit Kathedrale, die armenische Kathedrale und die römisch-katholische Kirche des Dominikanerklosters.

6. Tag: Besichtigung des malerischen Ortes Zovkva, und weiter zum Schloß Olesko (König Jan III Sobieski, der Retter Wiens 1683, wude hier geboren). Über Pidhirci (Barockschloss) zu dem in der k. u. k. Zeit verwünschten Brody (Geburtsort von Joseph Roth, der melancholische Dichter der untergangenen Monarchie). Weiter nach Picahiv (Orthodoxer Wallfahrtsort ähnlich dem Felsenkloster von Kiev) und Ternopil.

7. Tag: Über Cortkiv / Tschortkiw zur ehemaligen Galiziengrenze zum Russischen Reich (Fluß Zbruc) und weiter nach Kamenec-Podolski (barocke Altstadt mit mittelalterlicher Burg) und zur alten Festung von Chotyn am Dnjester. Weiter in die ehemalige Bukovina nach Czernowitz, „Klein Wien“ und Heimat des Sängers Joseph Schmid und des Dichters Paul Celan.

8.Tag: Im 19. Jh., als die Nordbukowina zu Österreich gehörte, entwickelte sich das Dorf Czernowitz zu einem multi-ethnischen Zentrum. Wir besichtigen die Zeugen und Reste der Vergangenheit: Universität, Zentrum mit Synagoge, Theater (F. Fellner und H. Hellmer), jüdischer Friedhof u.a.m. Am Nachmittag Weiterfahrt nach Ivano Frankivsk (Stanislau) mit seinem prächtigen Marktplatz und den interessanten Kirchen.

9. Tag: Landschaftlich schöne Fahrt über die Waldkarpaten nach Rachiv (geographischer Mittelpunkt Europas) und weiter nach Mucaceve (Übernachtungsort).

10. Tag: Nach Uzghorod, eine der ältesten Städte der heutigen Ukraine. Schlossberg, schöne sakrale Bauten, Museum für Volksarchitektur. Über die ukr./slowak. Grenze in das ehemalige Oberungarn (heute SLOWAKEI) nach Košice (Kaschau): spindelförmiger Hauptplatz mit gewaltigem Elisabethdom, Theater und Renaissancepalästen. Übernachtung in Košice.

11. Tag: Durch das ehemalige deutsche Siedlungsgebiet der Zips nach Levoca (Leutschau): Kath. Pfarrkirche mit prächtigem Schnitzaltar des Meister Paul und Marktplatz umsäumt von alten Häusern (UNESCO Weltkulturerbe); südlich der Hohen Tatra und den Fluss Waag entlang über Zilina, Trencin und Piestany nach Bratislava und Wien.

Termine:

So 27.05.2018  -  Mi 06.06.2018    freie Plätze 
Do 23.08.2018  -  So 02.09.2018    freie Plätze 
Buchungsinformation

Gleich Buchungs­anfrage senden!

Reiseleitung: Dr. Ferdinand Anhell

Pauschalpreis: € 1.350,–
Pauschalpreis 2018: € 1.395,–

Inbegriffen:
Die Busfahrt
Die Nächtigungen in guten Hotels auf Basis Zweibettzimmer (Bad/ WC oder Du/ WC)
Die Halbpension (Frühstück und Abendessen) auf Basis Doppelzimmer
Die Besichtigungen mit den Führungen und Erklärungen (ohne eventuelle Eintrittsgebühren)
Die qualifizierte Studienreiseleitung durch einen Akademiker oder anderen Fachmann

Einbettzimmerzuschlag pro Nacht: € 40,–

Teilnehmerzahl: mindestens 15, höchstens 25 Personen

Es gelten die Allgemeinen Reisebedingungen in der letztgültigen Fassung unter Zusatz der auf der Rückseite unseres Anmeldebogens angeführten Punkte. Veranstalter-Nr. 2003/0011.