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Wenn die Kaukasusrepublik Georgien auch geographisch in Vorderasien liegt, gehört sie doch kulturell zu Europa. Früh schon hat hier das Christentum Fuß gefasst, bis heute bezeugt durch die zahlreichen Kirchen und Klöster. Ihnen gilt neben der Landschaftsvielfalt Transkaukasiens das Hauptaugenmerk dieser Studienreise. Als fakultatives Anschlussprogramm empfehlen wir weitere vier Besichtigungstage in Aserbaidschan.

1. Tag: Flug Wien – Tiflis, Hauptstadt Georgiens. Transfer ins Hotel. Enge Gässchen, unzählige Kirchen, hübsche Häuser mit schön dekorierten Balkonen bilden ein liebreizendes Altstadtensemble.

2. Tag: Tiflis – Mzcheta – Kutaissi (ca. 240 km)
Fahrt nach Mzcheta, alte Hauptstadt Georgiens und religiöses Zentrum, idyllisch am Zusammenfluss der Flüsse Kura und Aragwo gelegen. Wir besichtigen die Kulturdenkmälder "Dschwari", eine Kreuzkuppelkirche aus dem 6.-7.Jh. und den Tempel "Swetizchoweli", 11. Jh., eines der schönsten Beispiele georgischer Kirchenarchitektur – beides UNESCO-Weltkulturerbe. Weiterfahrt nach Westen über den Rikotipass nach Kutaissi. Die Stadt liegt an der Stelle des antiken Kolchis; Heimat Medeas und Ort, in dem das Goldene Vlies aufbewahrt wurde. Besichtigung des königlichen Hofklosters Gelati mit Akademie und – etwa 10 km außerhalb der Stadt – der Muttergotteskirche von Bagrati, einer der vollkommensten Schöpfungen altgeorgischer Baukunst. Nächtigung in einem Gästehaus in Kutaissi.

3. Tag: Kutaissi – Uplisziche – Gori – Gudauri (ca. 330 km)
Nach dem Frühstück Fahrt nach Nordostgeorgien in den Großen Kaukasus. Unterwegs Besichtigung der Höhlenstadt Uplisziche, auf einer felsigen Anhöhe über dem Kura-Tal gelegen. Ein Teil der Höhlen – vor allem die ehemaligen Kirchen – ist mit Ornamenten verziert. Uplisziche wird in georgischen Chroniken als Festungsstadt aus dem 6. bis 1. Jh. v. Chr. erwähnt. Weiterfahrt in die Stadt Gori, bekannt als Stalins Geburtsort (Museum). Am Nachmittag Fahrt auf der georgischen Heerstrasse in den Wintersportort Gudauri (Heli-skiing). Diese Straße folgt einer schon seit Jahrtausenden benutzten Fernroute zur Durchquerung des Großen Kaukasus und bietet  großartige Aussichten. Wir halten bei der Festungskirche Ananuri, ein Komplex aus dem 15. Jh. mit wunderschönem Blick auf den Jinvali-See. Nächtigung in einem komfortablen Berghotel.

Zminda Sameba4. Tag: Ausflug im großen Kaukasus (ca. 85 km)
Von Gudauri Fahrt über den Kreuzpass mit immer wieder atemberaubenden Ausblicken in die Bergwelt zum Dorf Kasbegi. Wanderung (ca. 2 Stunden) oder alternativ Fahrt mit Jeeps (geringe Aufzahlung) zur Dreifaltigkeitskirche Zminda Sameba. Sie ist der Stolz Georgiens; nicht nur durch ihre geschichtliche Bedeutung, sondern sie beeindruckt besonders durch ihre exponierte Lage auf einem hohen Berg umgeben von Gebirgsketten vor dem Hintergrund des majestätischen Mt. Kasbek (5.047 m). Nächtigung wieder in Gudauri.

5. Tag: Gudauri – Tiflis: (ca. 60 km)
Rückfahrt nach Tiflis. Stadtbesichtigung inklusive Schatzkammer und Geschichtsmuseum. Im Geschichtsmuseum finden sich verschiedene Exponate aus vorchristlichen Epochen, im Kunstmuseum  aus Gold und Silber geschmiedete Ikonen aus dem Mittelalter. Besuch der Altstadt von Tiflis mit Metechi Kirche, Badeviertel und Schwefelbadehäusern, Patriarchentempel Sioni, Karwasla, Narikala Festung, Synagoge und "Antschischati" die älteste Kirche in Tiflis (6. Jh.). Abendessen und Nächtigung in Tiflis.

6. Tag: Tiflis – Dawit Garedscha – Telawi (ca. 160 km)
Nach dem Frühstück Fahrt nach Ostgeorgien ins Weinland Kachetien. Auf dem Weg nach Sagarejo Halt beim Nonnenkloster Ninozminda, der heiligen Nino geweiht. Von Sagarejo führt die Fahrt duch die Halbwüste zum Kloster Dawit Garedscha, östlichster Vorposten des historischen Christentums und beliebteste Sehenswürdigkeit des Landes. Die Ursprünge des Klosterkomplexes gehen auf einen der 13 syrischen Väter  zurück. Eine zu Beginn steile, dann ebene  Wanderung (ca. 1 Stunde)  führt uns zum  Höhlenkomplex Udabno. Kostbare Fresken in den Höhlen und ein herrlicher Rundblick entschädigen für den etwas mühsamen Aufstieg. Nächstes Ziel ist Telawi, wo wir die sprichwörtliche georgische Gastfreundschaft und die hervorragende Küche Georgiens bei einer kachetischen Familie kennenlernen. Nächtigung in einem Gästehaus. (Die Gästehäuser in Georgien sind sehr schön ausgestattet und man fühlt sich in diesen Häusern sehr wohl).

7. Tag: Telawi – Alawerdi – Ikalto – Signagi – Tiflis (ca. 140 km)
Nach dem Frühstück Fahrt nach Alawerdi. Die Kathedrale des Hl. Georg ist das kulturhistorisch wichtigste Baudenkmal des ehemaligen Königreiches Kachetien und eine der größten georgischen Kirchen. Besuch von Ikalto – Kloster aus dem 6. Jh. und berühmte Akademie. Besichtigung von Gremi, ursprünglich Residenz der Königin Ketevan (Roman: "Katarina von Georgien"). Weiterfahrt nach Signagi. Weiterfahrt nach Signagi, das zwar nur etwas über 2000 Einwohner zählt, dafür aber den schönen Beinamen "Stadt der Verliebten“ hat. Spaziergang durch das als einziges im ganzen Land sichtbar "touristische" Städtchen mit schmalen Gassen und holzgeschmückten Balkonen. Signagi ist auch durch eine der größten erhaltenen Festungsmauern in Georgien bekannt. 1762 ließ König Heraclius II von Georgien die Stadt als Festung gegen die Angriffe von Stammeskriegern aus Dagestan massiv ausbauen. Vor der Rückfahrt nach Tiflis noch Besichtigung des Bodbe Klosters, die Grablege der Heiligen Nino. Für jene Teilnehmer, die das Anschlußprogramm gebucht haben, Weiterfahrt über die Grenze nach Aserbaidschan und Fahrt bis Sheki; für die übrigen Rückfahrt nach Tiflis und Nächtigung dort.

8. Tag: Rückflug früh am Morgen von Tiflis nach Wien.

Termin der Grundreise:

Reiseleitung: Prof. Mag. Harald Handlos u. a.

Pauschalpreis: € 1.990,–
Als Privatreise: € 2.200,–
(ab 2 Personen, mit örtlicher deutschsprechender Reiseleitung, auch zum Wunschtermin)

 

Inbegriffen:
die Linienflüge Wien – Tiflis – Wien (AUA)
die Flughafen- und Sicherheitsgebühren
die Rundreise lt. Programm
die Nächtigungen in Zweibettzimmern in den besten verfügbaren Unterkünften
die Halbpension (Frühstück und Abendessen)
die Besichtigungen mit den Führungen und Erklärungen (ohne ev. Eintrittsgebühren)
die qualifizierte Studienreiseleitung durch einen Akademiker oder anderen Fachmann

Einbettzimmerzuschlag pro Nacht: € 40,–

Teilnehmerzahl: mind. 12, höchstens 25 Personen

Fakultatives Anschlussprogramm Aserbaidschan

Im Unterschied zu den christlichen Kaukasus-Ländern begegnen uns in diesem vorderasiatischen Land der Islam und darüber hinaus die seit 2.000 Jahren im Gebiet ansässigen Feueranbeter. Viele alte Profan- und Sakralbauten beeindrucken ebenso, wie das ewig stille Kaspische Meer.

7. Tag: wie oben – Grenzübertritt und Fahrt nach Sheki in ASERBAIDSCHAN.

8. Tag: Besichtigung in Sheki (Palast der Khane, Karawanserei, Albanian Tempel) – Weiterfahrt nach Shamakhi (Moschee, 10. Jh. und Mausoleum). Tagesziel ist die Landeshauptstadt Baku.

9. Tag: Baku – Besichtigung der Neustadt und der wunderschönen islamischen Altstadt. Am Nachmittag Ausflug zu den zoroastrischen Feuertempeln Yanar Dagh und Ateshgah.

10. Tag: Ganztagesausflug nach Qobustan (Petroglyphen).

11. Tag: Rückflug Baku – Tiflis – Wien.

Termine Grundreise / Fakultativprogramm:

Termine sind in Vorbereitung!

Aufpreis für das fakultative Anschlussprogramm: € 1.140,–

Visum:  Für die Einreise in Aserbaidschan müssen Sie persönlich in der Botschaft der Republik Aserbaidschan erscheinen, das Visum selbst beantragen und Ihre Fingerabdrücke abgeben. Details erfahren Sie unter 01/4031322.

Einbettzimmerzuschlag (pro Nacht): € 40,–

Teilnehmerzahl: mind. 12, höchstens 25 Personen

Es gelten die Allgemeinen Reisebedingungen in der letztgültigen Fassung unter Zusatz der auf der Rückseite unseres Anmeldebogens angeführten Punkte. Veranstalter-Nr. 2003/0011.