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  Abenteuer Archäologie

Wir bieten in Zusammenarbeit mit der ARGE Archäologie interessierten Amateuren die exklusive Gelegenheit der aktiven Mitarbeit bei hochklassigen archäologischen Grabungen – auch ohne praktische Vorkenntnisse. Die ARGE Archäologie ist verantwortlich für die Planung und Durchführung der wissenschaftlichen Programme und Begleitveranstaltungen. Die Rolle des “Akademischen Reisedienstes/Orion Reisen” in der Zusammenarbeit ist die Abwicklung der Reiselogistik (Wir beraten Sie und helfen Ihnen gerne auch bei Ihren individuellen An- und Rückreisen).

Der jeweils einwöchige Aufenthalt beinhaltet eine Einführung in die Geschichte des Grabungsprojekts und der untersuchten Kultur, die theoretische und praktische Vermittlung der Methoden der Archäologie – eine konkrete Mitarbeit an der lokalen Grabung – und natürlich Austausch, Gespräch und Diskussionen mit den beteiligten Forschern.

Der Gallische Krieg 59-51 v. Chr. war die abschließende Etappe in der Annektion Westeueropas durch das Imperium Romanum. Die Römer bewegten sich dabei in einem Gebiet, das von vielen verschiedenen gallischen Stämmen bewohnt war, die a priori vor allem Stammespolitik betrieben und daher keine verlässlichen Partner waren. Allerdings kamen auch nur selten große Koalitionen gegen die Römer zustande. Zur stets unübersichtlichen Gemengelage kamen auch noch Interventionen germanischer und anderer Stämme hinzu, die Phasen der Schwäche einer der Kriegsparteien ausnützten, um sich auch noch irgend einen guten Happen herauszureißen. Oberbefehlshaber der Römer war Gajus Julius Cäsar, bei Kriegsbeginn etwa 40 Jahre alt. Er war aus zwar patrizischen aber doch relativ kleinen Verhältnissen zu immer höheren politischen Ämtern aufgestiegen und nur durch einen Zufall Statthalter in den Provinzen Gallia Cis- und Transalpina geworden. Er nützte dieses Amt jedoch skrupellos und systematisch, um sich die ökonomische militärische und politische Basis für seine weitgespannten Pläne einer Machtübernahme als Alleinherrscher in Rom zu erkämpfen. Bei Plutarch steht zu lesen, dass in diesem Krieg eine Million Gallier ihr Leben verloren und eine weitere Million Menschen versklavt wurden. In der Schlussphase dieses Krieges war der junge Avernerfürst Vercingetorix Cäsars Hauptkontrahend. Es gelang ihm, ein großes Heer gegen Cäsars Truppen zu mobilisieren. Der am Ende stehende römische Sieg wurde unter großen Opfern erkämpft und war zwar hauchdünn, erwies sich jedoch als nachhaltig. In der Schlacht von Gergovia gelang es im Sommer 52 v. Chr. Vercingetorix, eine Belagerung abzuwehren und dabei den Römern eine empfindliche Niederlage zuzufügen.

Seit 2013 erforscht ein Team unter der Leitung des Schweizer Archäologen Dr. Peter Jud (Association du site de Gergovie, www.gergovie.net) diese geschichtsträchtige Stätte. Im Zuge der bisherigen Kampagnen konnte das Haupttor der Stadt entdeckt werden, das bisher vergebens gesucht worden war.

Programmablauf:

1. Tag: Selbständige Anreise. Falls Sie vom nächstgelegenen Bahnhof oder Flughafen abgeholt werden möchten, ersuchen wir bis spätestens 10 Tage vor Reisebeginn um Mitteilung per Email mit genauer Ankunftszeit und Flug- bzw. Zugsnummer an info@arge-archaeologie.at. Nach vollzähligem Eintreffen der Gruppe bzw. spätestens 18 Uhr gemeinsames Abendessen mit dem Gruppenbetreuer zum gegenseitigen Kennenlernen und zur Besprechung der Woche.

2. Tag: Exkursion zu mehreren Siedlungen und Kultstätten der von uns untersuchten keltischen Kultur in der näheren Umgebung. Unser Ausflug bringt uns zu den überregional bedeutenden Fundstellen Puy-de-Dome und Corent. Weiters besichtigen wir mittelbronzezeitliche Hügelgräber und neolithische Megalithanlagen.
Nach dem gemeinsamen Abendessen hält der Reiseleiter einen Vortrag zur Einführung in die Grabungsmethodik.

3. Tag: Nach dem Frühstück (ca 8:30) Transfer zur Grabung.
Am Vormittag gemeinsame Begehung des gesamten Areals der Grabung mit dem Projektleiter Dr. Peter Jud und Kennenlernen des gesamten Grabungsteams – wissenschaftliches Personal, Studenten, Hilfskräfte. Anschließend Einteilung der Teilnehmer von ARGE Archäologie in verschiedene Bereiche der Grabung und praktische Einweisungen und Anleitungen in die Grabungstätigkeit durch den Gruppenbetreuer.
Mittagessen des Teams in der “Hutte Gauloise”, ein Restaurant mit lokaler Küche, das gleich neben unserer Grabung liegt. Am Nachmittag weitere Grabungstätigkeit. Da wir in einem grabungstechnisch anspruchsvollen Areal arbeiten, sind von Anfang an Konzentration und Gewissenhaftigkeit bei der Freilegung unsere obersten Prinzipien. Ihr Gruppenbetreuer kümmert sich um alle Belange, unterstützt, erklärt, weist auf Besonderheiten hin.
Gegen 16:30h Transfer ins Hotel, Zeit zum Ausruhen und sich Erfrischen.
Gegen 19:30h Vortrag des Projektleiters – „Gergovia und der Gallische Krieg“. Anschließend gemeinsames Abendessen.

4. Tag: Nach dem Frühstück Transfer auf die Grabung und Weiterführung der vortags begonnenen Freilegungstätigkeit.
Mittagessen in der “Hutte Gauloise”.
Am Nachmittag weitere Grabungstätigkeit und Vortrag vor Ort zur Keramiktechnologie.
Nach Grabungsschluß (ca 16:30) Transfer ins Hotel, Zeit zum Ausruhen und sich Erfrischen. Anschließend gemeinsames Abendessen mit dem Gruppenbetreuer.

5. Tag: Nach dem Frühstück Transfer auf die Grabung und Weiterführung der bisherigen Freilegungstätigkeit. Mittagessen in der “Hutte Gauloise”.
Am Nachmittag eine Einführung in Technik des Feuermachens in der Urgeschichte.
Um ca. 18:00 Transfer ins Hotel.
Um ca. 19:30 gemeinsames Abendessen oder individuelle Freizeitgestaltung.

6. Tag: Nach dem Frühstück Transfer zu jenem Ort, an welchem sich vermutlich Cäsars Lager befunden hat. Gemeinsam gehen wir die Hinweise in Cäsars Werk zum Gallischen Krieg durch, vergleichen diese mit den geographischen Gegebenheiten und den Funden der Umgebung und versuchen die Erstürmung von Gergovia vor so langer Zeit nachzuvollziehen. Danach Fahrt zum Grabungsagelände und Fortführung der Freilegungstätigkeit. Mittlerweile sind wir ja schon allesamt „alte Hasen“ und gewinnen von Stunde zu Stunde mehr Sicherheit bei den einzelnen Tätigkeiten. Mittagessen in der “Hutte Gauloise”.
Am Nachmittag Fortführung der Grabungstätigkeit. Nach Grabungsschluß (ca. 16:30) Transfer ins Hotel.
Um ca. 19:30 gemeinsames Abendessen mit dem Gruppenbetreuer.
Im Anschluss Vortrag des Reiseleiters zu einem aktuellen Thema der Archäologie.

7. Tag: Nach dem Frühstück Transfer auf die Grabung und Fortführung der Freilegungstätigkeit. Mittagessen in der “Hutte Gauloise”.
Am Nachmittag gemeinsame kleine Wanderung um das Plateau von Gergovia, um die Landschaft rund um die Ausgrabungsstätte in ihrem archäologischen Kontext besser verstehen zu können.
Danach Fertigstellung der begonnenen Freilegungstätigkeit sowie abschließende Dokumentation und Besprechung der Ergebnisse mit dem Projektleiter.
Anschließend ans Abendessen Überreichung der offiziellen Grabungsurkunden an die Gruppenmitglieder. Diese sind eine legitime Bestätigung über die Teilnahme an einer wissenschaftlichen Ausgrabung und können bei Bewerbungen für anderen Grabungen als Nachweis über die gewonnenen Kenntnisse herangezogen werden.

8. Tag: Letztes gemeinsames Frühstück. Anschließend Transfer zum Bahnhof bzw. Flughafen.

Wichtige Hinweise!
Bitte beachten Sie, dass es erforderlich werden kann, das geplante Programm aus wissenschaftlichen, organisatorischen oder auch meteorologischen Gründen zu ändern. Ihr Gruppenbetreuer wird sich bemühen, solche Änderungen umgehend mitzuteilen und für adäquaten Ausgleich zu sorgen.
Ein noch ausführlicheres Detailprogramm, Bilder und eine Landkarte sowie wichtige technische Hinweise und eine Ausrüstungsliste, die Sie unbedingt lesen sollten, finden sie auf der Internetseite der ARGE Archäologie unter

https://www.arge-archaeologie.at/programm-2017/grabung-gergovia/

Ganz Frankreich ist sowohl für Studienreisende als auch für Erholungssuchende stets ein besonders reizvolles Ziel. Nachdem unsere Grabungswoche im August stattfindet, steht Ihnen vielleicht anschließend der Sinn nach Erholung und Baden im Atlantik? Oder doch lieber die Loireschlösser mit Fahrrad? Was es auch sei: Bei Interesse fragen sie im Büro des Akademischen Reisedienstes; wir werden Ihnen mit Rat und Tat weiterhelfen. Selbstverständlich unterstützen wir Sie auch bei der Planung und Organisation Ihrer An- und Abreise.

Ausrüstungsliste:
Nachfolgend finden Sie eine Check-Liste, die es Ihnen erleichtern soll, Ihr individuelles Reisegepäck so zusammenzustellen, dass Sie auf der Grabung gut ausgerüstet sind. Bitte beachten Sie, dass individuelle Notwendigkeiten dabei nicht berücksichtigt sind.
* PFLICHT: knöchelhohe Sicherheitsschuhe mit Stahlkappe (ab € 25,- im Baumarkt)
* PFLICHT: Gültiger Reisepass bzw. Personalausweis
* Kreditkarte bzw. Bankomatkarte
* Mobiltelefon
* Baumwoll- oder Funktionsunterwäsche
* Strapazfähige und bequeme Oberbekleidung
* Wärmende Freizeitjacke (für kühlere Abende)
* Regenschutz (Überwurf oder leichte Goretex-Jacke etc.)
* Arbeitshandschuhe, ideal bereits eingetragen
* Kopfbedeckung (ideal Strohhut UND Schirmkappe etc.)
* Sonnenbrille und Sonnencreme (hoher Faktor)
* Schwimmzeug
* Fernglas
* Foto/Film Ausrüstung (plus Filme u. Batterien)
* Reisewecker
* Individuell notwendige Medikamente
* Individuell notwendige Lebensmittel (aus gesundheitlichen, ethischen oder religiösen Gründen)
* Ersatzbrille bzw. Ersatz-Kontaktlinsen und Kontaktlinsen-Flüssigkeit
* Taschenlampe
* Hygiene- und Toilettebedarf


Reiseleitung
: Klaus Schindl, BA, Archäologe

Termin:

Termine sind in Vorbereitung!

Pauschalpreis: € 1.680,– (ohne Flüge bis/ab Clermont-Ferrand)
Kleingruppenaufschlag von 15% bei unter 5 Teilnehmern

Inbegriffen:
Die Fahrten und Transfers gemäß Programm
Die Besichtigungen (einschließlich der Eintrittsgebühren)
Die Nächtigungen in Zweibettzimmern in einem guten Mittelklasse-Hotel (Du/WC oder Bad/WC)
Die Halbpension (Frühstücke und Mittagsimbiss auf dem Grabungsgelände)
Die wissenschaftlichen Vorträge
Die deutsch sprechende Reiseleitung

Einbettzimmerzuschlag pro Nacht: € 40,–

Teilnehmerzahl: mindestens 5 höchstens 8 Personen

Es gelten die Allgemeinen Reisebedingungen in der letztgültigen Fassung unter Zusatz der auf der Rückseite unseres Anmeldebogens angeführten Punkte. Veranstalter-Nr. 2003/0011.