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Istanbul – einst Byzanz, dann Konstantinopel, Hauptstadt des Römischen, Byzantinischen und Ottomanischen Reiches ist eine Schatzkiste an Palästen, Moscheen und Museen. Die farbenprächtige Stadt auf zwei Kontinenten verfügt über ein umfangreiches Kulturgut aus 1700 Jahren Machtmittelpunkt und ein einzigartiges Flair. Sechs Tage in der 12-Millionen-Stadt ermöglichen es, nicht nur die „Musts“ zu besichtigen, sondern auch eine Reihe von „Schmankerln“, die eben ein bisschen mehr Zeit und einen ortskundigen Führer erfordern.

1. Tag: Vom spirituellen Zentrum zur Machtzentrale Ostroms
Flug Wien – Istanbul. Gleich zu Beginn der Reise erwartet uns die Hagia Sophia, Jahrhunderte lang Vorbild für byzantinische wie für moslemische Sakralbauten. Einst Hauptkirche bzw. –moschee Ostroms und dann des Ottomanischen Reiches ist sie heute ein Museum. Nach ausführlicher Besichtigung bleibt noch Zeit für das Mosaikenmuseum. Die großartigen Bildwerke, die mythologische Szenen, spielende Kinder, Haustiere und Jagd-szenen darstellen, liegen heute tief unter dem Straßenniveau. Sie wurden vermutlich alle vor 650 hergestellt und in den 1930er Jahren wieder entdeckt. Einst schmückten sie den Palast, den Kaiser Konstantin hier für seine Hofhaltung errichten ließ und der bis zum Ende des Oströmischen Reiches benützt wurde.

2. Tag: Vom 6. Stadthügel hinunter ans Goldene Horn
Am Morgen Fahrt mit öffentlichen Verkehrsmitteln quer durch die Altstadt. Wir steigen in der Nähe der ehemaligen Aëtios-Zisterne aus. Besichtigung der einzigartigen Chora–Klosterkirche (Kariye Cami). Ihre Mosaiken und Wandbilder sind die besten der Spätzeit der byzantinischen Kunst. Von dort zu Fuß weiter auf abenteuerlichen Pfaden (ein- bis dreimal Verlaufen ist inkludiert; Damen brauchen ein Kopftuch) entlang der alten Landmauern zu den Resten der letzten Residenz der byzantinischen Kaiser (Tekfur Saray – Prinzenpalast), von dort weiter zum griechisch-orthodoxen Quellheiligtum Ayazma – weiter entlang des Goldenen Horns zur Moschee des Fahnenträgers in Eyüp. Der Ort, der etwas außerhalb der antiken Stadtmauer liegt, ist ein hoher Islamischer Wallfahrtsort; hier soll der Sage nach im Jahr 672 der Fahnenträger des Propheten gefallen sein. Von Eyüp aus mit dem Boot wieder ein gutes Stück zurück in die Altstadt. Zum Ausklang Besuch der bulgarisch-orthodoxen Kirche des Hl. Stephan (da als Baumaterial hauptsächlich Gusseisen Verwendung fand auch die Bezeichnung "Eiserne Kirche") und der byzantinischen Theotokos Pammakaristos (Allselige Muttergottes)–Kirche (heute: Fethiye Camii / Siegesmoschee). Sie war noch in Osmanischer Zeit 131 Jahre lang Sitz des Griechisch-Orthodoxen Patriarchats und zählt zu den reizvollsten Bauwerken der byzantinischen Architektur in der Stadt.

3. Tag: Vom Marmara-Meer zur Galata-Brücke
Besichtigung der Kirche der Heiligen Sergios und Bakchos (Küçük Ayia Sofya), fast am Ufer des Marmara-Meeres. Das Gebäude (auch kleine Hagia Sophia genannt) gehört zu den wichtigsten frühbyzantinischen Bauwerken Istanbuls und galt als bauliches Vorbild für die "große" Hagia Sophia. Bergauf zur Moschee des Sokullu Mehmet Pasa in deren Bauschmuck Teilchen des Schwarzen Steins aus der Kaaba eingearbeitet wurden. Die Moschee wurde von Baumeister Sinan an der Stelle der byzantinischen Anastasia Kirche erbaut. Sehr beachtenswert sind die Fayencen. Spaziergang durch den Großen Basar und kleine Mittagspause. Danach vorbei an der Universität zur Besichtigung der Moschee Süleymans des Prächtigen (Süleymaniye Camii). Die riesige Moschee, die auf dem 3. Stadthügel thront, ist nicht nur einer der markantesten Bauten in der Silhouette der Altstadt und prachtvoll ausgestattetes Gebetshaus, sondern auch soziales Zentrum. Ein Ort der Meditation seit 450 Jahren. Die Moschee zeigt die Baukunst von Mimar Sinan nahezu in Vollendung. Im Garten hinter der Hauptmoschee befinden sich sehenswerte Begräbnisstätten (u. a. Sultan Süleyman I., seiner Frau Roxelane und des Architekten Sinan). Während der Sommertermine ist es möglich, als Fakultativprogramm eine 2 ½-stündige Schifffahrt in den Bosporus anzuschließen.

4. Tag: Diesseits und jenseits des Goldenen Horns
Wir beginnen das Tagesprogramm mit einer Fahrt zur Moschee des Eroberers (Sultan Mehmet Fatih Camii). Danach zu Fuß zur byzantinischen Kirche des Pantokrator (Molla Zeyrek Camii), eine Gründung der Kaiserin Irene. Weiterfahrt via Atatürk-Brücke über das Goldene Horn bis in den Stadtteil Beşiktaş, zum Dolmabahçe Palast („Palast der aufgeschütteten Gärten“). Der riesige prunkvolle Komplex am Ufer des Bosporus diente als Residenz der letzten 7 Monarchen des Osmanischen Reiches und danach des Schöpfers der modernen Türkei, Kemal Atatürk. Der Aufwand, der hier getrieben wurde, trug wesentlich zum Staatsbankrott des Landes zu Ende des 19. Jh. bei. Heute erfreut die legendäre Pracht des Gebäudes sowohl touristische Besucher als auch fallweise Staatsgäste der Türkei. Auf dem Rückweg in die Altstadt machen wir einen Abstecher zum Taxim Platz und spazieren von dort im Trubel von Istanbuls längster Einkaufs-Fuzo zum Galata-Turm (1348). Zu seinen Füßen breitet sich ein malerisches Stadtviertel auf gotischem Stadt-grundriss, einst die Siedlung der Händler aus Genua. 200 m weiter stehen wir wieder am Ufer des Goldenen Horns. Wir spazieren über die Galatabrücke und besichtigen gleich am anderen Ufer zum Tagesausklang die Rüstem Pasa–Moschee (Fayencen!), die Yeni Cami (yeni = neu), eine der schönsten Moscheen der Stadt, und den sog. Ägyptischen Basar (Gewürzbasar).

5. Tag: Von der Pferdrennbahn per Schiff zur Fiakerrundfahrt
Zu Beginn Besuch der Sultan Ahmet–Moschee (1609-1616 und seit der Musealisierung der Hagia Sophie Istanbuls Hauptmoschee), danach Spaziergang über das Gelände des antiken Hippodroms, das sich noch deutlich im Stadtplan abzeichnet und von dem einige der Säulen, die einst auf der Spina standen, noch erhalten sind. Besuch des Yerebatan Sarnıcı (1000-Säulen-Zisterne, tatsächlich sind es „nur“ 336 aber die sind 8m hoch) Bereits unter Kaiser Trajan wurde die Zisterne begonnen, unter Justinian im 6. Jh. erweitert. Sie enthält noch immer Wasser; auf Stegen erkundet man diese unterirdische Kathedrale, die heute mit Lichteffekten, Musik und modernen Skulpturen aufgepoppt ist. Danach Besuch des Archäologischen Museums. Neben den Prunkstücken des Museums, dem sog. Alexandersarkophag und dem „Sarkophag der Klageweiber“ sind hervorragende Funde vor allem aus den antiken Städten an der Ostküste der Ägäis zu sehen. Auch ein wenig von Schliemanns Goldfunden aus Troja gibt es hier. Am frühen Nachmittag Fahrt mit der öffentlichen Fähre nach Büyükada, die größte der 9 Prinzeninseln. Hier lockt die Ruhe einer Insel ohne Autos und ein prachtvoller Bestand denkmalgeschützter Sommervillen (Gründerzeit / Jugendstil). Bis 1603 war es im Osmanischen Reich üblich, dass die Sultane bei Herrschaftsantritt alle unmittelbaren Konkurrenten um die Thronfolge ermorden ließen, danach wurden die Prinzen hier lebenslang unter strengen Hausarrest gestellt, daher der Name des Archipels. Heute sind die Inseln ein Nobelvorort der Stadt und ein beliebtes Naherholungsziel. Fakultativ kann man Büyükada mit der Pferdekutsche erkunden.

6. Tag: Unschlagbares Finale: Die bewohnbare Schatzkammer des Osmanischen Reiches
Eingehender Besuch des Topkapi-Museums. Auf diesem Platz in herrlicher Lage auf einem der Stadthügel hatte schon Kaiser Konstantin Wohnsitz und Regierungsgebäude. Der Gebäudekomplex wurde im Lauf der Jahrhunderte immer wieder aufwändig umgestaltet und erweitert, behielt jedoch seine Funktion bis 1856. Heute ist der weitläufige Palast, der aus zahlreichen Einzelgebäuden innerhalb einer Gartenlandschaft besteht, ein Museum. Die Wohn- und Prunkräume sind verschwenderisch ausgestattet und zeugen vom erlesenen Geschmack und unermesslichen Reichtum der Sultane. Unter den verschiedenen Sammlungen (Porzellan, Handschriften, Portraits, Gewänder u. a.) sticht insbesondere die Schatzkammer mit Schmuck, Staatsgeschenken und Prunkwaffen aus osmanischer Zeit hervor. Da sich auch eine Kollektion islamischer Reliquien in diesem Museum befindet, fordern konservative muslimische Kräfte seit längerem eine Schließung des Palastes für den Tourismus. – Restliche Zeit vor dem Flughafentransfer zur freien Verfügung. Rückflug nach Wien.

Achtung: Istanbul war Europäische Kulturhauptstadt 2010 und hat schon Jahre davor ein ehrgeiziges Renovierungsprogramm für seine historischen Stätten gestartet. Allerdings sind die Arbeiten an einigen (inzwischen nur noch wenigen) der von uns ins reguläre Programm genommenen Sehenswürdigkeiten noch immer in Gang, wodurch die Besuchsmöglichkeiten eingeschränkt sind. Unsere Reiseleiter passen die Besichtigungsprogramme dementsprechend an.

Termine:

Termine sind in Vorbereitung!

Reiseleitung: Prof. Dr. Wolfgang Trachta  u. a.

Pauschalpreis:
€ 890,–   bei 15 – 18 Personen
€ 915,–   bei 12 – 14 Personen
€ 985,–   bei 10 – 11 Personen

Pauschalpreis 2016:
€ 930,–   bei 15 – 18 Personen
€ 960,–   bei 12 – 14 Personen
€ 1.035,–   bei 10 – 11 Personen 

Inbegriffen:
Die Linienflüge Wien – Istanbul – Wien (Turkish Airlines)
Die Flughafen- und Sicherheitsgebühren
Die Transfers, Rundfahrten und Besichtigungen (ohne ev. Eintrittsgebühren)
Die Nächtigungen in Zweibettzimmern in einem guten Hotel (Du/WC oder Bad/WC)
Die Frühstücke
Die qualifizierte Studienreiseleitung durch einen Akademiker oder anderen Fachmann

Einbettzimmerzuschlag pro Nacht: € 40,–

Visum: muss vor Abreise selbst über Internet beantragt werden: http://www.evisa.gov.tr (USD 20,-)

Teilnehmerzahl: mindestens 10, höchstens 30 Personen

Es gelten die Allgemeinen Reisebedingungen in der letztgültigen Fassung unter Zusatz der auf der Rückseite unseres Anmeldebogens angeführten Punkte. Veranstalter-Nr. 2003/0011.