preloder
DRUCKEN

Noch immer – und vielleicht für alle Zeiten – geben die Etrusker der Wissenschaft schwer lösbare Probleme auf: weder Sprache noch Herkunft sind eindeutig zu klären, einzig die Funde legen Zeugnis ab von einer hochentwickelten und regional ausdifferenzierten Kultur. Die Etrusker, die zeitweise von den Alpen bis Unteritalien herrschten, waren Gründer und Herren Roms. Die politische Eigenständigkeit Etruriens endete durch die lex Iulia im Jahr 90 v.Chr., die eigenständige Religion und Kultur hielt sich nachweislich jedoch ein halbes Jahrtausend länger.

Land der Etrusker1. Tag: Flug von Wien nach Bologna. Besichtigung des Museo Civico in Bologna (die reichste Sammlung der sogenannten Villanova-Kultur), der Ausgrabungen und Gräber in Marzabotto sowie des Tempelbezirks der etruskischen Stadt Misa. Nächtigung in Pisa.

2. Tag: Fahrt zur Küste des Tyrrhenischen Meeres nach Populonia. Der heutige Ort hat gerade einmal 200 Einwohner. In vorgeschichtlicher Zeit und der Antike befand sich hier die größte Eisenhütte des gesamten Mittelmeerraums; das Erz wurde von Elba gebracht. Aus der Größe der Abraumhalde und der Begräbnisstätten läßt sich die einstige Bedeutung und Betriebsamkeit erschließen. Wir besuchen die Nekropole und die uralte Siedlung namens Vetulonia in beherrschender Höhenlage über dem antiken lacus Prilius (heute zur Ebene von Grosseto gehörend) mit den Resten einer etruskischen Stadtmauer. Unterhalb der antiken Stadt befindet sich eine etruskische Nekropole (Tomba della Pietrera). In Ansedonia kommen wir am römisch/etruskischen Entwässerungssystem „Tagliata Etrusca“ vorbei. In Tuscania befinden sich etliche etruskische Sarkophage in der Kirche S. Pietro und im Gebiet um die außerhalb des mittelalterlichen Tuscania liegende Kirche wurde eine antike, viele Jahrhunderte zurückreichende Anlage ausgegraben. Übernachtung in Viterbo.

3. Tag: Im Museum in Tarquinia ist der untere Trakt nach Jahren wieder zugänglich und zeigt eine Reihe bedeutender hervorragend restaurierter etruskischer Sarkophage und eine Nekropole mit Wandmalereien. Auch in Cerveteri gibt es eine sehenswerte Nekropole. Sutri liegt auf einem von tiefen Tälern umgebenen Hügel, wobei lediglich ein schmaler Vorsprung im Westen die Stadt mit ihrer Umgebung verbindet. Von der antiken Stadt haben sich einige Überreste der Stadtmauer erhalten. Nächtigung wieder in Viterbo.

4. Tag: Fahrt nach Orvieto zur etruskischen Nekropole „Crocifisso del Tufo“ mit den Priestergräbern des etruskischen Nationalheiligtums aus dem 6. und 7. Jahrhundert: Die neuen Ausgrabungen werden derzeit mit großem Nachdruck fortgeführt, ebenso die Konservierungs- und Restaurierungsarbeiten. In Bolsena sieht man den am besten erhaltenen Rest einer Stadtmauer des antiken Volsinii mit etruskischen Steinmetzzeichen. Eventuell Besichtigung der Kirche S. Cristina mit der Kapelle des „Wunders von Bolsena“. In Sovana befindet sich die Nekropole „Poggio Prisca“ (Tomba lldebranda). Weiters geht es nach Vulci mit Besichtigung der Ponte della Badia, des Museums, der Tomba Francois (monumentales Grab mit 7 Grabkammern um einen Zentralraum; instruktive Farbreste). Falls nicht geöffnet besteht stattdessen die Möglichkeit des Besuchs der archäologischen Zone. Zurück nach Viterbo.

5. Tag: Ausflug nach Rom, wo sich in der Villa Giulia zahlreiche etruskische Sammlungen befinden (der Apollo von Veji und der berühmte Tonsarkophag aus Caere). Im Vatikan gibt es eine etruskische Abteilung im Museum Gregorianum (gesamtes Fundmaterial der Tomba Regolini-Galassi aus Caere). Rückfahrt über Veji (Tempelbezirk). Abschließend ein kleiner Stadtrundgang in Viterbo (unter anderem Reste der etruskischen Stadtmauer nahe des einstigen Papstpalastes).

6. Tag: Von Viterbo nach Chiusi ins Museum mit Tomba della Pellegrina. In Perugia Besichtigung des archäologischen Museums mit dem Cippus Perusinus (zweitlängste etruskische Inschrift) und den neuen Funden des Grabes von Monteluce. Stadtrundgang (unter anderem Porta Augusta; S. Michele Arcangelo) und Fahrt nach Cortona.

7. Tag: Am Tagesplan steht zuerst das MAEC: Museum der Etruskischen Akademie und der Stadt Cortona. In einem ehemaligen Adelspalst ist die gesamte Geschichte des Siedlungsplatzes von der Vorzeit bis zur Gegenwart mit hervorragenden Fundstücken dokumentiert. Schwerpunkt ist natürlich die Kultur der Etrusker. Die entsprechende Sammlung wurde schon im 18. Jh. begonnen, als sich die ersten wissenschaftlichen Ausgräber an die Arbeit machten. Prunkstücke sind der berühmte Bronzeleuchter und eine große Zahl herrlicher Alabaster-urnen (hergestellt im etruskischen Volterra). In Volterra, 10.000- Einwohner-Stadt auf einer Hügelkuppe inmitten einer dramatisch von Erosion zerfurchten Landschaft, sehen wir die Stadtmauer mit etruskischem Tor (die Porta all’Arco) und im Stadtkern eine pittoreske Mischung von Bauten aus den letzten tausend Jahren. Außerhalb des Mauerrings ein römisches Theater und Thermen sowie nordwestlich der Stadt das Gebiet "Le Balze" ein späktakulärer Felsabbruch. In Volterra lockt das archäologische "Museo Etrusco Guarnacci" im Palazzo Desideri Tangassi. Weiterfahrt nach Florenz.

8. Tag: Besichtigung des archäologischen Museums in Florenz mit der berühmten Francois-Vase, der so genannten Mater Matuta, der Chimäre aus Arezzo, dem Arringatore (die lebensgroße Bronzestatue das Aulus Metellus, naturalistisch als wäre es ein Abguss), der Minerva u.v.a.m. Fahrt nach Sesto Fiorentino mit Tomba della Montagnola, ein hocharchaisches Kuppelgrab mit punischen Kritzelinschriften vom durchziehenden Heer Hannibals, und weiter nach Fiesole mit etruskischer Stadtmauer, Tempelresten und römischem Theater. Rückfahrt nach Florenz.

9. Tag: Rückflug nach Wien

Termin:

Termine sind in Vorbereitung!

Reiseleitung: Prof. Dr. Wolfgang Trachta

Pauschalpreis: € 1.890,–

Inbegriffen:
Die Flüge Wien – Bologna / Florenz – Wien (AUA)
Die Nächtigungen in Zweibettzimmer in guten Hotels (Du/WC oder Bad/WC))
Die Halbpension (Frühstück und Abendessen))
Die Besichtigungen mit den Führungen und Erklärungen (ohne eventuelle Eintrittsgebühren)
Die Straßensteuern und Autobahngebühren)
Die qualifizierte Studienreiseleitung durch einen Akademiker oder anderen Fachmann

Einbettzimmerzuschlag pro Nacht: € 40,–

Teilnehmerzahl: mindestens 12, höchstens 25 Personen

Es gelten die Allgemeinen Reisebedingungen in der letztgültigen Fassung unter Zusatz der auf der Rückseite unseres Anmeldebogens angeführten Punkte. Veranstalter-Nr. 2003/0011.