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Eine Rundfahrt voll großartiger landschaftlicher und folkloristischer Eindrücke sowie einmaliger kulturhistorischer Sehenswürdigkeiten. Von der palmengesäumten Küste des Mittelmeers bis in die Sahara und wieder zurück, wobei wir naturgemäß zwei mal – an verschiedenen Stellen – die Höhen des Atlasgebirges überqueren. Am Ende die beiden Sehnsuchtsstädte Marrakesch und Casablanca.

Die Reise wird von uns unter Leitung hervorragender Marokko-Spezialisten seit rund 45 Jahren erfolgreich durchgeführt.
Eine wahrhaft faszinierende Fahrt!

1. Tag: Flug Wien – Marrakesch – Transfer ins Hotel. Besichtigung: Marrakesch – Vierte der marokkanischen Königsstädte mit knapp 1 Mio. EW. 1070 durch Abu Bakr ibn Umar gegründet, um der neuen Bewegung der Almoraviden ein Zentrum zu geben. Die Altstadt wurde 1985 zusammen mit den Agdal-Gärten und den Menaragärten zum UNESCO-Weltkulturerbe deklariert und weist eine hohe Zahl von historischen Bauwerken auf (Stadtmauer, Tor Bab Agnaou, Koutoubia-Moschee, El-Mansur-Moschee mit prächtigem Minarett, Mausoleen der Saadier-Sultane und verfallener Badi-Palast aus der Saadier-Zeit, Koranschule Ben Yussuf, Marktviertel), Hauptattraktion der Stadt ist die Djemaa el Fna (arabisch etwa Versammlung der Toten), der weltberühmte mittelalterliche Markt- und Henkersplatz, 24 Stunden am Tag und heute wie wohl auch einst ein lebendiger Ort orientalischer Geschichtenerzähler, Schlangenbeschwörer und Gaukler. Der Menara-Garten ist aus einem Olivengarten aus dem Jahr 1200 entstanden, der in der Mitte ein großes Vorratsbassin hatte. Heute ist die Anlage, die etwa 3 km außerhalb der Stadtmauer liegt, ein beliebtes Naherholungsgelände. Ein Teil dieser Besichtigungspunkte wird am 1. Tag besucht, die weiteren am letzten Tag der Reise.

2. Tag: Marrakesch – Fahrt nach – “Ich seh’ Dir in die Augen, Kleines” – Casablanca. Die Stadt am Atlantik, mit annähernd 4 Mio. EW im Ballungsgebiet, hat eine sehr bewegte Vergangenheit, seit sie im 8. Jh. urkundlich nachweisbar ist. Nacheinander und manches Mal auch gleichzeitig war sie Hauptstadt eines Berberreiches, Piratennest und wichtiger Handelsplatz und Überseehafen, stand unter arabischer, portugiesischer, spanischer und französischer Fremdherrschaft und ist derzeit die größte und modernste Stadt Marokkos.Die Entwicklung dazu beanspruchte das ganze 20. Jh. Zuvor war Tanger das wirtschaftliche Zentrum Marokkos gewesen, heute werden 80 % der marokkanischen Industriegüter hier erzeugt und ca. 60 % des Seehandels des Landes werden über den Hafen der Stadt abgewickelt. Wir besichtigen die Place Mohammed V., Place des Nations Unies, Neue Medina, den Königlichen Palast (von außen), die Kirche Notre Dame de Lourdes (Glasfenster!) und auch die neue Moschee von Hassan II. (weltweit die fünftgrößte Moschee hinter Mekka, Medina, Mashad und Jakarta – Fassungsraum 25.000 Menschen).

3. Tag: Beginn der Busrundfahrt. Von Casablanca nach Rabat – Aktuelle Hauptstadt und Königsresidenz. Der Stadtteil Chellah mit phönizischem Ursprung, römischen Ruinen und mittelalterlichen Sultansgräbern, Palastviertel, das alte Stadttor Bab er Rouah, Hassanturm, Kasbah der Uodaya, Mausoleum von König Mohammed V. – Weiter durch den Marmora-Wald (Korkeichen) nach Meknes, das 55 Jahre unter Sultan Mulay Ismaïl (1672-1727) Hauptstadt war. Die Stadtmauern und Monumente der ehemaligen Hauptstadt wurden von einem Heer brutal geschundener Zwangsarbeiter errichtet. Meknes verdankt seinen Namen dem Stamm der Meknassa, die vom Osten her kommend sich zu Anfang des 10. Jh. an den Ufern des Flusses niederließen. Aus zwei Stadtkernen bestehend, die voneinander durch den Fluß Boufekrane getrennt sind, erhebt sich Meknes auf einer Hochebene 550 m über dem Meer. Es liegt in einem der landwirtschaftlich reichsten Gebiete mit ganzjährig gesundem, mildem Klima. Wichtigster Besichtigungspunkt ist das prachtvoll verzierte Bab el-Mansour, das schönste Stadttor Marokkos, 1732 vollendet. Hier wurden früher Gerichtsverhandlungen abgehalten und die Köpfe der Hingerichteten ausgestellt. Wir besuchen auch das Volkskundemuseum Dar Jamni, die Tore Bab-el-Khemis und Bab el Berdain, die Koranschule Bou Inania, die Große Moschee (von außen), das Grab des Mulay Ismail und die großen Sultansspeicher.

4. Tag: Fahrt von Meknes nach Mulay Idris – Heilige Stadt des marokkanischen Islam. Das Grabmal des Gründers der 1. marokkanischen Dynastie ist die größte Wallfahrtsstätte des Landes. – Volubilis – größte römische Ruinenstätte Marokkos. In der Antike spielte die Stadt am Westrand des Imperium Romanum, die damals bis zu 10.000 EW hatte, eine wichtige Rolle als Lieferant von Öl, Getreide sowie Großwild (Elefanten, Löwen, Leoparden) für die Arenen Roms. Reste der Stadtmauern, Tore, Häuser, Straßen und Thermen aus dem 1.-3. Jh. n. Chr. – Weiter bis Fez.

5. Tag: Fez/Fès – war lange Zeit Königsresidenz. Die Stadt zerfällt in drei Teile: FÈZ EL BALI aus dem 9. Jh., FÈZ JEDID (die ehemalige »Neustadt« des 13.Jh. und die MODERNE NEUSTADT aus dem 20. Jh. – Bab Boujeloud (schönstes der Stadttore!), Koranschulen Bou Inania und El Attarine, Moschee Karaouiyne (größte Nordafrikas, Sitz der ältesten islamischen Universität), Grabmal des Stadtgründers Idris II. (von außen), Nejarine-Brunnen, Handwerkergassen und die alten Gerbereien, königlicher Palast, Judenviertel.

6. Tag: Es folgt eine landschaftlich wunderschöne Fahrt durch den Mittleren und Hohen Atlas über den Col du Zad (2.178 m). Der Atlas ist mit über 2.300 km Länge und einer Höhe bis über 4.000 m ein mächtiger Gebirgszug, der es durchaus mit den Alpen aufnehmen kann. So wie diese ist auch der Atlas eine bedeutende Wetter- und Klimascheide. Nördlich ist das Klima mediterran und ausreichend feucht, um eine ertragreiche Landwirtschaft zu ermöglichen. Auf der Südseite ist das Klima sehr menschenfeindlich, am Fuß des Gebirges beginnt die Sahara, die erst 1.500 bis 2.000 km noch weiter südlich wieder endet. Unsere Tagesetappe führt bis an den Rand der Sahara, in die Flußoase des Ziz nach Erfoud (nicht ganz 30.000 EW). Die nahe der Stadt gelegene geologische Formation Ktaoua ist reich an Fossilien, insbes. Trilobiten, die einem immer wieder einmal als Souvenir angeboten werden. Aber Vorsicht! – Je schöner ein Exemplar ist, desto sicherer ist es eine Fälschung: Steinpulver, vermischt mit Kunstharz. Ein paar Tropfen Azeton (Nagellackentferner) drauf und schon ist der Trick offenbar.

7. Tag: Fahrt zur berühmten Straße der Kasbahs, der alte von Berbern bewachte Handelsweg am Südfuß des Hohen Atlas, im Flusstal des Dades zwischen Ouarzazate und Errachidia. Die archaischen Formen der jahrhundertealten Lehmburgen, das üppige Grün der Oasengärten und die rötlich schimmernden Berge im Hintergrund verschmelzen zu Bildern einzigartiger Schönheit. – Fahrt in die Todhra-Schlucht. Die ersten 13 km hinter Tinerhir, wo wir abzweigen, sind geteert und gut befahrbar, dann verengt sich die Kluft auf gerade noch 10 Meter. Hier müssen die Fahrzeuge neben dem gemauerten Fußweg im Flussbett fahren. – Auf der Fahrt besuchen wir die Kasbahs von Tifoultoute im Flusstal des Draa und Taourirt in Ouarzazate (erst 1928 gegründet!), unser Tagesziel. Kasbahs werden auch Ksar (Plural Ksour) oder Agadir genannt. Die eindrucksvollen Lehmburgen dienten als Wohnhäuser, Wehr- und Speicherburgen für Familien und ganze Sippen. Jede Kasbah hatte eigene Dekorationen, Trachten und Feste. Die mit geometrischen Mustern verzierten Wände und Türme bestehen aus Stampflehm, versetzt mit gehäckseltem Maisstroh.

8. Tag: Ouarzazate – Zum malerischen Dorf Aït Ben-Haddou (UNESCO Weltkulturerbe), das etwa 30 km in nordwestlicher Richtung entfernt an einem Berghang in etwa 1.300 m Höhe am Ufer des – meist ausgetrockneten – Asif Mellah liegt. Das befestigte Dorf hat sich aus mehreren eng aneinander gebauten und teilweise ineinander verschachtelten Wohnburgen entwickelt. Die Bauten besitzen Ecktürme die im oberen Bereich mit geometrischen Motiven verziert sind. Das Rautenmotiv wird dabei als Unheil abweisendes stilisiertes Auge interpretiert. Der Ort in dem ursprünglich eine gleichnamige Berbersippe wohnte ist inzwischen vollkommen musealisiert und verdankt seine Erhaltung u.a. auch dem, dass er seit den 1960er-Jahren Kulisse für mehr als 20 große Filmproduktionen war (Lawrence von Arabien, Die Bibel, Die letzte Versuchung Christi u.s.w.). Zurück über den Hohen Atlas via Tizi-n-Tichka (Tischka-Pass, 2.260 m) – mit vielen Serpentinen und immer wieder wunderschönen Ausblicken in atemberaubender Landschaft – nach Marrakesch.

9. Tag: Zweiter Teil der Besichtigungen in Marrakesch – am Nachmittag Flughafentransfer und Rückflug nach Wien.

Termin:

Sa 30.12.2017  -  So 07.01.2018    freie Plätze 
Sa 03.02.2018  -  So 11.02.2018    freie Plätze 
Sa 10.02.2018  -  So 18.02.2018    freie Plätze 
Sa 17.02.2018  -  So 25.02.2018    freie Plätze 
Sa 24.03.2018  -  So 01.04.2018  (Ostern)  freie Plätze 
Sa 28.04.2018  -  So 06.05.2018    freie Plätze 
Sa 27.10.2018  -  So 04.11.2018    freie Plätze 
Sa 01.12.2018  -  So 09.12.2018    freie Plätze 
Buchungsinformation

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Reiseleitung: Dr. Christoph Rella (3.2.2018, 24.3.2018, 1.12.2018) Harald Kastner (Experte; restliche Termine)

Pauschalpreis: € 1.195,–
Als Privatreise: € 1.795,–
(ab 2 Personen, mit örtlicher deutschsprechender Reiseleitung, auch zum Wunschtermin)

Inbegriffen:
Die Linienflüge Wien – Marrakesch – Wien (AUA)
Die Flughafen- und Sicherheitsgebühren
Die Rundreise mit modernem Autobus
Die Nächtigungen in Zweibettzimmern in sehr guten Hotels (Bad/ WC oder Du/ WC)
Die Halbpension (Frühstück und Abendessen)
Die Besichtigungen mit den Führungen und Erklärungen (ohne eventuelle Eintrittsgebühren)
Die lokalen Fremdenführer
Die qualifizierte Studienreiseleitung durch einen Akademiker oder anderen Fachmann

Einbettzimmerzuschlag pro Nacht: € 40,– (8 Nächte)

Saisonzuschlag (Silvester):  € 80,–
Saisonzuschlag (Ostern):  € 150,–

Teilnehmerzahl: mindestens 12, höchstens 25 Personen

Es gelten die Allgemeinen Reisebedingungen in der letztgültigen Fassung unter Zusatz der auf der Rückseite unseres Anmeldebogens angeführten Punkte. Veranstalter-Nr. 2003/0011.