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Das schöne Land Südwestafrikas, reich an kostbaren Steinen und alt an Geschichte, ist Vorbild für das friedliche Zusammenleben verschiedener Kulturen. Buschmann-Felszeichnungen faszinieren ebenso, wie leuchtende Dünenberge und die einmalige Tierwelt. Das am dünnsten besiedelte Land Afrikas mit deutscher Vergangenheit strahlt wilde Schönheit und einsame Ruhe aus, der man sich nicht entziehen kann!

1. Tag: Flug von Wien über Frankfurt nach Windhoek.

2. Tag: Ankunft frühmorgens. Beginn der Rundfahrt nach Süden durch weites Weideland über Mariental an den Rand der Kalahari. Die Fahrt bietet erste Möglichkeiten, die Landschaft zu genießen und mit ein wenig Glück läuft uns auch Wild über den Weg.
Am Abend bieten wir als Fakultativprogramm einen „Sundowner" ins Gelände an. Der Sundowner ist in Namibia eine Institution, um den Tag ausklingen zu lassen. Hochinteressanter Nebeneffekt einer solchen Fahrt ist natürlich Tierbeobachtung zum Sonnenuntergang, wenn der Schichtwechsel von den tagaktiven zu den nachtaktiven Tieren stattfindet. Auf jeden Fall lernen Sie bei dieser Gelegenheit Ihre Mitreisenden ein wenig besser kennen und können sich auf einen Abendschluck freuen.

3. Tag: Weiterfahrt  nach Keetmanshoop. In der Ferne sehen wir den „Brukkaros-Vulkan", einen Inselberg, der 650m aus der umliegenden Ebene aufragt. Abstecher zum Köcherbaumwald (ein beliebtes Motiv für die Fotografen). Dann weiter zum Fischfluss-Canyon, ein Höhepunkt jeder Namibia Reise. Der Fischfluss-Canyon gehört zu den spektakulärsten und bedeutendsten landschaftlichen Sehenswürdigkeiten im südlichen Afrika und ist der zweitgrößte Canyon der Welt. Er wird gerne mit dem Grand Canyon in den USA verglichen.

4. Tag: Weiterfahrt über die historische Missionsstätte Bethanien (rund 1.000 Einwohner, 1.000 m hoch gelegen) nach Helmeringhausen. Hier gibt es ein kleines Freiluft-Museum, in dem landwirtschaftliche Gerätschaften aus der Kolonialzeit ausgestellt sind; unter anderem eine Wasserbohrmaschine, wie sie für die Farmer damals von entscheidender Bedeutung war. Weiterfahrt nach Norden in die Bezirksstadt Maltahöhe (Übernachtungsort). Der Name des Ortes stammt von Hauptmann Henning von Burgsdorf, der hier einen Posten der Deutschen Schutztruppe errichtete und ihn nach seiner Frau Malta benannte. Der Ort hat rund 2.000 Einwohner und dient in erster Linie der Versorgung der umliegenden Farmen.

5. Tag: Am Morgen zuerst zum Schloss Duwisib (altes Herrenhaus eines deutschen Offiziers, inmitten der afrikanischen Savanne im neu-romanisch/wilhelminischen Stil errichtet). Weiter über den Zaris-Pass am Rande des Namib Naukluft Nationalparks. Der Park ist mit einer Gesamtfläche von rund 50.000 Quadratkilometern Namibias größtes Naturschutzgebiet. Er umfasst einen rund 100 bis 150 Kilometer breiten Gürtel entlang der namibischen Küstenwüste. Der überwiegende Teil dieses riesigen Gebietes ist für Menschen nicht zugänglich.

6. Tag: Ausflug zu  drei Zielen: Am Vormittag geht es in den Namib Naukluft Park. Dieser liegt auf einem Plateau mit vielen Grotten, Höhlen und Schluchten, von denen wir im Rahmen dieser Reise jedoch keine besuchen. Das Naukluft Gebirge mit seinen schroffen Felsmassiven  (Bergzebras!) und tief eingeschnittenen Flusstälern erhebt sich rund 1.000 Meter über die Umgebung (höchste Erhebung 1.949 m). Die Berge sind ein Wandererparadies. Am Nachmittag geht es zuerst zum Sesriem Canyon, ein Lebensraum für viele Vogelarten und danach zu den Sterndünen von Sossusvlei, der landschaftliche Höhepunkt des Nationalparks. Es handelt sich dabei um eine Lehmsenke, die von hohen Dünen umschlossen ist (Möglichkeit einer Dünenbesteigung). Das Sossusvlei liegt inmitten der zentralen Dünen-Namib, die den größten Teil des Parks ausmacht. Die Dünen erreichen teilweise Höhen von 300 Metern und gehören damit zu den höchsten der Welt. Sehr selten (etwa alle zehn Jahre), nach heftigen Regenfällen, füllt sich die Lehmsenke mit Wasser. Durch die kaum wasserdurchlässigen Lehmschichten bleibt der türkisblaue See dann noch eine Weile bestehen. Wir bleiben bis zum Sonnenuntergang, der hier besonders schön ist.

7. Tag: Schon auf dem Weg zu unserem heutigen Hauptziel kommen wir über den Gaub-Pass und zum Kuiseb Canyon, der oft nur 20 Meter breit und bis zu 200 Meter tief ist. Fahrt in den Namib Wüstenpark (hier wächst die berühmte „Welwitscha mirabilis", die voll ausgewachsen einen bis zu 1 m hohen Stamm und daran zwei Blätter mit bis zu 2 m² Blattfläche besitzt). Tagesendpunkt ist Swakopmund (ca. 35.000 EW). Die einzigartige Mischung aus deutschem Nordseebad, afrikanischer Bevölkerung und imposanter Dünenlandschaft und vor allem das angenehme Klima machen die ehemalige Hafenstadt der Kolonie Deutsch-Südwestafrika zu einem beliebten Touristenziel und Erholungsort, in dem seit Jahren eine erhebliche Neubautätigkeit zu beobachten ist. Wir besichtigen vor allem die "Erinnerungsstücke" (Dampftraktor „Martin Luther", Landungsbrücke, Leuchtturm, koloniale Häuser).

8. Tag:  Am Vormittag können Sie selbst zwischen zwei Fakultativprogrammen auswählen: Entweder unternehmen Sie eine Katamaranfahrt in die Bucht von Walfish Bay mit Beobachtungsmöglichkeit von Delphinen, Flamingos, Pelikanen und Walen (je nach Jahreszeit). Walvish Bay (30 km nach Süden) war dank seines Naturhafens und der sehr fischreichen Bucht ein britischer Stützpunkt für die Ostindien-Fahrer. Heute befindet sich der bedeutendste Seehafen Namibias und eine Stadt mit ca. 70.000 EW hier. Die Alternative dazu (oder auch das mögliche Nachmittagsprogramm, wenn sie am Morgen Walfish Bay besuchen) ist die Teilnahme an einem 2 ½ stündigen Rundflug nach Sossusvlei über den Canyon und die Wüste Namib mit Salzpfannen. Ein phantastischer Flug zum Kennenlernen der Landschaftsformen aus der Vogelperspektive.
Am Nachmittag Fahrt mit dem Bus zum Mondtal, das für viele Filmkulissen verwendet wird, ein tief in vegetationslose Felsen eingeschnittener Canyon.

9. Tag: Fahrt entlang der Küste (Namibias gesamte Atlantikküste ist Landschaftsschutzgebiet) zuerst nach Hentiesbay. Der winzige Ort, der erst während  des 20. Jh. in der Nähe der einzigen Quelle weit und breit entstanden ist, gilt heute als Namibias Mekka der Fischer an der Atlantikküste. Weiterfahrt zum Damaraland. Die Fahrt geht vorbei am Brandenberg-Massiv, das mit dem Königstein Namibias höchsten Gipfel besitzt (2.606 m)

10. Tag: Entdeckungsfahrt durch das Damaraland: Verbrannter Berg, „Orgelpfeifen" (Basaltsäulen), Twyfelfontein, reichster Fundort an Felsgravuren in Namibia (UNESCO Weltkulturerbe). Über 25.000 Jahre alte Felsgravuren stellen Tiere wie verschiedene Antilopenarten, Gnus, Giraffen, Strauße, Löwen, Elefanten und deren Fährten dar. Auf der Weiterfahrt zum „Etoscha Nationalpark" besuchen wir noch den "Versteinerten Wald".

11. Tag: Der „Etosha Nationalpark" („Großer Platz des trockenen, weißen Wassers") ist eines der größten und eindrucksvollsten Wildschutzgebiet der Erde (295 km in der maximalen Ost-West-, 110 km in der maximalen Nord-Süd-Ausdehnung). Der Park beherbergt fast alle Großtierarten des südlichen Afrika. Die Wasserversorgung des riesigen Bestandes ist durch künstlich angelegte Tränken gewährleistet, die auch die beste Möglichkeit zur Beobachtung der Tiere bieten. Schotterstraßen erschließen den Park für die Besucher, allerdings dürfen die Fahrzeuge nicht verlassen werden. Der ganze Tag steht für Wildbeobachtungsfahrten im Park zur Verfügung.  

12. Tag: Nach einer frühmorgendlichen  Wildbeobachtungsfahrt, die aus dem Park hinausführt, geht es weiter Richtung Tsumeb (11.000 EW). Einst gab es hier eine blühende Bergbaustadt, heute ist der Ort eines der Zentren des niederschlagsreichen landwirtschaftlich intensiv genutzten Gebiets der Otaviberge. Noch bevor wir in den Ort kommen, machen wir Halt am Otjikoto See, einer der beiden natürlichen Karstseen des Landes. Das Tsumeb Museum wurde 1975 eröffnet und ist in einem Gebäude von 1908 untergebracht, das als deutsche Privatschule diente. Das Museum gibt einen guten Überblick der Kolonialgeschichte. Man kann u. a. die Kanonen besichtigen, welche die Schutztruppe 1915 im Otjikoto-See versenkte. Diese Kanonen wurden nach 70 Jahren geborgen. Einen weiteren interessanten Einblick erhält man in die Buschmann- (San) und Himba-Kultur. Für Mineralogen ist ein Besuch ein Muss, denn das Museum informiert ausgiebig über den Bergbau in Tsumeb und die Geschichte der Stadt. Dann vorbei am „Waterberg Plateau" (ein 48 km langer Tafelberg aus rotem Sandstein).

13. Tag: Weiterfahrt nach Windhoek mit ersten Stadtbesichtigungen. Windhoek, als moderne Stadt erst 1890 gegründet, ist die Landeshauptstadt Namibias, wirtschaftliches und kulturelles Zentrum und auch bevölkerungsreichste Stadt des Landes mit derzeit etwa 380.000 Ew. Anders als in vielen anderen großen Städten Afrikas läuft hier alles ziemlich sauber und beschaulich ab. Im Zentrum gibt es kleine Straßencafés und Biergärten, als wäre man in einer mitteleuropäischen Stadt und viele Bauten zeigen – teils original, teils nachempfunden – die Ästhetik  der wilhelminischen Kolonialarchitektur.

14. Tag: Am Morgen müssen Sie bereits das Zimmer räumen. Stadtbesichtigung in Windhoek mit Independence Road (ehemalige Kaiserstraße), Christuskirche, Schutztruppendenkmal, Alte Feste und sog. Tintenpalast. Danach Transfer zum Hosea Kutako-Flughafen. Beginn des Rückflugs nach Europa.

15. Tag: Ankunft in Wien.

Termin:

Termine sind in Vorbereitung!

Reiseleitung:  Prof. Claus Putensen

Pauschalpreis: € 3.790,– (ab 25 Personen)
                           € 3.890,– (bei 20-24 Personen)
                           € 3.890,– (bei 15-19 Personen)
                           € 4.090,– (bei 10-14 Personen)
                           € 4.490,– (bei 5-9 Personen)

Als Privatreise: € 3.990,–
(ab 2 Personen, mit örtlicher deutschschprechender Reiseleitung, auch zum Wunschtermin)

Inbegriffen:
Die Linienflüge Wien – Windhoek – Wien (Air Namibia) o.a.
Die Flughafen- und Sicherheitsgebühren
Die Rundreise laut Programm
Die Nächtigungen auf Basis Doppelzimmer in sehr guten Hotels/ Lodges
Die Frühstücke
Alle Besichtigungen und Erklärungen
Wo erforderlich die Betreuung durch lokale BegleiterInnen
Die qualifizierte Studienreiseleitung durch einen Akademiker oder anderen Fachmann

Saisonzuschlag (Silvestertermin): € 295,– 

Einbettzimmerzuschlag pro Nacht: € 42,–

Es gelten die Allgemeinen Reisebedingungen in der letztgültigen Fassung unter Zusatz der auf der Rückseite unseres Anmeldebogens angeführten Punkte. Veranstalter-Nr. 2003/0011.