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Die Insel Neuguinea besteht politisch aus zwei Teilen. Unsere Reise führt in den Ostteil: PAPUA NEUGUINEA; seit 1975 unabhängiger Staat und parlamentarisch regiert, jedoch Teil des Commonwealth. Die Besiedlung dieser riesig großen Insel ist hauptsächlich durch die allmähliche Ausbreitung einer Urbevölkerung über das gesamte Gebiet entstanden. Erst vor 8.000 Jahren hat sich die Insel vom Australischen Festland getrennt. Die verschiedenen heute bestehenden Volksgruppen oder Wantok (von engl. "one talk" – davon 700 bis 1000 papua- und über 1000 melanesisch-stämmige) haben sich allmählich voneinander separiert. Die klimatischen und geographischen Verhältnisse sind auf der ganzen Insel sehr ähnlich. Dennoch sind sehr interessante Unterschiede zwischen den einzelnen Stammeskulturen feststellbar, die sich in Sprache, Traditionen, religiösen Riten und landwirtschaftlichen Methoden (Ackerbau / Viehzucht) manifestieren. Hier erlebt man den ursprünglichsten Fernen Osten sowohl in landschaftlicher als auch in völkerkundlicher Hinsicht. Die Reise kann sowohl als selbständige Reise als auch als Anschlussprogramm zu unserer Reise "Australischer Bilderbogen " gebucht werden.

1. Tag: Flug von Österreich in den Fernen Osten.

2. Tag: Flugtag. Ankunft in Port Moresby, Hauptstadt Papua-Neuguineas, über 300.000 EW. Für jende Reisenden, die zuerst die Reise "Australischer Bilderbogen" gemacht haben, Ankunft von Australien kommend.

3. Tag: Besichtigung von Port Moresby. Die Stadt liegt an einer windgeschützten Bucht, die ein guter Naturhafen schon für die großen Schiffe der Kolonisatoren war. Die Gebirgszüge im Hinterland der Stadt schützen auch vor den großen Regenmengen, die Passat und Monsun mit sich bringen. Der Ausbau als Hafenstadt begann erst am Ende des 19. Jh., in den letzten 40 Jahren ist die Bevölkerung stetig stark gewachsen (Landflucht). Die Kernstadt ist von einem breiten Gürtel von illegalen Siedlungen umgeben, die stets schneller wachsen, als die Neubauten für die Zuwanderer. Port Moresby hat keine Straßenverbindungen zu den anderen großen Städten des Landes, alle Straßen hören in näherer Umgebung der Stadt auf. Stadtrundfahrt: Papa Hill mit schönem Blick auf die Stadt, Nationalmuseum, Parlament.

4. Tag: Ganztagesausflug in das Sogeri-Gebiet mit Besuch des Bomana Soldatenfriedhofs und des Varirata Nationalparks. Das Sogeri-Plateau ist vulkanischen Ursprungs und reicht bis zu einer Höhe von 760 m ü.d.M. Der Soldatenfriedhof – es ist der größte im pazifischen Raum – bewahrt die Erinnerung an die Gefallenen der erbitterten Kämpfe von 1942-43 zwischen Japanern auf der einen Seite und Australiern und Amerikanern auf der anderen. Etwa 120.000 Soldaten waren in die Auseinandersetzungen involviert. Der kleine Biosphären-Park (10km²) ist der erste und bis auf weiteres einzige seiner Art im Land. Mehrere gut ausgebaute Wege führen durch das Gelände, in dem verschiedene Vegetationszonen nebeneinander liegen (Regenwald, Mischwald, offenes Grasland). Für die Vogelbeobachtung gibt es auch mehrere Plattformen hoch oben in den Baumkronen. Wer es nicht so luftig mag, kann sich besser zu ebener Erd’ an den Pflanzen – insbes. Orchideen – gütlich tun.  Hier sieht man ev. auch Paradiesvögel. Bis in die jüngste Vergangenheit lebten die Koiari, die Ureinwohner des Gebiets, zum Schutz vor Überraschungsangriffen in Häusern in den Baumkronen. Die Rückfahrt in die Stadt dauert etwa eine halbe Stunde.

5. Tag: Am Morgen Flug ins Hochland nach Goroka. Die Mehrheit der Bevölkerung lebt im unzugänglichsten Teil des Landes; die höchsten Gipfel im bergigen Landesinneren erreichen 4.500 m, die Täler sind tief dazwischen eingeschnitten. Das Mc Carthy-Museum beinhaltet eine Reihe von Fotografien aus den Pioniertagen (zu den Pionieren gehörte u.a. auch Heinrich Harrer). Bis vor etwa 30 Jahren galt das Landesinnere als Sperrzone, da sich viele Stämme aggressiv gegen jegliche Infiltration von außen wehrten und z.T. missliebige Besucher kannibalisierten. Auch in der Gegenwart lebt eine erkleckliche Zahl von Menschen in den verkehrsmäßig noch immer kaum erschlossenen Gebieten des Inselinneren in bewußter Ablehnung jeglicher Modernisierung. Ausflug ins Asaro-Tal – Vorführung der „Schlamm-Männer“, die eine historische Begebenheit – die Errettung ihres Dorfes – aufführen.

6. Tag: Flug von Goroka nach Mt. Hagen. Mitten im Papua-Gebiet findet man hier Menschen, die lange Zeit unberührt von jeder Zivilisation ihren Lebensstil pflegten. Inzwischen ist viel davon zur Brauchtumspflege geworden. Immer wieder jedoch machen Fälle von Hexerei, Ritualmorden und Kannibalismus Schlagzeilen in den lokalen Medien. In der 40 TEW-Stadt findet im Wechsel mit Goroka jedes zweite Jahr das Highland Festival statt. Ursprünglich war dies ein Treffen der ansonsten isoliert lebenden Stämme; teils Kontaktbörse, teils Markt, teils politische Veranstaltung zur friedlichen Beilegung von ansonsten blutig ausgetragenen Konflikten. Heute ist es ein Folklore-Festival, bei dem musikalische und tänzerische Wettbewerbe ausgetragen werden, zu denen Touristen aus der ganzen Welt anreisen. Kostüme, Masken, Federn, Farben, Schmucknarben, berauschende Dämpfe und Rhythmen; ein Fest für jeden Fotografen. Stadtbesichtigung: Markt, Mission, etc.

7. Tag: Ganztagesausflug in die Umgebung von Mt. Hagen und das Wahgi-Tal. Wir besuchen mehrere kleine Ortschaften und verfolgen das Leben der Eingeborenen. Das Gebiet ist von den Clans des Melpa-Stammes besiedelt. Von der Außenwelt entdeckt wurde dieses fruchtbare Hochtal erst in den 1930er-Jahren durch Australische Goldsucher. Hauptnahrungsmittel der Einheimischen waren und sind Süßkartoffel und Schweinefleisch, neuerdings wird Kaffee angebaut. Der Reichtum einer Familie wird an der Größe ihrer Schweineherde gemessen. Wer in der Gesellschaft etwas gelten will, muss seine Nachbarn und Geschäftspartner zu einem Moka oder Tee genannten Gelage einladen, bei dem zeremoniell Geschenke ausgetauscht werden. Der Preis dafür ist eine Gegeneinladung, die möglichst mit noch größeren Geschenken aufwartet. Um das gewährleisten zu können, müssen sich die Clanoberhäupter bei ihren Angehörigen um Kredit bemühen. Dieses System erzeugt starke gegenseitige Abhängigkeit und ist ein stetiger ökonomischer Wachstumsmotor. Wir erleben eine Vorführung von Chimbu-Spielern; Chimbu ist der Name der größten Ethnie im Gebiet und zugleich der kleinsten Provinz im Hochland. Die Landschaft mutet alpin an: schroffe Gebirgskämme mit bewaldeten Flanken, dazwischen weite fruchtbare Täler mit terrassierten Anbauflächen.

8. Tag: Am Morgen Flug von Mt. Hagen an die Nordküste, nach Madang, der kleine Hafenort, idyllisch gelegen an der Mündung des Sepik-Flußes in die Astrolabe Bay. Ursprünglich hieß die 1891von deutschen Kolonisten gegründete kleine Siedlung mit ein paar Pfahlbauten Friedrich-Wilhelms-Hafen. Heute hat die Provinzhauptstadt Madang über 30.000 EW. Die schöne Küste mit Palmenhainen, Sandstrand, Lagune und Korallenbänken hat sich als Touristenmagnet erwiesen; vor allem Taucher und Hobbyfischer kommen hierher, in eine Südseelandschaft wie aus dem Bilderbuch. Im Hinterland der Stadt gibt es hohe Berge, die den Zugang erschweren und erheblichen Vulkanismus. Hafenrundfahrt am Nachmittag.

9. Tag: Beginn des Rückflugs nach Europa

10. Tag: Ankunft in Wien.

Bezüglich Flugverbindungen, Terminen und Preisen für diese Reise, wenn sie als Anschlussprogramm zu unserer Reise "Australischer Bilderbogen" stattfinden soll, bitten wir Sie um direkte Anfrage in unserem Büro .

Termin:

Termine sind in Vorbereitung!

Reiseleitung: Dipl. Päd. Markus Steiger

Pauschalpreis: € 4.990,–
Als Privatreise: € 4.670,–
(ab 2 Personen, mit örtlicher englischsprechender Reiseleitung, auch zum Wunschtermin)

Inbegriffen:
die Linienflüge Wien – Port Moresby / Madang – Wien (Quantas)
die Flughafen- und Sicherheitsgebühren
die Busrundreise
die Nächtigungen in Zweibettzimmern in sehr guten Hotels (Du/WC oder Bad/WC)
die Halbpension (Abendessen / Frühstück)
die Besichtigungen mit den Führungen und Erklärungen
wo erforderlich die Betreuung durch lokale BegleiterInnen
die qualifizierte Studienreiseleitung durch einen Akademiker oder anderen Fachmann

Einbettzimmerzuschlag pro Nacht: € 49,–

Saisonzuschlag (zum Festival in Mount Hagen): € 360,–

Teilnehmerzahl: mindestens 10, höchstens 18 Personen

Es gelten die Allgemeinen Reisebedingungen in der letztgültigen Fassung unter Zusatz der auf der Rückseite unseres Anmeldebogens angeführten Punkte. Veranstalter-Nr. 2003/0011.