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Der Jakobsweg zu den Reliquien des Apostels Jakob in Santiago de Compostela war im Mittelalter die längste und größte Pilgerstraße Europas. Ihren Spuren folgen wir und besuchen die herrlichen Klöster und Kirchenbauten in Nordspanien. Ein kunsthistorischer Höhepunkt reiht sich an den anderen, und der Aufenthalt im Wallfahrtsort selbst bietet ausreichend Gelegenheit zur Besichtigung eines riesigen Klosterbezirkes.

1. Tag: Flug von Wien über Barcelona nach Bilbao. Kurzer Rundgang in Bilbao (Guggenheim Museum) und Fahrt nach Pamplona.

2. Tag: Besichtigung von Pamplona mit Rundgang und Besichtigung der Kathedrale mit den Gräbern König Karls III. und seiner Gemahlin Eleonore von Aquitanien, eine alte und eine neue Zitadelle, alte Mauern, Erinnerungen an den Hl. Ignatius von Loyola, der hier bei der Verteidigung der Zitadelle gegen die Franzosen schwer verwundet wurde, was zu seiner Läuterung und zur Gründung des Jesuitenordens durch ihn führte. Am Nachmittag Ausflug nach Roncesvalles zum Augustinerkloster (1132).

3. Tag: Pamplona – Logroño
In Puente la Reina trafen die Anreisewege des Jakobsweges zusammen. Das Pilgerhospital wurde von den Tempelrittern geführt. Besichtigung der Santiago-Kirche mit der berühmtesten Statue des Apostels Jakob und der 6-bogigen, steinernen Brücke aus dem 11. Jahrhundert über die Arga. Weiter geht es nach Estella mit zahlreichen Adelspalästen und den Kirchen San Miguel und San Pedro de la Rua. Über Villamayor und Los Arcos nach Viana ein großartig auf einem Hügel gelegenes Städtchen. Vor dem Eingang der Kirche Santa Maria liegt der im Kampf 1507 gefallene Cesare Borgia begraben! Logroño ist ein uralter Übergangs- und Brückenort über den Ebro, sowie Mittelpunkt der fruchtbaren Landschaft Rioja. Südöstlich der Stadt liegt die Burgruine von Clavijo. Hier soll der König von Asturien Ramiro I. etwa um 850 einen entscheidenden Sieg über die Mauren erfochten und damit das obere Ebro-Tal in seinen Besitz gebracht haben.

4. Tag: Logroño – Burgos
Von Logroño weiter nach Navarrete (mit den Resten einer mittelalterlichen Pilgerherberge, von Johannitern seinerzeit eingerichtet) über Nájera (schöne gotische Kirche des ehemaligen Klosters »Santa Maria la Real«. Dort befinden sich zahlreiche Grabmäler der Navarresischen Herrscherfamilie des Mittelalters) zu den beiden Klöstern von San Millán de la Cogolla (es gibt ein älteres „Suso“ genanntes Kloster, welches auf eine westgotische Gründung des Jahres 574 zurückgeht mit einem leeren Sarkophag vom Hl. Aemilianus. Ein jüngeres, größeres unterhalb gelegenes „Yuso“ genanntes Kloster ist barock verbaut worden und enthält den Schrein mit den Gebeinen des Hl. Aemilianus. Dieser Millán-Schrein ist aus Elfenbein und zählt zu den kostbarsten Arbeiten dieser Art, der 1067 vollendet wurde. In „Yuso“ befand sich einst der „Codex Aemilianus“ der Bibel aus dem 10. Jahrhundert, der später in den Escorial gebracht wurde und nach Santo Domingo de la Calzada (Geburtsort und Wirkungsstätte des „San Domingo von der Straße“, so benannt, weil er sich besonders des Ausbaues der Pilgerstraßen nach Santiago annahm, speziell auch der Errichtung der steinernen Brücke über die Oja, sowie der Erbauung der Pilgerherberge und des Hospitals. Nach dem Tode des San Domingo wurde über seinem Grab eine großartige Kirche erbaut, welche vorübergehend sogar Bischofssitz war und daher die Bezeichnung Kathedrale trägt.) Der ehemalige Pilgerweg trennt sich nun von der heutigen Landstraße und zieht am ehemaligen Kloster „San Juan de Ortega“ vorbei. In Rubena mündet die Pilgerstraße von der Küste her, von Irún und Vitoria kommend. Beide vereint gelangen nach Burgos.

5. Tag: Burgos und Umgebung
In Burgos Besichtigung des prachtvollen gotischen Doms, des Marientors, des Hauses der Kordel und des Standbildes des spanischen Nationalhelden „El Cid“. Ausflug zur im 15. Jahrhundert gegründeten Kartause von Miraflores mit dem wunderbaren Retabloaltar aus der Zeit der katholischen Könige. Besichtigung der Abtei von Santo Domingo de Silos, die von Benediktinern gegründet wurde und berühmt für ihren romanischen Kreuzgang mit herrlichen Plastiken ist. Besuch der Eremitage von Quintanilla de las Viñas mit einer kleinen Kirche aus westgotischer Zeit mit gut erhaltenen Reliefs und Säulenkapitellen, wie man sie in Spanien sonst nirgendwo mehr sehen kann. Zurück nach Burgos.

6. Tag: Burgos – Ponferrada.
Weiter auf dem Jakobsweg nach Castrojeriz (hier befinden wir uns im Kerngebiet der ehemaligen westgotischen Besiedlung „Tierra dos Campos goticos“. Besichtigung einer alten Pilgerherberge bei der Brücke über den Pisuerga) nach Boadillo del Camino (mit seinem „Rolio“) nach Frómista (mit seiner eigenartigen frühromanischen Kirche „San Martín“) und Villalcazar de Sirga (mit seiner gotischen Kirche). Weiter über Sahagún (bekannt durch seine großartigen und sonst in Spanien unbekannten Backsteinkirchen von San Tirso und Ruinen von San Benito) und León (Königsresidenz im Mittelalter mit altem Mauerkranz, Kathedrale Santa Maria la Regla im hochgotischen Stil und Kirche San Isidro von 1149 mit den Reliquien des Hl. Isidor von Sevilla. Von den einst zahlreichen Pilgerherbergen ist nur das Hospiz San Marcos der Santiago Ritter aus dem 16. Jahrhundert erhalten) bis Astorga (hier gab es im Mittelalter eine besonders große Zahl von Pilgerunterkünften, welche Herbergen, Gaststätten und Krankenhäuser in einem waren und von speziellen Bruderschaften betrieben wurden. Besonders eindrucksvoll sind die Mauern und Bastionen aus der Antike und dem Mittelalter, interessant die Kathedrale.) Nun beginnt die Fahrt in das galicisch-kantabrische Gebirge über den Pass von Manzanal in das Hochbecken des „Bierzo“ nach Ponferrada, benannt nach einer alten Brücke über den Silfluss, besonders eindrucksvoll die mächtige Burg der Tempelritter.

7. Tag: Ponferrada – Santiago de Compostela
Nach Westen in die Landschaft Galicia hinein, vorbei an der alten aufgelassenen Benediktinerabtei von Carracedo. Weiter nach Villafranca (Schloss aus dem 15. Jahrhundert, Santiago-Kirche, Pilgerherberge) über den Pedrafita-Pass bis El Cebreiro (Kirche Santa Maria, ursprünglich aus dem 9. Jahrhundert und die Pallozas: elliptische, strohgedeckte Hütten der Keltiberer, die noch vor wenigen Jahrzehnten bewohnt waren). Über Samos und Mellid (Pilgerkreuz und Santiagokirchlein) und Arzua zum Reiseziel Santiago de Compostela (Blick vom Monte de Gozo).

8. Tag: Besichtigung von Santiago de Compostela
Die christliche Legende berichtet, dass der Körper des Apostels Jakobus (Santiago) nach dessen Märtyrertod von Palästina auf einem Schiff von zwei seiner Jünger bis in das entfernte Galicia gebracht und dort beigesetzt wurde. Infolge der Einbrüche der Westgoten und dann der Mauren ging die Kenntnis von der Lage dieser Grabstätte verloren. Erst 812 wurde das Grab des Apostels und seiner Jünger entdeckt und darüber eine Kirche errichtet, die immer wieder neuen, größeren Bauwerken Platz machte. Der heutige Bau stammt im Wesentlichen aus dem 11. Jahrhundert, die großartige Fassade aus dem Spätbarock. Das Grab des Apostels entwickelte sich zur größten christlichen Wallfahrtsstätte des Mittelalters, vor allem auch deshalb, weil der Heilige als imaginärer Anführer im Kampf gegen die Mauren galt und die christlichen Kreuzfahrer mit dem Ruf „Santiago“ in die Schlachten zogen. Die Kathedrale ist aber auch eines der größten Kunstwerke Spaniens, mit einer unerhörten Fülle an Plastiken außen und im Inneren, Reliefs und Bildern.

9. Tag: Rückflug von Santiago de Compostela über Barcelona nach Wien.

Termine:

Termine sind in Vorbereitung!

Reiseleitung: Doz. Harald Kastner (Jakobsweg-Experte)

Pauschalpreis: € 1.660,–

Inbegriffen:
die Linienflüge Wien – Bilbao/Santiago de Compostela – Wien
die Rundfahrt lt. Programm
die Nächtigungen in Zweibettzimmern in guten Hotels (Du/WC oder Bad/WC)
die Halbpension (Frühstück und Abendessen)
die Besichtigungen mit den Führungen und Erklärungen (ohne Eintrittsgebühren)
die Straßensteuern und Autobahngebühren
die qualifizierte Studienreiseleitung durch einen Akademiker oder anderen Fachmann

Einbettzimmerzuschlag pro Nacht: € 40,–

Teilnehmerzahl: mindestens 12, höchstens 25 Personen

Es gelten die Allgemeinen Reisebedingungen in der letztgültigen Fassung unter Zusatz der auf der Rückseite unseres Anmeldebogens angeführten Punkte. Veranstalter-Nr. 2003/0011.