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Besonderes "Zuckerl" für 2017: Fatima wird 100!
Das kleine Land am Atlantik war einst Zentrum eines kolonialen Weltreichs und bewahrt eine Fülle von Kunstschätzen, Prachtbauten und Denkmälern seiner wechselvollen Vergangenheit. Seine Geschichte und Kultur entwickelte sich aus dem Erbe der Iberer, Phönizier, Römer, Westgoten und Araber. Eine mediterrane Mischung eigener Art entstand und bezaubert auch die heutigen Besucher Lusitaniens. 1755 machte ein gewaltiges Erdbeben eine Zäsur in der Geschichte des Landes, das sich jedoch im 19. Jh. wieder erholen konnte. Dem Ende der Monarchie 1910 folgten unruhige Zeiten und dann die Diktatur Salazars, dessen System erst 1974 von der Nelkenrevolution beendet wurde. Seitdem hat sich das Land, das während des 20. Jh. praktisch seinen gesamten Kolonialbesitz verloren hat, in den europäischen politischen Mainstream eingeordnet und auch einige Zeit von der neuen Prosperität mit Kulturhauptstadtwürde und Weltausstellung für Lissabon überdurchschnittlich profitiert. Die  globale Wirtschaftskrise von 2008 legte jedoch gnadenlos die alten Strukturschwächen des Landes bloß und so hat Portugal noch immer einen langen Weg vor sich, bis es wirtschaftlich zu den europäischen Durchschnittswerten aufgeschlossen haben wird.

Landkarte Portugal mit Reiseroute1. Tag: Flug Wien – Lissabon. Hotel Check-in und je nach Ankunftszeit erste Besichtigungen in der Altstadt.

2. Tag: Besichtigung des Stadtzentrums von Lissabon mit Pombalinischem Viertel, Kathedrale und Festung São Jorge, die oberhalb des verwinkelten Altstadtviertels Alfama liegt. Fahrt in den Westen der Stadt zum Hieronymitenkloster und zum Torre de Belém an der Mündung des Tejo (beides UNESCO Weltkulturerbe). Das "Mosteiro dos Jerónimos" ist ein riesiger, verschwenderisch ausgestatteter Baukomplex, an dem ab 1501 hundert Jahre lang gebaut wurde. Geldquelle dafür waren die Einkünfte aus den asiatischen Kolonialgebieten. Stilistisch sind Kirche und Kreuzgang des Klosters der portugiesischen Variante der Spätgotik (Manuelinik) zuzurechnen. Die Klosterkirche dient auch als Grablege vieler portugiesischer Könige und enthält außerdem das Grab von Vasco da Gama (Entdecker des Seewegs nach Indien). Der Torre ist ein Teil der gotischen Hafenbefestigung und eines der Wahrzeichen von Lissabon.

3. Tag: Fahrt in das mondäne Seebad Estoril vor den Toren der Hauptstadt. Zahlreiche Bauten aus der Gründerzeit bestimmen die Atmosphäre in diesem Spielplatz der Reichen und Schönen, der sichtlich den Sprung in die Moderne geschafft hat. Danach eine kurze Fahrt ins bergige Hinterland, in die alte Maurenstadt Sintra, UNESCO Weltkulturerbe und ein Muß für jeden Portugalbesucher (Palacio Nacional und Palacio de Pena). Anschließend nach Mafra; Convento de Mafra, eine Anlage von enormen Ausmaßen (ca. 1200 Räume), bestehend aus einem Kloster, einer Basilika und einem Königspalast. Für die Errichtung 1717-30 wurde ein Viertel des Goldes der damaligen Kolonie Brasilien aufgewendet.

4. Tag: Fahrt in die mauerumgürtete Stadt Óbidos, zur Gänze als Nationaldenkmal geschützt. Von der behgehbaren Stadtmauer aus hat man einen schönen Ausblick auf die Ziegeldächer des Ortes und die zierlichen Gärten innerhalb der weiß-blauen Häusermauern. Weiter dann zur herrlichen Kirche des Zisterzienserklosters Alcobaça (UNESCO Weltkulturerbe), einst die reichste Abtei des Landes, mit den gotischen Grabstätten für König Pedro I. und seine Geliebte Ines de Castro. Nächster Halt ist eines der wohl großartigsten Bauwerke Portugals, das Kloster Batalha (ebenfalls UNESCO Weltkulturerbe). Tagesetappenziel ist Leiria.

5. Tag: Von Leiria, mit seiner mittelalterlichen Burg geht es nach Coimbra, die alte Universitätsstadt. Zu sehen gibt es die alte und neue Kathedrale, sowie die Universität mit ihrer berühmten barocken Bibliothek. Weiterfahrt nach Porto, die alte Hafenstadt mit der schönen Kathedrale, der prunkvollen Börse, Portugals höchstem Kirchturm, der von Gustave Eiffel entworfenen Douro-Brücke und den berühmten Portweinkellereien am Ufer des Flusses.

6. Tag: Porto – Tagesausflug zunächst nach Braga, das "portugiesische Rom", mit herrlicher Kathedrale, schönen Bürgerhäusern und prächtigen Adelspalästen (u. a. Wallfahrtskirche "Dom Jesus de Monte"). Dann weiter ins nahe gelegene Guimaraes, die "Wiege der Nation" und Europäische Kulturhauptstadt 2012. Zur Besichtigung stehen das mächtige Kastell, der Herzogspalast (Paço dos Duques de Bragança) und die liebevoll restaurierte Altstadt, in der sich enge verwinkelte Gässchen mit großzügigen gemütlichen Plätzen abwechseln. Dritter großer Besichtigungspunkt des Tages ist das kleine barocke Schloss Mateus nahe der Stadt Vila Real. Das äußerst gepflegte Anwesen mit sehenswertem Park ist in Privatbesitz, kann jedoch auch – im Rahmen einer Führung durch schlosseigene Guides – innen besichtigt werden. Die Rückfahrt geht teilweise entlang des Duoro (Das obere Douro-Tal, das älteste geschützte Weinbaugebiet der Welt, ist UNESCO-Weltnaturerbe). Terrassierte Weingärten, pittoreske Dörfer und immer wieder Weingüter, auf denen die Grundweine für den Port hergestellt werden, begleiten unseren Heimweg nach Porto.

7. Tag: Von Porto südwärts, nach Fátima, berühmtester Wallfahrtsort des Landes mit interationaler Anziehungskraft. Seit am 13. Mai 1917 (Hundertjahrjubiläum!) drei Hirtenkinder hier ihre erste Marienerscheinung hatten, ist ein riesiges Wallfahrtszentrum entstanden, das Pilger (und Heilung erhoffende Kranke) aus aller Welt anzieht. Die gegenüber der alten Basilika erbaute Kirche Igreja da Santissima Trindade wurde 2007 eingeweiht. Sie hat rund 9000 Sitzplätze und ist damit die viertgrößte katholische Kirche der Welt. Weiter nach Tomar mit Besuch der aus dem 12. Jh. stammenden Klosterburg, heute UNESCO Weltkulturerbe. Zuerst gehörten die Burg und das Kloster, die in beherrschender Lage oberhalb der Altstadt liegen, dem Templerorden; ab 1319 war die Anlage dann Ordensschloss der Christusritter, die bis 1834 hier residierten und über die Zeit die Baumasse der ursprünglichen Anlage etwa vervierfachten. Die Stadt nahm einerseits durch den Orden Aufschwung, aber auch, als sich nach Vertreibung der Juden aus Kastilien (ab 1492) eine große Zahl von ihnen hier niederließ. Heute hat die gepflegte kleine Stadt in der es zahlreiche Stellen gibt, die mit künstlerisch gestalteter Pflasterung ("Calçada Portuguesa") verziert sind, ca. 40.000 Einwohner. Rückkehr nach Lissabon.

8. Tag: Rückflug Lissabon – Wien

Termine:

Termine sind in Vorbereitung!

Reiseleitung: Raquel  Buchacher u. a.

Pauschalpreis:  € 1.695,–

Inbegriffen:
Die Linienflüge Wien – Lissabon – Wien (Swiss, KLM, Sky Europe)
Die Flughafen- und Sicherheitsgebühren
Die Rundfahrt lt. Programm
Die Nächtigungen in Zweibettzimmern in guten Hotels (DU/WC oder Bad/WC)
Die Halbpension (Frühstück und Abendessen)
Die Besichtigungen mit den Führungen und Erklärungen (ohne Eintrittsgebühren)
Die Straßensteuern und Autobahngebühren
Die qualifizierte Studienreiseleitung durch einen Akademiker oder anderen Fachmann

Einbettzimmerzuschlag pro Nacht: € 42,–

Teilnehmerzahl: mindestens 12, höchstens 25 Personen

Es gelten die Allgemeinen Reisebedingungen in der letztgültigen Fassung unter Zusatz der auf der Rückseite unseres Anmeldebogens angeführten Punkte. Veranstalter-Nr. 2003/0011.