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  Abenteuer Archäologie  –  Grabungsreise  

Wir bieten in Zusammenarbeit mit der ARGE Archäologie interessierten Amateuren die exklusive Gelegenheit der aktiven Mitarbeit bei hochklassigen archäologischen Grabungen – auch ohne praktische Vorkenntnisse. Die ARGE Archäologie ist verantwortlich für die Planung und Durchführung der wissenschaftlichen Programme und Begleitveranstaltungen. Die Rolle des “Akademischen Reisedienstes/Orion Reisen” in der Zusammenarbeit ist die Abwicklung der Reiselogistik (Wir beraten Sie und helfen Ihnen gerne auch bei Ihren individuellen An- und Rückreisen).

Der jeweils einwöchige Aufenthalt beinhaltet eine Einführung in die Geschichte des Grabungsprojekts und der untersuchten Kultur, die theoretische und praktische Vermittlung verschiedener Methoden der Archäologie – eine konkrete Mitarbeit an der lokalen Grabung – und natürlich Austausch, Gespräch und Diskussionen mit den beteiligten Forschern.

Der Niedergang des Imperium Romanum war ein Jahrhunderte dauernder Prozess, der auf dem riesigen Staatsgebiet nicht synchron vor sich ging. Wo immer in Europa aber die Römer sich zurückzogen bzw. vertrieben wurden, bildeten sich christlich orientierte Feudalstaaten romanischer, germanischer, slawischer und keltischer Völkerschaften heraus. Der pax romana folgten erbitterte Revierkämpfe der vielen kleinen Häuptlinge, die nun aufblühten wie die Krokusse nach dem Winter. Dies war eine faszinierende, jedoch auch wilde und kriegerische Zeit, in der es für die jeweiligen lokalen Potentaten sehr angeraten war, den sicheren Schutz einer befestigten Anlage im Rücken zu haben.
Unweit des heutigen Schlosses Schwanberg (Österreich, Bundesland Steiermark) befindet sich in erhöhter Lage ein Plateau, das den Flurnamen “Tanzplatz“ trägt. Hier wurde im Zuge der karolingischen Landnahme im 8.Jh. ein erster befestiger Wehrbau errichtet, wohl durch das bayerische Adelsgeschlecht der Aribonen. Im Laufe der Zeit entwickelte sich das schlichte, ursprünglich vermutlich hölzerne Fort zu einer imposanten Burg. Urkunden bezeugen die Bedeutung der Befestigung, als sie im 15. Jh. vorübergehend in den Besitz von Kaiser Friedrich III. (HRR) gelangte. Dieser ließ die Anlage mit einer mächtigen Ringmauer umgeben.
2017 werden unsere Teilnehmer mit dem Archäologen Dr. Bernhard Schrettle und mit seinem Team die Entwicklung der Anlage vom frühmittelalterlichen Wehrbau bis zur hochmittelalterlichen Burg systematisch erforschen. Die wildromantische Lage der versunkenen Burg und die Schönheit der Region machen aus dieser Grabung ein besonderes Highlight für alle Freunde des Mittelalters. Die Vorträge der Projektwoche umfassen die untersuchte mittelalterliche Kultur und die Geschichte des Grabungsortes, dazu Keramik-Kunde („Scherbenseminar“), Vermessungskunde sowie Grabungsmethodik. Eine Exkursion führt uns ins Burgmuseum Deutschlandsberg, zum Schloss Holleneck und zur Ruine Spangstein.

Programmablauf:

1. Tag (Samstag): Individuelle Anreise. Falls Sie vom nächstgelegenen Bahnhof oder Flughafen abgeholt werden möchten, ersuchen wir Sie bis spätestens 10 Tage vor Reisebeginn um Mitteilung per E-mail mit genauer Ankunftszeit und Flug- bzw. Zugnummer an info@arge-archaeologie.at. Beginn der Leistungen nach vollzähligem Eintreffen der Gruppe, spätestens um 19 Uhr mit dem gemeinsamen Abendessen mit dem Gruppenbetreuer zum gegenseitigen Kennenlernen und zur Besprechung der Woche.

2. Tag (Sonntag): Exkursion in die nähere Umgebung. Wir besuchen Orte und Kultstätten die in Zusammenhang mit der von uns untersuchten Baulichkeit und ihrer Epoche stehen: Schloss Hollenegg, Ruine Spangstein sowie das überwältigende Burgmuseum Deutschlandsberg. Nach dem gemeinsamen Abendessen Vortrag des Reiseleiters: Einführung in die Grabungsmethodik und die Tätigkeiten der Reiseteilnehmer.

3. Tag (Montag): Nach dem Frühstück Transfer zur Grabung (ca. 8:30). Am Vormittag gemeinsame Begehung des gesamten Areals mit dem Projektleiter Dr. Schrettle und Kennenlernen des gesamten Grabungsteams – wissenschaftliches Personal, Studenten, Hilfskräfte. Anschließend Einteilung der Teilnehmer von ARGE Archäologie in verschiedene Bereiche der Grabung. Mit der praktischen Einweisung und Anleitungen durch den Gruppenbetreuer beginnt nun die eigentliche Grabungstätigkeit. Zu Mittags wird ein Imbiss direkt am Ort der Grabung angeboten (Frisches Gebäck, Wurst, Käse, Gemüse und Obst sowie Mineralwasser). Am Nachmittag weitere Grabungstätigkeit. Da wir in einem grabungstechnisch anspruchsvollen Areal arbeiten, sind von Anfang an Konzentration und Gewissenhaftigkeit bei der Freilegung unsere obersten Prinzipien. Ihr Gruppenbetreuer kümmert sich um alle Belange, unterstützt, erklärt, weist auf Besonderheiten hin. Gegen 16:30 h Transfer ins Hotel, Zeit zum Ausruhen, Erfrischen. Gegen 19:30 h Vortrag des Projektleiters Dr. Schrettle zu den Forschungen an der Burg Schwanberg.

4. Tag (Dienstag): Nach dem Frühstück Transfer auf die Grabung und ganztägig Weiterführung der vortags begonnenen Freilegungstätigkeit. Am Nachmittag auch praktische Übungen zur Vermessungstechnik. Nach Grabungsschluß Transfer ins Hotel, Freizeit und gemeinsames Abendessen mit dem Gruppenbetreuer.

5. Tag (Mittwoch): Nach dem Frühstück Transfer auf die Grabung und Weiterführung der Freilegungstätigkeit. Am Nachmittag Modul „Experimentalarchäologie“, Thema „Theorie und Praxis Keramikherstellung“. Ihr Gruppenbetreuer weist in die spannende Entstehungsgeschichte der Keramik und in die Entwicklung der recht komplexen Produktionsabläufe ein. Danach versuchen wir mit eigener Hand Werkstücke nach antiken Mustern und Methoden anzufertigen! Um ca. 17:00 Transfer ins Hotel. Um ca. 19:30 gemeinsames Abendessen und/oder individuelle Freizeitgestaltung.

6. Tag (Donnerstag): Nach dem Frühstück Transfer auf die Grabung und ganztägig Weiterführung der Freilegungstätigkeit. Mittlerweile sind wir ja schon allesamt „alte Hasen“ und gewinnen von Stunde zu Stunde mehr Sicherheit bei den einzelnen Tätigkeiten. Grabungsschluß (ca 16:30) Transfer ins Hotel. Um ca 19:30 gemeinsames Abendessen mit dem Gruppenbetreuer. Im Anschluss Vortrag des Reiseleiters zum Thema “Prospektionsmethoden in der Archäologie”.

7. Tag (Freitag): Nach dem Frühstück Transfer auf die Grabung und Fortführung der Freilegungstätigkeit. Mittagessen auf der Grabung. Am Nachmittag Fertigstellung der begonnenen Freilegungstätigkeit. Abschließende Dokumentation und Besprechung der Ergebnisse mit dem Projektleiter. Zum Abschied von Mannschaft und Grabung veranstalten wir ein kleines Grabungsfest direkt auf dem Museumsgelände mit Überreichung der offiziellen Grabungsurkunden an die Teilnehmer. Die Grabungsurkunden sind kein „schöner Wandschmuck“, sondern die offizielle Bestätigung durch die Grabungsleitung über die gewonnenen Kenntnisse und Erfahrungen der Teilnehmer und dienen auch zur Vorlage und als Tätigkeitsnachweis bei Teilnahmen an Grabungen im regionalen Raum des Teilnehmers.

8. Tag (Samstag): Letztes gemeinsames Frühstück. Anschließend Transfer zum Bahnhof bzw. Flughafen.

Wichtige Hinweise!
Bitte beachten Sie, dass es erforderlich werden kann, das geplante Programm aus wissenschaftlichen, organisatorischen oder auch meteorologischen Gründen zu ändern. Ihr Gruppenbetreuer wird sich bemühen, solche Änderungen umgehend mitzuteilen und für adäquaten Ausgleich zu sorgen.
Ein noch ausführlicheres Detailprogramm, Bilder und eine Landkarte sowie wichtige technische Hinweise und eine Ausrüstungsliste, die Sie unbedingt lesen sollten, bekommen Sie auf Anfrage von der ARGE Archäologie unter

https://www.arge-archaeologie.at/programm-2017/grabung-schwanberg/

Schwanberg ist ein ländlich geprägter Ort in einem Hügelland östlich der Koralpe (deren höchste Gipfel oberhalb von 2000 m liegen). Dieses Bergmassiv schützt die Region vor den unangenehmen Westwetterlagen und sorgt für ein trockenes, warmes Lokalklima. In der näheren Umgebung gibt es zwei Landschaftsschutzgebiete und die Umgebung eignet sich hervorragend zum Wandern. Die nächsten größeren Städte sind Graz und Maribor; bis zur Grenze zu Slowenien sind es ca. 10 km. Die Stadt ist Marktgemeinde und hat in einem ehemaligen Kapuzinerkloster ein Heilmoorbad in dem alle Erkrankungen des rheumatischen Formenkreises behandelt werden. Wer an die Grabungswoche noch eine kleine Erholungsphase anschließen möchte, kann das sehr gut auch gleich vor Ort tun. Wenn Sie ein bisschen Expertise bei der Planung eines Anschlussprogramms suchen, fragen sie einfach im Büro des Akademischen Reisedienstes; wir werden Ihnen mit Rat und Tat weiterhelfen. Selbstverständlich unterstützen wir Sie auch bei der Planung und Organisation Ihrer An- und Abreise.

Reiseleitung: Anita Soos BA, Archäologin

Termin:

Termine sind in Vorbereitung!

Pauschalpreis: € 1.480,–  (ab/bis Graz)
Kleingruppenzuschlag von 15% bei unter fünf Teilnehmern

Inbegriffen:
Die Transfers und Rundfahrten gemäß Programm
 Die Besichtigungen (einschließlich der Eintrittsgebühren)
Die Nächtigungen in Zweibettzimmern in einem nahe gelegenen Hotel (Du/WC oder Bad/WC)
Die Halbpension (Frühstück und Mittagsimbiss auf der Grabung)
Die wissenschaftlichen Vorträge
Die deutsch sprechende Reiseleitung

Einbettzimmerzuschlag pro Nacht: € 10,–

Teilnehmerzahl: mindestens 5 höchstens 8 Personen

Es gelten die Allgemeinen Reisebedingungen in der letztgültigen Fassung unter Zusatz der auf der Rückseite unseres Anmeldebogens angeführten Punkte. Veranstalter-Nr. 2003/0011.