preloder
DRUCKEN

USBEKISTAN gilt als Heimat der Indogermanen, Tummelplatz von Nomaden und Zentrum von Weltreichen. Die uralte Seidenstraße führte durch Samarkand und Buchara. Zarathustra lebte hier im 7. Jahrhundert vor Christus, seine Lehre prägte den Iran und beeinflusste den Islam in Zentralasien. Enge Beziehungen mit China ersieht man an der einmaligen Verschmelzung der Kunstrichtungen bei den islamischen Bauten. Um 1200 eroberte und zerstörte Dschingis-Chan das alte Reich, seine Nachfolger begründeten ein neues Weltreich. Timur-Leng dehnte sein Reich vom Ganges bis zum Mittelmeer aus und brachte Künstler, Handwerker und Gelehrte aller eroberten Gebiete nach Samarkand, um seine Residenz neu zu gestalten.
Die FAKULTATIVE ERWEITERUNG TURKMENISTAN bietet wesentliche Zeugnisse aus dem 11. bis 13. Jh. (aus islamischer Zeit), sowie außerordentliche, vorgeschichtliche Denkmäler von der Bronzezeit bis ins frühe Christentum.

1. Tag: Flug von Wien mit Umsteigen nach Taschkent.

2. Tag: Ankunft frühmorgens in Taschkent, Hauptstadt von Usbekistan. Das Ballungsgebiet der Stadt hat über 3 Mio. EW. Am Vormittag Besichtigung jenes Teils von Taschkent, in dem bedeutende historische Baudenkmäler erhalten geblieben sind: mit russisch-orthodoxer Kirche, Medres Kukaldasch, Altstadt und Museum für Angewandte Kunst. Am Nachmittag Busfahrt nach Samarkand, alte Hauptstadt des Timuridenreiches (ca. 300 km).

3. Tag: Intensive Besichtigung der islamischen Prachtbauten in Samarkand wie zum Beispiel der Registan Platz mit den drei monumentalen Medresen, Ulughbek, Schir-dar und Tella-kari, Bibi Khanym Moschee und Basar. Am Nachmittag Besichtigung der Nekropole Schah-e Sende und des Mausoleums Gur-e Amir (Grab Timurs).

4. Tag: Weitere Besichtigung von Samarkand mit Ulughbek Observatorium, Afrasiab Museum und Ausgrabungsstätte (alte sogdische Hauptstadt), Chodja Achrar Moschee und Medrese, Eschrat-Chona-Mausoleum, Mausoleum Chodscha Abd-e Darun. Der Nachmittag steht zur freien Verfügung (eventuell nochmals Besuch des Registan Platzes für Einkäufe).

5. Tag: Busfahrt von Samarkand nach Schahr-i Sabs, der Geburtsstätte Timur Lenks (1386-1405) Besichtigung von Ak-Sarai Palast, Gök Gumbas Moschee, Dar-us Saadat Komplex. Anschließend Weiterfahrt nach Buchara.

6. Tag: Das "heilige" Buchara war schon zur Zeit der Samaniden ein berühmtes Kulturzentrum. Auch heute noch gleicht die Stadt mit den engen Gassen der Altstadt, den vielen Minaretten und den Basaren einem riesigen Museum islamischer Kunst und besitzt unglaublich viel Charme. Ganztägige Stadtbesichtigung mit Ark Palast, Bolo-Hauz Moschee, Samaniden Mausoleum, Cheshme Ayub (Hiobsbrunne), Moschee und Minarett Kalan, Medrese Mir-e Arab, Lag-e Hauz Komplex, Medrese Ulughbek, Medrese Abdulasis Khan, Moschee Moghok-e Attori, Marktkuppelbauten, Tschar Minar. Abendessen in der Medrese Nadir Diwan-Begi mit Folklore-Darbietung.

7. Tag: Besichtigung des Sommerpalastes des letzten Emirs in Buchara (Setar Mohi Chosa). Anschließend durch die Kizilkum Wüste nach Urgentsch.

8. Tag: Fahrt von Urgentsch in das antike Chiwa. Die Altstadt, mit dem wohl schönsten orientalischen Stadtbild Zentralasiens ist heute ein Freilichtmuseum mit Stadtmauer mit 63 Medresen und Moscheen. Besichtigung der Altstadt mit Juma Moschee, Zitadelle, Pahlavon Mahmud Mausoleum (Nationaldichter), Isam Chodscha Minarett und Moschee und anderem mehr. Am Nachmittag Besichtigung von Toza Bog Palast und Nurulla Bei Palast.

9. Tag: Flug von Urgentsch nach Taschkent. Am Nachmittag Stadtbesichtigung des modernen Taschkent. Nach einem verheerenden Erdbeben im April 1966 wurde tabula rasa gemacht; auch ein großer Teil der historischen Gebäude verschwand. Nach der Unabhängigkeitserklärung Usbekistans 1991 begann ein neuer Bauboom; diesmal orientiert an der zeitgenössischen (Investoren-)Architektur des Westens und ohne die ordnende Hand starker unbestechlicher Behörden. Die Sowjetunion – damals noch Führungsmacht des Landes – errichtete eine neue Stadt vom Reissbrett, die – beispielgebend für ganz Asien – sowjetische Städteplanungsideen verwirklichte: Breite aufmarschgeeignete Boulevards, hohe Häuser, weite Grünflächen, eine Metro, Regierungsgebäude, Bahnhöfe u. ä. im (orientalisierenden) Zuckerbäckerstil, ein pompöser Fernsehturm und ein dichtes Straßenbahnnetz.

10. Tag: Flug von Taschkent über Istanbul nach Wien.

 

FAKULTATIVE ERWEITERUNG TURKMENISTAN

9. Tag: Weiter zum nahen Grenzübergang und Einreise nach Turkmenistan. Fahrt bis Konya-Urgentsch, die einstige Hauptstadt des choresmischen Reiches. Besichtigung der imposanten Bauten aus dieser Zeit, u. a. mehrere Mausoleen und das Minarett Kutluk Timur. Weiterfahrt zur Nächtigung nach Dashoguz.

10. Tag: Busfahrt über Derwasa in der Karakum-Wüste, mit Besichtigung des Gaskraters, in dem natürlich aufsteigendes Erdgas „malerisch“ seit Jahrzehnten abbrennt, ein wahres Tor zur Hölle. Unterwegs Besuch beim Mausoleum des 1. Präsidenten des Landes und am Abend Eintreffen in Ashghabat.

11. Tag: Am Vormittag Rundfahrt durch die Hauptstadt Turkmenistans, die gegen Ende des 19. Jh. an der Kreuzung mehrerer Karawanenwege als zaren-russische Garnison gegründet wurde. Nach einem schrecklichen Erdbeben im Jahr 1948 mit ca. 100.000 Todesopfern wurde Ashghabat komplett neu erbaut. In der Gegenwart ist das Bild der Stadt mit knapp 1 Mio. EW von monumentalen Großbauten, breiten Prachtstraßen, großen Grünflächen und Brunnen geprägt. Besuch des Nationalmuseums mit uralten Steinwerkzeugen und Funden aus Altin Tepe, Merv, Nissa usw. Besichtigung der Zentralen Moschee. Am Nachmittag Ausflug zur ehem. königlichen Residenz Nissa aus dem 3. Jh. v.Chr.; die Ausgrabungen der einstigen Parther-Hauptstadt zählen zum UNESCO-Weltkulturerbe. Am Abend Weiterflug nach Mary im Osten des Landes.

12. Tag: Ausflug zu den Ruinen des seit prähistorischer Zeit besiedelten Gebietes Merv, einst wichtiger Warenumschlagplatz an der Großen Seidenstraße. Die besuchten Baudenkmäler reichen von der Bronzezeit über die Periode Alexander des Gr., die Achämeniden und Seldschuken bis ins 13. Jh. Merv war in seiner Blütezeit eine Großstadt mit 100 TEW, die sich mit Bagdad, Kairo und Damaskus messen konnte. Das gesamte Ausgrabungsgebiet umfasst mehr als 5 km² und beeindruckt neben seiner Größe auch durch den Erhaltungszustand der Bauwerke. Übernachtung in Mary.

13. Tag: Am Vormittag Besuch im äußerst ausführlich gestalteten Museum von Mary (mit den Funden aus Merv). Danach Busfahrt über Abiwerda (ehem. Station an der Seidenstraße mit Resten aus prähistorischer und frühchristlicher Zeit – hier befand sich eine Siedlung der Nestorianer) zurück nach Ashghabat. Am späten Abend Rückflug nach Europa.

14. Tag: Ankunft in Wien am Vormittag.


Termine:

Fr 01.12.2017  -  So 10.12.2017  / Do 14.12.2017  freie Plätze 
Buchungsinformation

Gleich Buchungs­anfrage senden!

Reiseleitung:
OStR. Prof. Mag. Fritz Stampfer
Prof. Mag. Johannes Bauer  u. a.

Pauschalpreis:  € 1.995,–
Privatreise:  € 2.250,–
(Ab zwei Personen mit örtlicher deutschsprachiger Reiseleitung, auch zum Wunschtermin)

Pauschalpreis für das Fakultativprogramm Turkmenistan:  € 499,–
Pauschalpreis für das Fakultativprogramm Turkmenistan als Privatreise:  € 720,–

Inbegriffen:
Die genannten Linienflüge (Turkish Airlines / Usbekistan Airlines bzw. Turmenistan Airlines)
Die Preise gelten auch für Abflüge von Graz, Salzburg und München
Die Flughafen- und Sicherheitsgebühren
Die Rundreise mit allen genannten Besichtigungen und Ausflügen
Die Eintrittsgebühren
Die Nächtigungen in den jeweils besten Hotels (soweit verfügbar) (Du/WC oder Bad/WC)
Die Halbpension vom Abendessen des 2. bis zum Frühstück des 10. Tages bzw. des 13. Tages
Die Begleitung durch örtliche Betreuer
Die qualifizierte Studienreiseleitung durch einen Akademiker oder anderen Fachmann

Einbettzimmerzuschlag pro Nacht: € 35,–

Visum für Turkmenistan (inklusive Besorgung):  € 60,–
Visum für Usbekistan (inklusive Besorgung):  € 100,–

Teilnehmerzahl: mindestens 12, höchstens 20 Personen

Es gelten die Allgemeinen Reisebedingungen in der letztgültigen Fassung unter Zusatz der auf der Rückseite unseres Anmeldebogens angeführten Punkte. Veranstalter-Nr. 2003/0011.