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Minsk – seit 1991 die Hauptstadt Weißrusslands, ungefähr so groß wie Wien – ist eine Stadt mit einer bereits ein Jahrtausend währenden äußerst wechselvollen politischen und kulturellen Geschichte. Litauer, Polen, Russen in der zaristischen wie auch der sowjetischen Version, während kurzer Perioden auch Schweden und Deutsche stellten die Herren, bevor die Einheimischen selbst die Macht übernehmen konnten. Trotz der Zerstörungen, die die Herrschaftswechsel regelmäßig begleiteten, hat die Stadt sehenswerte historische Substanz bewahrt. Minsk ist auch immer noch multikulturell, kunstsinnig, musikalisch und jung. In weiten Teilen musste und muss immer noch modern wiederaufgebaut werden, nachdem 1945 95% der Gebäude Ruinen waren.

1. Tag: Flug Wien – Minsk, Stadtbesichtigung Minsk
Am Morgen Flug Wien – Minsk. Nach der Ankunft Stadtrundfahrt. Altstadt rund um die Hl.-Geist-Kathedrale (russ.-orthodox) mit barockem Bernhardinerinnenkloster, Kathedrale der Heiligen Jungfrau Maria (katholisch) und dem nach historischen Plänen wieder aufgebauten Rathaus. Spaziergang in die unterhalb liegende Traezkae (d.h. “Dreifaltigkeit“)-Vorstadt, die eine Rekonstruktion der Bebauung des 19. Jh. ist. Neben dem Besuch der rekonstruierten Viertel lohnt sich auch die Besichtigung der zum Teil in funktionalistischem Stil gestalteten Repräsentativbauten und –anlagen aus der Sowjetzeit: Unabhängigkeits-Boulevard, Maxim Gorki-Park, Leninplatz, Oktoberplatz, an welchem auch der Palast der Republik liegt. Besuch des Nationalen Kunstmuseums (Archäologie, Numismatik, Heraldik, weißrussische historische Volkstrachten usw.).

2. Tag: Ganztagsausflug nach Wizebsk (Witebsk)
Witebsk, 350-TEW-Stadt, liegt im Nordosten des Landes nahe der Grenze zu Russland; mehr als 200 km sind zu fahren, um es zu erreichen. Die Gründung der Stadt erfolgte 947 von Kiew aus und nach Annahme des Christentums in der Kiewer Rus wurde sie rund um die Jahrtausendwende rasch zu einer Festung gegenüber den heidnischen Litauern ausgebaut. Die unruhigen Zeiten, die dann folgten, brachten ähnlich wie in Minsk wechselnde Herren und immer wieder Zerstörungen und Wiederaufbau. Aber Schweden, Polen, Russen und die Truppen Napoleons brachten alle nicht so viel Verderben über die Stadt wie der zweite Weltkrieg. Baudenkmäler der Vergangenheit sind hier spärlicher gesät, aber immerhin gibt es das Rathaus aus dem Jahre 1775, die Kasaner Kirche von 1760 und die Maria-Verkündigungs-Kirche aus dem 12. Jahrhundert. Rund um die Wende vom 19. zum 20. Jh. war Witebsk eine der Metropolen der Moderne: 1896 entstand auf Betreiben Ilja Repins (führender russischer Maler seiner Zeit und inzwischen als bedeutendster russischer Realist in die Kunstgeschichte eingegangen) die erste private Kunstschule in Weißrussland. Die Schule entwickelte große Attraktivität und brachte u. a. Maler von Weltgeltung hervor: Marc Chagall, El Lissitzky, die Künstlervereinigung UNOVIS und Kasimir Malewitsch. Chagall ist gebürtiger Witebsker; sein  Elternhaus wurde musealisiert und im Marc Chagall Art Center gibt es eine reichaltige Dauerausstellung seiner Lithografien. Wir besuchen auch die herrschaftlich wirkende Repin-Datscha, nur wenige Kilometer außerhalb der Stadt. Am Abend Rückkehr nach Minsk.

3. Tag: Minsk – Schloss Mir – Schloß Radziwill – Minsk
Ein Ausflug führt etwa 100 km nach südwesten; zunächst zu Schloss Mir (UNESCO Weltkulturerbe). Die ältesten erhaltenen Bauteile stammen vom Anfang des 16. Jh. und zeigen gotische Stilelemente. Damals wurde eine Wehranlage mit 5 Türmen auf quadratischem Grundriss gebaut. Allmählich wandelte sich die Zitadelle dann zur einigermaßen komfortablen Adelsresidenz. Während des 2. Weltkrieges war innerhalb der Mauern dann allerdings das Ghetto installiert. 1980 wurde mit der denkmalpflegerischen Rekonstruktion der Gebäude begonnen. Weiterfahrt nach Njaswisch/Neswish (Schloß Radziwill, ebenfalls UNESCO Weltkulturerbe). Seit dem 15. Jh. und bis 1939 hatte die höchst einflussreiche polnische Adelsfamilie Radziwill das hier liegende Schloss in Besitz. Dementsprechend palastartig ist die Anlage ausgebaut. Wesentliche Teile wurden im 16. Jh. unter der Leitung von italienischen Baumeistern errichtet. Rückfahrt nach Minsk.

4. Tag: Lebendes Museum Dudutki – Rückflug Minsk-Wien
Nach dem Frühstück Hotel-check-out und Fahrt zum Museumskomplex Dudutki: ein lebendes Museum, in welchem eine historische Mühle und verschiedene Werkstätten besichtigt werden können. Wir sehen Strohflechter, Weber, Töpfer, Schmiede, Tischler, Bäcker, Käser und auch Schnapsbrenner mit alten Werkzeugen und Methoden an der Arbeit. Wer will, kann teilweise sogar selbst Hand anlegen bzw. den vor Ort produzierten Samogon, wie hier der Wodka auch heißt, kosten. Fahrt direkt zum Flughafen und Rückflug nach Wien.

Termine:

Termine sind in Vorbereitung!

Reiseleitung: Mag. Rainer Hofmann  u. a.

Pauschalpreis: € 1.295,–
Als Privatreise: € 1.495,–
(ab 2 Personen, mit örtlicher deutschsprechender Reiseleitung, auch zum Wunschtermin)

Inbegriffen:
Die Linienflüge Wien – Minsk / Minsk – Wien (AUA)
Die Flughafen- und Sicherheitsgebühren
Die Transfers und Busfahrten
Die Nächtigungen in Zweibettzimmern in guten Hotels mit Dusche/WC
Die Halbpension (Frühstück und Abendessen)
Die Besichtigungen mit den Führungen und Erklärungen (ohne eventuelle Eintrittsgebühren)
Die qualifizierte Studienreiseleitung durch einen Akademiker oder anderen Fachmann

Einbettzimmerzuschlag pro Nacht: € 40,–

Weißrussische Obligatorische Versicherung:  € 40,–
(Weißrussland verlangt bei der Einreise von jedem ausländischen Reisenden eine zusätzliche, extra für diesen Aufenthalt abzuschließende Krankenversicherung)

Teilnehmerzahl: mindestens 12, höchstens 25 Personen

Es gelten die Allgemeinen Reisebedingungen in der letztgültigen Fassung unter Zusatz der auf der Rückseite unseres Anmeldebogens angeführten Punkte. Veranstalter-Nr. 2003/0011.